Amphibien Ausgestorben geglaubte Salamander-Art wieder entdeckt

Im Dschungel von Guatemela machte Ramos Leon-Tomas eine unglaubliche Entdeckung: Der Parkwächter entdeckte eine seltene Salamanderart, die längst als ausgestorben galt - und zwar beim Mittagessen
Jackson¹s climbing Salamander

1975 das erste Mal entdeckt: Jackson’s climbing salamander

Das goldene Wunder

Als der amerikanische Forscher Paul Elias 1975 im Regenwald von Guatemala eine gold-schwarz schimmernde Salamanderart fand, benannte er sie nach seinem Kollegen Jeremy Jackson: "Jackson’s Climbing Salamander".

Danach tauchte Bolitoglossa jacksoni, den Elias auch ehrfürchtig als "golden wonder" bezeichnete, jedoch nie wieder auf - und wurde schließlich für ausgestorben erklärt.

Entdeckung in der Sierra de los Cuchumatanes

Dem 27 Jahre alten Parkwächter Ramos Leon-Tomas gelang jetzt etwas, was vielen Forschern zuvor auf zahlreichen Expeditionen nicht gelang: Er entdeckte den etwa sechs Zentimeter langen Salamander im neu errichteten Finca San Isidro Amphibien-Reservat in Guatemala.

Eigentlich wollte er nur zu Mittag essen, als ihm plötzlich die schwarz-golden schimmernde Amphibie in den Wäldern des Gebirgszugs "Sierra de los Cuchumatanes" über den Weg lief.

Jackson¹s climbing Salamander

Über die Salamanderart, die bisher erst drei Mal gesichtet werden konnte, ist noch nicht viel bekannt

Ramos Leon-Tomas fotografierte das Tier und schickte die Fotos an Carlos Vásquez Almazán, Amphibien Koordinator bei der Foundation for Ecodevelopment and Conservation, der sie zweifelsfrei als Bolitoglossa jacksoni identifizierte. Vasquez selbst hatte seit 2005 über 30 Forschungsexpeditionen in die Region unternommen, um die seltene Salamanderart zu finden.

Kurios: Die verloren geglaubte Salamanderart war nur sechs Monate zuvor Teil einer Kampagne der Global Wildlife Conservation, die sich zum Ziel gesetzt hatte, 1200 verlorene Arten wiederzufinden. Der "Jackson’s Climbing Salamander" zählte zu den 25 meistgesuchten Arten dieser Liste.