Wandern auf und am Wasser: Mecklenburgische Seenplatte
Nördlich von Berlin, kaum zwei Autostunden von der Hauptstadt entfernt, wähnt man sich plötzlich in Skandinavien: An der Mecklenburgischen Seenplatte gesellen sich Kiefern und Buchen zu mystischen Wäldern. Bohlenstege führen durch Moore und Schilfgräser. Seen glitzern in der Frühlingssonne. Hier, im deutschen Nordosten, vernetzen sich Kanäle und Seen zum größten, zusammenhängenden Wassersportgebiet Mitteleuropas. Kanuten treffen sich zum Wasserwandern, andere Aktive zum Segeln oder SUP-Boarden auf der Müritz. Sieht man vom grenzübergreifenden Bodensee ab, gibt es in Deutschland kein größeres, stehendes Gewässer als dieses 112 Quadratkilometer große "kleine Meer". Selbst Wasserscheue und Wanderer zieht es in die abwechslungsreiche Region: Sieben Naturparks gehören zur Mecklenburgischen Seenplatte, außerdem der Müritz-Nationalpark, der größte Land-Nationalpark Deutschlands – eine Landschaft geprägt durch traumhafte Seen, vor allem aber durch Moore, Wiesen und Wälder, die im Frühling endlich wieder grünen und blühen.
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