Stuðlagil-Canyon: Wie in einer anderen Welt
Bis vor einigen Jahren war der Stuðlagil-Canyon im Gletschertal Jökuldalur noch komplett geflutet. Die charakteristischen Basaltsäulen befanden sich unterhalb der Wasseroberfläche des Gletscherflusses Jökla. Doch ein großes Staudammprojekt kappte nahezu alle Zuflüsse des 150 Kilometer langen Jökla, und so verwandelte sich der einst wilde und ungebändigte Gletscherfluss in ein gemächliches Flüsschen. Heute kann man die Schlucht im Osten Islands betreten und den Flusslauf des Jökla bewundern, dessen türkise Farbe einen tollen Kontrast zu den silbern und rötlich schimmernden Basaltsäulen bietet, die ihn nun flankieren. Die Wanderung führt durch schmale und teilweise rutschige Passagen, gutes Schuhwerk ist unabkömmlich. Nach der Schneeschmelze zwischen April und Mai kann der Fluss den Canyon füllen und das Passieren der Wanderwege erschweren.
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