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Eiskalter Trend Sechs Hotspots fürs Eisbaden in Deutschland – und was es zu beachten gilt

Eisbaden ist eine eiskalte Angelegenheit – auf die Menschen mit bestimmten Erkrankungen im Zweifelsfall verzichten sollten
Eisbaden ist eine eiskalte Angelegenheit – auf die Menschen mit bestimmten Erkrankungen im Zweifelsfall verzichten sollten
© fotoduets / Adobe Stock
Von der Kieler Förde bis zum Ammersee: Wir stellen sechs Anlaufstellen fürs Eisbaden in ganz Deutschland vor – und erklären kurz, welche Regeln beachtet werden müssen

Eisbaden ist definitiv nichts für Warmduscher, regt Herz und Kreislauf an, schüttet reichlich Adrenalin aus – und Endorphine! Wer es ausprobieren möchte, muss einige Regeln beachten. Nur topfit und nie allein ins Wasser gehen. Kopf, Füße, Hände vor Auskühlung schützen (mit Surf- und Handschuhen, Mütze). Warme Kleidung und Tee für nach dem Bad mitnehmen und so vorbereiten, dass man sich auch mit klammen Fingern versorgen kann. Am besten im Spätsommer einfach regelmäßig weiter baden, um sich langsam an die sinkenden Temperaturen zu gewöhnen. Tobias Uhing, Landesarzt der DLRG Bayern, rät: "Grundsätzlich ist zu empfehlen, vor dem Eisbaden mit dem Hausarzt zu sprechen." Besonders Menschen mit Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen müssten im Zweifelsfall auf den Trend verzichten.

Münchner Isar

Am Flaucher und an der Brudermühlbrücke treiben Eisbadende regelmäßig in der Strömung des Flusses. Ihre bunten Mützen sind definitiv Hingucker. Mehr Infos auf der Facebook-Seite der "Munich Hot Springs"-Gruppe.

Ammersee

Der See steht immer schon im Schatten des total überlaufenen Starnberger Sees, ist aber mindestens genauso schön. Im Süden der Blick auf die Alpen, das Wasser glasklar – wenn es nicht gerade zugefroren ist. In Dießen und Utting hat man die größten Chancen, auf das "Iceteam Ammersee" zu treffen. Und schön spazieren gehen kann man hier auch.

Kieler Förde

Unterhalb des Falckensteiner Steilufers trifft sich regelmäßig eine Gruppe Eisschwimmer, die erstaunlich weit in die Förde hinausschwimmt.

Kirchsee in der Nähe von Bad Tölz

Auch dieser hübsche Weiher zwischen Wäldern und Feldern wird immer mehr von Eisschwimmern frequentiert. Zum Aufwärmen: das fußläufige "Klosterbräustüberl" vom Kloster Reutberg in Sachsenkam.

Wöhrsee bei Burghausen

Ein Verein richtet sich unterhalb der berühmten Burghausen-Burg jeden Winter ein Winterfreibad ein, samt schön sauber abgetrennten 25-Meter-Bahnen.

Orankesee in Berlin

Jeden Wintersonntag baden die "Berliner Seehunde" im kleinen See im Stadtteil Hohenschönhausen. Sehr lustig: der Eisfasching, der mit viel Remmidemmi und Kostümen gefeiert wird.


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