Kein Gebäude höher als drei Stockwerke, der Abstand bis zum Strand muss mindestens 20 Meter einhalten und 80 Prozent der Insel sollen ohnehin unangetatstet bleiben. Auf Koh Chang gelten die wohl restriktivsten Bebauungsregeln in ganz Thailand. Keine Bettenburgen, kaum Bausünden und das Inselinnere steht unter Naturschutz. Ein Glück für die Besucher.
Meerblick nahezu allerorten, endlose Strände und dazu unberührte Wildnis. Der Regenwald auf Koh Chang zählt zu den besterhaltensten Südostasiens. Und die Mangrovenwälder gelten als die unberührtesten in ganz Thailand.
Mu Koh Chang – vom Sperrgebiet zum Nationalpark

Auf Koh Chang ist die Welt noch in Ordnung oder besser gesagt die Natur. Und das hat mehrere Gründe: Die Insel vor der Küste Ostthailands liegt mitten im Mu Koh Chang Nationalpark. Der besteht aus rund 50 Inseln nebst dazugehörigen Korallenriffen. Bewohnt sind nur einige Inseln. Außerdem sind rund 70 Prozent des Parks von Meerwasser bedeckt. Ein Mekka für Taucher und Schnorchler mit einer Fülle von Meereslebewesen. Zusätzlicher Pluspunkt: Die Granitstruktur der Inseln sorgt für besonders klares Wasser.
Außerdem ist Koh Chang erst Mitte der 1990er auf der touristischen Landkarte von Ostthailand erschienen. Vorher lag die Insel im militärischen Sperrgebiet – wegen der Nähe zum krisenerschütterten Kambodscha und die durch den Archipel streunenden Rebellen, Schmuggler und Piraten.
Siedlungszentren auf Koh Chang sind heute der Ort White Sand Beach und das malerische Stelzendorf Bang Bao an der Westküste sowie die kleineren Orte Klong Prao und Salak Phet.
Das sollten Sie auf keinen Fall verpassen:
- Das Inselzentrum: White Sand Beach
Hier begann einst der Tourismus. White Sand Beach ist der erste Strand, der sich vom Fähranleger erreichen lässt und vermutlich der beliebteste Strand der Insel. Entsprechend betriebsam geht es am "Hat Sai Kao" zu. Unterkünfte reichen vonbunten Hippiehütten bis zum Luxusressort, die parallel laufende Straße ist gesäumt von Lokalen, Hotels, Bars und kleinen Einkaufszentren. - Abgehoben: Bang Bao
Ein Dorf komplett auf Stelzen: Häuser, Restaurants und Läden sind durch Brücken miteinander verbunden. Angler können in Bang Bao teilweise direkt von ihrem Balkon aus die Schnur auswerfen. Es werden Schnorchel- und Tauchtouren angeboten. Mit einem Führer kann man sogar Delfinen und Meeresschildkröten folgen. Auch Boots- und Ausflugstouren zu den umliegenden Inseln starten hier. Aktivreisende können sie per Kajak erreichen, wer weniger Muskelkraft einsetzen mag, nimmt das Bang Bao Boot, eine Speedboot. Zentrum ist der 800 Meter lange, auf Holzpfählen errichtete Pier mit einem weißen Leuchtturm. Der Großteil des Stege ist überdacht und eine Art Shoppingmeile. - Hoch hinaus: Salak Phet
Altes Fischerdorf ebenfalls auf Pfählen gebaut. Beliebt sind in Salak Phet Tauchtouren zu zwei Wracks vor der Küste. Ebenfalls sehenswert sind die Wasserfälle in der Umgebung und zwei nahegelegene buddhistische Tempelanlagen. - Ein Strand für alle: Klong Prao Beach
Der Klong Prao Beach ist der längste und weitläufigste Strand auf Koh Chang. Malerische Lagunen und dichter Palmenbestand locken Urlauber mit den unterschiedlichsten Ansprüchen vom Individualurlauber über, Backpacker bis hin zum Pauschaltouristen.
Die Elefanteninsel – Nomen es Omen

Koh Chang bietet aber nicht nur Sonne, Strand und Meer, auch das Inselinnere ist einen Besuch wert. Hier können Reisende auch auf die Wahrzeichen Koh Changs treffen.
Koh Chang bedeutet übersetzt Elefanteninsel. Koh = Insel, Chang = Elefant. Und von denen gibt es im dichten Dickicht tatsächlich sehr, sehr viele. Erkunden lässt sich die Insel Koh Chang etwa mit einem gemieteten Mofa, per Fahrrad oder einfach zu Fuß. Beispielsweise beim Gipfelsturm auf den höchsten Inselberg: Khao Salak Phet, immerhin 744 Meter über dem Meeresspiegel.
Besonders erfrischend ist Dschungeltrekking, wenn es zu einem der Wasserfälle von Koh Chang geht. Der Khlong-Phlu-Wasserfall markiert fast genau die Mitte des Eilands und ist mit 20 Metern der höchste der Insel. Das Wasser fließt zur Wesküste und ergießt sich dort ins Meer. Bei einer Wanderung entlang der Flussmündung lassen sich mit etwas Glück Zibetkatzen, Mungos oder Berberaffen entdecken.
Auf der Ostseite von Koh Chang erstrecken sich die Mangrovenwälder. Sie lassen sich entweder per Boot erkunden oder zu Fuß auf einem Lehrpfade. Ausgangspunkt für die Touren ist das Fischerdorf Salak Khok.
Lecker, lecker – Koh Chang für alle Sinne
Quasi ein Souvenir der besonderen Art: Bei einem Thai-Kochkurs lernt der Gast wie er gekonnt ein scharfes Süppchen oder ein Kokosmilch-Curry zubereitet. Beliebt ist beispielsweise die Koh Chang Thai Cooking School am Klong Plu Wasserfall nahe Klong Prao Beach. Die Kochschule gibt's seit mehr als einem Jahrzehnt. Zubereitet werden komplette Menüs in unterschiedlicher Zusammenstellung. Beim Nachkochen zuhause werden garantiert Urlaubserinnerungen wach.