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Studie Erdmännchen bekommen Kinder gleichzeitig - aus Fairness

Um ein besseres Überleben zu sichern, bekommen Mangusten ihre Babys zur selben Zeit
Um ein besseres Überleben zu sichern, bekommen Mangusten ihre Babys zur selben Zeit
© Deedles / Shutterstock
Erdmännchen und andere Mangusten bekommen ihre Babys zur selben Zeit – daher wissen die Mütter nicht, welche Kinder zu ihnen gehören und kümmern sich gleich um alle Jungen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie 

Um ein besseres Überleben zu sichern, bekommen Mangusten ihre Babys zur selben Zeit. Dadurch ist es für viele Tiere unmöglich zu erkennen, welches ihr Kind ist, und alle Mütter kümmern sich um alle Jungen, wie Forscher der britischen Universitäten Exeter und Roehampton in der Zeitschrift "Nature Communications" berichten. Mit diesem "Schleier der Ignoranz" entstehe eine faire Gesellschaft.

In ihrer Studie gaben die Wissenschaftler der Hälfte der schwangeren Weibchen in wild lebenden Gruppen in Uganda zusätzliche Nahrung, sodass einige Jungen ein deutlich höheres Geburtsgewicht hatten. Doch deren Mütter kümmerten sich dann besonders gut um die weniger gut genährten Kinder anderer Weibchen, sodass das Gewicht sich bald anpasste.

"Meist bevorzugen Eltern ihre eigenen Jungen", sagte Harry Marshall von der Universität Roehampton. Bei den Mangusten - einer Säugetiergruppe, zu der etwa Erdmännchen und Mungos gehören - wüssten die Mütter aber nicht, welche Kinder zu ihnen gehören und könnten diese daher nicht besonders betreuen. "Unsere Studie zeigt, dass diese Ignoranz zu einer gerechteren Verteilung der Ressourcen führt – und im Endeffekt zu einer gerechteren Gesellschaft", sagte Marshall.

dpa

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