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Schnecken fernhalten Schneckenzaun fürs Beet: So schützen Sie Ihre Pflanzen ohne Gift

Schneckenzaun: Eine Nacktschnecke sitzt auf einem Salatblatt
Schnecken sind vielen Gärtnerinnen und Gärtnern ein Graus. Ein Schneckenzaun kann sie fernhalten
© TwilightArtPictures / Adobe Stock
Schnecken können im Garten viel Schaden anrichten. Mit einem speziellen Schneckenzaun soll es gelingen, die gefräßigen Gäste fernzuhalten und das Wettrennen um Blumen- und Gemüsebeete endgültig zu beenden. Und zwar ganz ohne Chemie und Tierleid

Inhaltsverzeichnis

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Bei dem Vorhaben, Schnecken aus dem Garten zu vertreiben, gibt es einige Strategien: Von Schneckenkorn oder Salz über die Bierfalle bis hin zum händischen sammeln der Tiere. Diese Methoden sind entweder sehr aufwendig oder umweltschädlich und mit Tierleid verbunden. Während Schneckenkorn oft eine echte Chemiekeule ist, die auch für Kinder, Haustiere und Nützlinge im Garten giftig sein kann, führt Salz bei Schnecken zu einem qualvollen Tod. Auch die Bierfalle wird von tierlieben Gärtnerinnen und Gärtnern besser nicht aufgestellt. Denn von ihr werden Schnecken magisch angezogen, nur um dann im Bier zu ertrinken.

Doch jeden Tag die Schnecken vom Beet absammeln? Das kostet Zeit und Nerven und ist – vor allem wegen der nächtlichen Aktivität der Tiere – wenig erfolgversprechend. Eine gute Alternative bieten sogenannte Schneckenzäune. Aber sind sie wirklich ein chemiefreies Wundermittel gegen die Schnecken?

Eine Schneckenbarriere schützt ganze Beete oder einzelne Pflanzen

Schneckenzäune gibt es in verschiedenen Formen, Größen und Materialien. Eins gemeinsam haben sie alle: eine für die meisten Schnecken unüberwindliche Kante. Diese ist an der Außenseite so konzipiert, dass die Tiere bei dem Versuch, den Zaun zu überwinden, scheitern. Ein Schneckenzaun kann als Beetumrandung dienen und somit ganze Blumen- und Gemüsebeete schützen. Er wird in die Erde gesteckt oder am Hochbeet festgeschraubt. Es gibt aber auch kleine Zaunelemente oder Schutzringe für einzelne Pflanzen, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren.

Schneckenzaun aus Metall: Kostspielig, aber langlebig

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Ein Schneckenzaun aus Metallerfüllt gleich zwei Zwecke: Er dient als Beetumrandung und hält Schnecken fern. Einen solchen Zaun können Sie im Set kaufen. Seitenelemente und Eckverbindungen werden dann einfach zusammengesteckt und gegebenenfalls geklebt. Werkzeug benötigen Sie in der Regel nur, wenn Sie die Schneckenbarriere an Ihrem Hochbeet festschrauben möchten.

Ein Metall-Schneckenzaun ist nicht die günstigste Variante, dafür aber die langlebigste. Gute Modelle bestehen aus beschichtetem Metallblech, das rostfrei und witterungsbeständig ist. Ein weiterer Pluspunkt: Möchten Sie Ihr Gemüsebeet im nächsten Jahr vergrößern, lässt sich der Schneckenzaun aus Metall ganz einfach mit Zusatzteilen erweitern.

Günstige Alternative: Schneckenzaun aus Kunststoff

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Deutlich preiswerter im Einkauf ist der Schneckenzaun aus Kunststoff. Diesen können Sie nach Bedarf zurechtschneiden und in die Erde stecken. Die obere Kante wird nach außen umgeklappt, sodass sie von Schnecken nicht überwunden werden kann. Ob der Schneckenzaun aus Kunststoff jedoch mehrere Gartenjahre übersteht, ist fraglich. Schon beim Aufbau kann das Plastik brechen. Zudem wird die Schneckenbarriere aufgerollt geliefert. Eine gerade Bahn damit zu ziehen, dürfte also etwas Geduld und Fingerspitzengefühl erfordern. 

Schutzring für einzelne Pflanzen

Einen Schutzring für einzelne Pflanzen können Sie als Alternative oder auch als Ergänzung zum Schneckenzaun verwenden. Er verfügt ebenfalls über eine Kante, die Schnecken schwer bis gar nicht überwinden können. Der geschlossene Kragen bietet sich vor allem für Jungpflanzen an. Er schützt allerdings nur so lange, bis Blätter und Blüten den Rand überragen.

Finger weg von Kupferzäunen

Im Handel erhalten Sie zur Schneckenabwehr auch Kupferzäune oder Kupferband. Unsere Empfehlung: Finger weg. Kupfer ist ein Schwermetall, das sich lösen und giftig wirken kann – nicht nur für Schnecken, sondern auch für andere Weichtiere und Fische, wie der NABU erklärt.

Wie stellt man einen Schneckenzaun richtig auf?

Damit der Schneckenzaun Ihre Pflanzen so gut wie möglich vor hungrigen Gartenbewohnern schützt, gibt es einiges zu beachten:

  • Stellen Sie den Schneckenzaun am besten schon im zeitigen Frühjahr auf, um Jungpflanzen zu schützen.
  • Idealerweise reicht der Zaun einige Zentimeter in den Boden und ist über dem Boden ca. zehn Zentimeter hoch.
  • Wenn sie ganze Beete einzäunen, durchsuchen Sie diese im Anschluss nach verbliebenen Schnecken und sammeln Sie diese aus dem eingezäunten Bereich ab.
  • Achten Sie darauf, dass kein Gras oder andere Pflanzen am Schneckenzaun hochwachsen und den Schnecken als Kletterhilfe dienen.
  • Auch andere Kletterhilfen wie Beeteinfassungen, Gewächshausränder, Steine und Hölzer sollten nicht zu nah am Zaun stehen.
  • Platzieren Sie einzelne Schneckenkragen nicht zu dicht aneinander. Wenn sie sich berühren, können Schnecken sich ggf. an ihnen hochziehen.
  • Schneckenkragen und Schneckenzäune dürfen nicht so tief in die Erde gesteckt werden, dass die Schnecken sich strecken und über die Kante ziehen können.

Eine Schneckenbarriere ist keine Garantie

Wer die oben genannten Tipps beherzigt und den Schneckenzaun richtig aufstellt, hat gute Chancen, dass die Pflanzen verschont und das Beet weitestgehend schneckenfrei bleibt. Eine hundertprozentige Wirksamkeit sollten sich Gärtnerinnen und Gärtner jedoch nicht erhoffen. Gelegentlich wird es die eine oder andere Schnecke schaffen, über den Zaun zu gelangen. Nacktschnecken halten sich zudem auch im Erdreich auf. Wer den eingezäunten Bereich regelmäßig kontrolliert, kann aber schnell gegenwirken und einzelne Schnecken absammeln.

Zusätzlich können Sie Schnecken aus dem Garten fernhalten, indem Sie Kaffeesatz oder Wurmfarn verteilen, natürliche Fressfeinde wie Igel, Spitzmäuse und Vögel fördern oder Laufenten und Hühner halten. Achtung: Hühner bitte nicht frei im Garten herumlaufen lassen, sie scharren sonst in den Beeten und richten genauso viel Schaden an wie die Schnecken. Wer gar nicht auf Schneckenkorn verzichten möchte, nutzt am besten ein Bio-Produkt.

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