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Russische Mafia Orden der Diebe: Die brutalen Könige des Gulag

Nummer auf einer sowjetischen Häftlingsjacke
Im Gulag: Nummer auf einer sowjetischen Häftlingsjacke
© Lanmas / Alamy Stock Photo
Ende der 1920er Jahre entwickelte sich in der Sowjetunion eine neue russische Mafia – eine geheimnisvolle Bruderschaft von Berufsverbrechern. Sie wurde ausgerechnet in jenem System groß und mächtig, das die Kriminellen eigentlich disziplinieren sollte: in den Straflagern des Gulag

Die zerlumpten, ausgemergelten Gestalten wühlen sich mit Hacken und Schaufeln in die Erde, treiben Stollen in massiven Fels, brechen Erz aus Gestein. Die Männer ringen nach Luft bei der Schinderei. Doch rücksichtslos treiben Aufseher die Sträflinge an. Mit Gebrüll, mit Schlägen. Die Fördernorm an Gold, Nickel oder Kohle muss erfüllt werden. Um jeden Preis.

Die Zwangsarbeit in den Minen dezimiert die unterernährten Häftlinge. Viele sind aus politischen Gründen in das mörderische Räderwerk des Gulag geraten. Gulag steht für Glawnoje Uprawlenije Lagerej – "Lager-Hauptverwaltung" – und bezeichnet ein gewaltiges Netz von Strafcamps, das die UdSSR durchzieht. Zahlreiche Lager liegen jenseits des Polarkreises, im fernen Osten Sibiriens.

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