Coburg, Bayern

Der Coburger Marktplatz ist das Herzstück der Stadt. Besonders bei gutem Wetter füllen sich die kleinen Cafés rundherum und auch der Wochenmarkt lockt viele Besucher auf den Marktplatz.

An der Nordseite des Platzes dominiert das alte Stadthaus aus dem 16. Jahrhundert mit seinen vielen Erkern und schmucken Giebeln. Gegenüber auf der Südseite steht das historische Rathaus aus dem 15. Jahrhundert, auf dessen Giebelspitze der heilige Mauritius, der Stadtpatron Coburgs, sitzt. Im Volksmund wird der Heilige auch "Bratwurst-Männle" genannt, da die Länge seines Kommandostabs dem Maß für die berühmte Coburger Bratwurst entsprechen soll.

Trier, Rheinland-Pfalz

Dem Trierer Hauptmarkt im historischen Stadtkern wird nachgesagt, er sei einer der schönsten Plätze Deutschlands. An seine jahrhundertelange Geschichte erinnert noch heute das fünf Meter hohe Marktkreuz in der Mitte des Platzes, das Erzbischof Heinrich I. bereits im Jahr 958 errichtete und dessen Original heute im Städtischen Museum zu finden ist.

Am Marktplatz hebt sich ganz besonders die Steipe hervor, das vornehme Festhaus des Stadtrates, das bis ins 18. Jahrhundert auch als Rathaus diente. An die Steipe schließt sich das Rote Haus, dessen Name auf seine rote Fassade zurückzuführen ist und dessen Inschrift der Sage gilt, Trier sei 1300 Jahre älter als Rom. Ein weiteres Highlight ist der große Marktbrunnen im Zentrum des Platzes, der von den Kardinalstugenden "Gerechtigkeit, Stärke, Mäßigkeit und Klugheit" umgeben wird.

Tübingen, Baden-Württemberg

Im Herzen der Tübinger Altstadt liegt der Marktplatz. Umrahmt von wunderschön erhaltenen Fachwerkhäusern ist der Platz das Zentrum des öffentlichen Lebens. Das altehrwürdige Rathaus aus dem 15. Jahrhundert mit der astronomischen Uhr verleiht dem Marktplatz zusätzlich ein besonderes Flair.

Dreimal die Woche findet hier der große Wochenmarkt statt. Cafés und kleine Restaurants laden tagsüber zum Verweilen ein. Am Abend gehört der Marktplatz den Studenten, die sich an lauen Sommerabenden auch mal im alten Neptunbrunnen abkühlen.

Potsdam, Brandenburg

Der Alte Markt ist das Herzstück der brandenburgischen Stadt Potsdam und wurde im 18. Jahrhundert unter Friedrich dem Großen als römischer Platz gestaltet. Diese Atmosphäre unterstreicht auch der Obelisk aus Marmor, der sich in der Mitte des großzügigen Platzes befindet.

Am Marktplatz erhebt sich auch der Sakralbau der evangelischen Kirche St. Nikolai, daneben befindet sich das historische Rathaus der Stadt Potsdam, für dessen Bau im 18. Jahrhundert der italienische Palazzo Angarano bei Vicenza als Vorlage diente.

Münster, Nordrhein-Westfalen

Wer über den Münsteraner Wochenmarkt auf dem großen Domplatz schlendert, ist schon nach wenigen Schritten gänzlich von dem bunten Treiben umschlossen. Zweimal wöchentlich bieten Händler aus der Region hier ihre Waren an. Der Duft frischer Gemüsesorten, der herzhafte Geruch, der von den Käsewagen ausströmt und der verlockende Duft der Blumenstände ziehen die Besucher durch die knapp 150 Marktstände, die sich zu Füßen des imposanten St.-Paulus-Doms erstrecken. Kinder zieht es besonders zu der Süßwarengasse, in der holländische Lakritze und weitere Leckereien angeboten werden. An den Stehcafés vor dem Dom treffen sich die Erwachsenen zum Marktplausch.

Direkt vor dem ehemaligen Haupttor des Domplatzes befindet sich außerdem das historische Rathaus aus dem 14. Jahrhundert, eine der großen Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Hildesheim, Niedersachsen

Wer über den Hildesheimer Marktplatz schlendert, begibt sich auf eine kunstgeschichtliche Zeitreise durch die Jahrhunderte. Historische Gebäude reicher Kaufmannsleute aus der Renaissance, dem Rokoko und der Gotik reihen sich hier dicht an dicht. An der Ostseite des Marktplatzes steht das alte Rathaus. Jeden Mittag um 12 Uhr ertönen eine Fanfare und ein Glockenspiel. Ein weiteres Highlight ist das Wedekindhaus mit seiner kunstvoll geschnitzte Fassade und der reich verzierte Brüstung.

Dass der Marktplatz heute zu den schönsten Deutschlands zählt, verdankt er seinen Bürgern. Große Teile des Marktplatzes wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, doch auf Drängen der Einwohner Hildesheims wurden der Platz und die umliegenden Gebäude in den 1980er Jahren wiedererrichtet.

Butzbach, Hessen

Der historische Stadtkern Butzbachs versprüht mit seinen vielen liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern einen Hauch von Romantik. Den Mittelpunkt bildet seit der Stadtgründung von 1321 der Butzbacher Marktplatz, der zu den schönsten Plätzen in Hessen zählt.

Hier finden sich auch der alte Marktbrunnen, das alte Rathaus aus dem 16. Jahrhundert und zahlreiche Fachwerkbauten, die sogar noch älteren Ursprungs sind. Bei gutem Wetter füllt sich der Platz mit Menschen, die sich in den Cafés treffen.

Lübeck, Schleswig-Holstein

Zu Füßen des Rathauses, das als eines der schönsten und ältesten Deutschlands gilt, liegt der historische Marktplatz inmitten der Lübecker Altstadt. Ausgrabungen und Schriften aus dem 12. Jahrhundert belegen, dass der Platz bereits in der Frühgeschichte eine wichtige Funktion innehatte.

War der Marktplatz der Hansestadt im Mittelalter noch weitestgehend offen gehalten, wurde er im 14. Jahrhundert beinahe vollständig umbaut. Noch heute bringen die umliegenden Gebäude die Macht und den Stolz des Lübecker Bürgertums zum Ausdruck.

Von einer besonders schönen Seite zeigt sich der alte Marktplatz im Winter, wenn traditionell der Lübecker Weihnachtsmarkt stattfindet.

Bremen

Als „Gute Stube“ bezeichnen die Einwohner Bremens den alten Marktplatz, der heute zu den schönsten Marktplätzen Europas gezählt wird. Wo früher emsige Kaufleute regen Handel betrieben, finden heute zahlreiche Veranstaltungen statt.

Zu den prächtigsten Bauwerken am Marktplatz zählen das Rathaus von 1405 und der stolze Roland, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. An der Südostseite ragen seit dem 11. Jahrhundert die imposanten Türme des Bremer Doms in den Himmel.

Ebenfalls am Marktplatz befindet sich der Schütting, das Haus der Bremer Kaufmannsleute aus dem 16. Jahrhundert, über dessen Portal die Inschrift "buten un binnen - wagen un winnen" ("draußen und drinnen - wagen und gewinnen") prangt und welche sich heute als Stadtmotto versteht.

Saarbrücken, Saarland

Inmitten der hübschen Saarbrücker Altstadt befindet sich der St. Johanner Markt mit seinen Kneipen, Restaurants und kleinen Boutiquen. Der Marktplatz ist das Herzstück der Altstadt, um den sich viele malerische Gassen ziehen.

Vom barocken Marktbrunnen aus dem 18. Jahrhundert hat man direkte Sicht auf Schloss. Viermal die Woche findet auf dem alten Marktplatz zudem der große Wochenmarkt statt.

Wittenberg, Sachsen-Anhalt

Wer aus Richtung der Schlosskirche zum Markt läuft, dem fällt beim Betreten des alten Marktplatzes sofort das Denkmal Martin Luthers ins Auge. Im Oktober 1517 nagelte der Augustinermönch seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche der Stadt und brachte damit die mittelalterliche Papstkirche zum Einsturz.

Seit 1821 befindet sich das Denkmal Martin Luthers vor dem großen Eingangsportal des historischen Rathauses. Dessen Fassade führt den Betrachter durch verschiedene Stilepochen: Die Vorhangbogenfenster entstammen der Spätgotik, die Zwerchgiebel und die Gesimsleisten der Renaissance.

Neben dem Rathaus lassen sich an dem großzügig gestalteten Marktplatz historische Bürgerhäuser und der denkmalgeschützte Marktbrunnen bewundern, der als eines der bedeutendsten Werke des Manierismus in Wittenberg gilt.

Wismar, Mecklenburg-Vorpommern

Der hübsche Marktplatz der alten Hansestadt zählt mit seinen 10.000 Quadratmetern zu den größten Plätzen Deutschlands. Historisch bedeutsame Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus und das alte Bürgerhaus "Alter Schwede" aus dem 14. Jahrhundert bewahren bis heute die mittelalterliche Architektur des Platzes. In der Mitte befindet sich die berühmte „Wismarer Wasserkunst“, ein historischer Prunkbau aus dem 16. Jahrhundert, der früher zur Trinkwasserversorgung der Stadt diente.

Auf dem alten Marktplatz von Wismar findet drei Mal wöchentlich der große Wochenmarkt statt. Auch für andere Veranstaltungen und Feste wird der Platz genutzt.

Weimar, Thüringen

Der Marktplatz in der südlichen Altstadt ist das Herzstück Weimars. Hier befindet sich nicht nur das Rathaus der Stadt, sondern auch das legendäre „Hotel Elephant“ aus Thomas Manns Roman „Lotte in Weimar“ und das Cranach-Haus.

Die Renaissance-Bauten an der Ostzeile des Marktes gehören zudem zum Weltkulturerbe der UNESCO. Unter der Woche findet auf dem Platz der große Wochenmarkt statt. Ein beliebtes Fotomotiv ist auch der auffällige Neptunbrunnen, der um 1600 erbaut wurde und nicht zu übersehen ist.

Meißen, Sachsen

Zu Füßen der Burg erstreckt sich die Altstadt Meißens mit ihrem alten Marktplatz, der im 12. Jahrhundert angelegt wurde. Heute bilden die hübsch rekonstruierten Bürgerhäuser im Stil der Gotik und Renaissance die perfekte Kulisse.

Besonders hervor stechen das spätgotische Rathaus aus dem 15. Jahrhundert und die Frauenkirche. Vom Turm der Kirche bietet sich ein herrlicher Blick auf die Dächer der Altstadt. Sehenswert ist außerdem das Hirschhaus-Portal, welches heute das letzte Zeugnis der Hochrenaissance in Meißen darstellt.

Hamburg

Auch Großstädte wie Berlin und Hamburg haben zentrale Marktplätze doch viel schöner sind die kleinen Wochenmärkte abseits der großen Plätze. Der Hamburger Isemarkt gehört vielleicht sogar zu den schönsten Wochenmärkten Deutschlands.

Unter dem Hochbahnviadukt zwischen den U-Bahn-Stationen Hoheluftbrücke und Eppendorfer Baum, bieten dienstags und freitags etwa 200 Händler ihre Waren an. Ein Bummel über den Markt ist ein Erlebnis für die Sinne und kaum jemandem gelingt es, an den Marktständen vorbeizuschlendern ohne nicht mindestens eine Sache zu kaufen.

Berlin

Zweimal die Woche verwandelt sich das Neuköllner Maybachufer in eine bunte Marktmeile, die an einen orientalischen Basar erinnert. Auf dem Wochenmarkt zwischen Kottbusser Damm und Schickestraße bieten etwa 120 bis 150 Händler frisches Obst und Gemüse zu Schnäppchenpreisen, eine große Auswahl an Fleisch und Gewürzen sowie weitere orientalische Produkte und Stoffe an.

Wer nach dem Bummel über den Markt Appetit bekommen hat, kann sich an einem der Imbissstände stärken und sich danach bei gutem Wetter direkt am Landwehrkanal ins Gras fallen lassen.

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