VG-Wort Pixel

Tropicalia 20.000 Quadratmeter: Frankreich plant größtes Tropenhaus der Welt

Tropicalia Außenansicht
In Nordfrankreich planen Architekten aktuell das weltgrößte Tropenhaus. 2024 soll es eröffnen
© Octav Tirziu Atelier/Coldefy
Unter einer riesigen Kuppel soll im Norden Frankreichs bis zum Jahr 2024 das größte Tropenhaus der Welt entstehen und zum Zuhause unzähliger Tier- und Pflanzenarten werden. Erste Entwürfe für das "Tropicalia" werden ab dem 22. Mai auf der Architektur-Biennale in Venedig vorgestellt

Brücken und Wege, die durch tropische Wälder führen, Wasserfälle, die sich in Becken mit Amphibien und Fischen ergießen und ein Himmel voller exotischer Vögel und Schmetterlinge - das alles soll ab dem Jahr 2024 im "Tropicalia" zu bestaunen sein. Frankreich plant, an der Cote d’Opale im Norden des Landes das größte Tropenhaus der Welt zu errichten. Vorgestellt wird das Bauprojekt ab dem 22. Mai auf der diesjährigen Architektur-Biennale in Venedig.

Blick ins Innere des Gewächshauses
Brücken aus Holz und Glas sollen einen einzigartigen Blick auf das Innere der Kuppel ermöglichen
© Octav Tirziu Atelier/Coldefy

Schon jetzt vermitteln erste Entwurfs-Visualisierungen einen ersten Eindruck von der 35 Meter hohen und 150 Meter breiten Kunststoffkuppel, die 20.000 Quadratmeter Fläche überspannen soll. Unter der transparenten Kuppel soll eine Hügellandschaft mit tropischem Wald entstehen. Eine konstante Temperatur von um die 26 Grad Celsius wird im Inneren optimale Lebensbedingungen für allerlei Tiere und Pflanzen bieten.

Das Tropenhaus soll energieautark funktionieren

Die Planer des französischen Architekturbüros "Coldefy" bezeichnen die Kuppel als "Blase der Harmonie", die die Forschung zur tropischen Flora und Fauna und deren Nutzen für das Ökosystem, unseren Planeten und die Gesundheit vorantreiben soll. Besucher der "Tropicalia" finden sich demnach in einer einzigartigen tropischen Naturblase wieder, deren Kuppel den Blick in den Himmel freigibt.

Gewässer im Tropicalia
Die Gewässer im Tropicalia bieten Platz für allerlei Fische und Amphibien
© Octav Tirziu Atelier/Coldefy

Doch nicht nur die Ausmaße des Bauwerks und sein Innenleben sind speziell. Auch das Konstrukt selbst weist einige Besonderheiten auf: So wird das Gewächshaus mit einer nachhaltigen Luftaufbereitungsanlage ausgestattet sein und energieautark funktionieren. Die Form der Kuppel halten die Architekten organisch und wollen diese so vollständig in die natürliche Umgebung integrieren. Wenn alles klappt wie geplant, dürfte die französische Region rund um Calais ab dem Jahr 2024 um eine neue Attraktion reicher sein.


Mehr zum Thema