Forschung Braucht ihr mich noch? Über Sinn und Unsinn von Tierversuchen

Forschung: Braucht ihr mich noch? Über Sinn und Unsinn von Tierversuchen
© HYUNGKEUN / Adobe Stock
Winzige Modelle menschlicher Organe sollen künftig ­viele Tierversuche ersetzen. Ihre Entwickler versprechen weniger Leid, mehr Erkenntnisse, bessere Therapien. Doch wie weit ist die Forschung wirklich?

Die deutsche Pharmafirma Grünenthal brachte im Jahr 1957 ein neues ­Beruhigungsmittel auf den Markt. Dessen Wirkstoff Thalidomid war ein ­Zufallsfund, der auf Mäuse, Ratten und andere Tiere ­keine ­nennens­werte Wirkung zu haben schien, Menschen aber entspannt und sanft einschlummern ließ. Grünenthal bewarb das ­Medikament vor allem für ­Schwangere: Es sei gut verträglich und lindere die Morgenübelkeit. Es wurde ein Verkaufsschlager, ­erhältlich in 46 Ländern. Der Handelsname: Contergan.


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