Katzenminze Wie auf Droge: Warum Katzen diese Pflanze lieben

Auf etwa die Hälfte aller Katzen wirkt der Geruch der Katzenminze äußerst verführerisch. Doch was ist das Geheimnis hinter der Wirkung dieser Pflanze? Wir erklären das Phänomen
Katzenminze

Etwa jede zweite Katze reagiert auf den frischen Duft – mit erhöhter Aktivität oder mit Entspannung

Von der zahmen Hauskatze bis hin zur wilden Großkatze wie Löwe oder Tiger - viele Katzen sind ganz verrückt nach der Katzenminze. Mindestens der Hälfte aller Vierbeiner ist die Sucht nach Nepeta cataria, die ihren deutschen Namen eben dieser magischen Anziehungskraft auf Katzen verdankt, angeboren.

Der Duft, der bis zu einem Meter hoch wachsenden Pflanze mit den weißen oder blauen Blüten, erinnert an Minze und Zitrone und wirkt bei vielen Katzen wie ein Rauschmittel.

Katzenminze wirkt unterschiedlich

Die Reaktion auf die Pflanze fällt von Tier zu Tier sehr unterschiedlich aus: Einige Tiere werden hockaktiv, reiben sich laut miauend an den Blättern der Pflanze oder tragen mit getrockneter Katzenminze gefüllte Säckchen wie in Trance spazieren, auf andere hat der Geruch der Pflanze hingegen eine beruhigende Wirkung.

Auch zeigen nicht alle Katzen eine gleich starke Begeisterung für die Pflanze: Besonders alte Tiere und Katzen, die noch nicht die Geschlechtsreife erreicht haben, interessieren sich meist nicht für die Katzenminze. Auch reagieren mehr Kater auf ihren Duft als Katzen.

Der Duftstoff Nepetalacton wirkt betörend

Wie genau die Katzenminze ihre Wirkung entfaltet, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Wissenschaftler vermuten jedoch, dass der Stoff Nepetalacton in den ätherischen Ölen der Pflanze der Grund für die Begeisterung der Katzen ist. Den Duftstoff nutzt die Katzenminze zur Insektenabwehr - er verscheucht ungebetene Gäste.

Bei Katzen ist die Reaktion vermutlich sexuell begründet: Nepetalacton ähnelt den Sexuallockstoffen, die im Urin von Katzen abgegeben werden und so für den Ausstoß von Glückshormonen sorgen. Neben Nepetalacton enthält Katzenminze außerdem nachweislich psychoaktive Substanzen, weshalb die Pflanze bereits im Mittelalter bei Zahnschmerzen gekaut wurde.

Beruhigend zu wissen: Auch wenn Katzen das eine oder andere Blatt fressen, besteht kein Grund zur Panik: In geringen Mengen ist die Katzenminze völlig ungiftig.

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