Den Putzschrank entgiften

Säubern Sie Ihre Wohnung immer noch mit Gift? Viele herkömmliche Putz- und Waschmittel können Allergien auslösen oder die Haut reizen. Wirkstoffe wie Tenside, Duftstoffe und Phosphate überdüngen unsere Gewässer, sind giftig oder enthalten Palmöl von Plantage auf gerodeten Regenwaldflächen. Zeit für einen Frühjahrsputz im Putzschrank! Alternativen sind die Öko-Produkte von Ecover, memo und Klar – oder die guten alten Hausmittel Zitronensäure, Essig oder Soda. Aber auch hier gilt: sparsam verwenden!

Kleiderkur

Schon wieder nichts zum Anziehen? Bevor Sie den Frühjahrs-Schnäppchen hinterherjagen - wie wär’s damit: Greifen Sie mal ganz hinten in Ihren Kleiderschrank. Da fristen immer vergessene Lieblingsstücke ein schattiges Dasein. Und wo Sie schon dabei sind: Holen Sie mal alles raus aus dem Schrank. Was noch gefällt und passt, kommt wieder rein. Und was nicht, können Sie zum Beispiel Oxfam spenden. Die Erlöse steckt Oxfam in Entwicklungshilfeprojekte.

Kühlschrankhüter

Kühlen Sie auch noch die BBQ-Soße vom letzten Sommer? Den Heringssalat in ungewissem Zustand? Und welkt der halbe Salatkopf von vorletzter Woche unter den frischen Paprika im Gemüsefach? Damit Ihnen die Lebensmittel im Kühlschrank nicht vergammeln, ist aufräumen angesagt. Und zwar mit System. Schnell verderbliches und bereits offenes Essen nach vorne, länger haltbares nach hinten. Möglichst auch in der Reihenfolge aufessen! Auf die Dauer schmeißen Sie so weniger weg, garantiert!

Einkaufsgewohnheiten

Statt jeden Tag zu viel spontan beim Discounter zu kaufen, verpassen Sie Ihren Einkaufsgewohnheiten doch eine Frühjahrskur. Die Abo-Kiste vom Bauern in der Nähe ist bio, regional und saisonal – besser geht’s gar nicht. Fleisch gibt’s nur, wenn der Bauer halt mal schlachtet – das schont unsere Gesundheit und das Klima. Und produziert nebenbei weniger Müll, denn das Obst und Gemüse kommt meist unverpackt in Leihkörben an. Hier finden Sie eine Biokiste in Ihrer Nähe

Müllgewohnheiten ausmisten

Im Schnitt wirft jeder Bundesbürger im Jahr 82 Kilo Lebensmittel weg – zwei vollgepackte Einkaufswagen. Das können wir uns auf Dauer nicht leisten. Zeit, Ihr Müllverhalten zu modernisieren! Wie das geht, macht auf beeindruckende Weise das No-Waste-Mädchen Lauren Singer vor. Ihre Abfälle der letzten zwei Jahre passen in ein mittelgroßes Schraubglas. Wie sie das macht verrät sie auf Ihrem Blog www.trashisfortossers.com. Auch in Deutschland gibt’s Läden, in denen man seine Lebensmittel in eigene Gefäße und Tüten abfüllt

Voll der Elektroschrott?

Schon wieder hat der Handyvertrag Ihnen ein neues Smartphone beschert? Das alte Ladekabel passt nicht mehr? Und das superneue iPad hat Ihren Laptop überflüssig gemacht? Bevor Sie das alles mit schlechtem Gewissen in den Karton im Keller quetschen – oder, noch schlimmer, in den Hausmüll schmeißen: recyceln Sie es. Einfach beim lokalen Entsorgungshof oder Ihrem Händler abgeben. Denn die Geräte enthalten oft nicht nur wertvolle Metalle wie Kupfer oder Gold, sondern auch umweltschädliche Substanzen. Noch besser als recyceln wäre: die alten Geräte länger nutzen und reparieren, was kaputt ist. Das geht zum Beispiel beim Fairphone.

Balkon begrünen

Die meisten Balkone verwandeln sich über den Winter zu Freiluft-Abstellkammern: alte Bierkästen, kaputte Stühle oder Putzeimer fristen dort ein hässliches Dasein. Jetzt ist Zeit, Ihre kostbaren Freiluftquadratmeter zum Leben zu erwecken: mit Stuhl, Tisch – und Gemüse-Zucht! Dass für Tomaten, Erdbeeren oder Zucchini ein Balkon keineswegs zu klein ist, zeigt das Buch "Veranda Junkies" mit Sieben-Punkte-Plan. Der wichtigste Tipp: nicht lange nachdenken, sondern loslegen!

Badschrank entrümpeln

Die 80/20-Regel trifft mit Sicherheit auch auf deutsche Badschränke zu: 80 Prozent des Inhalts nutzen wir nie. Also: raus damit! Uralte Sonnencremes (Achtung: der Lichtschutz verfällt nach einer Weile), nie benutzte Badesalze, ungeliebte Parfums und ranzige Cremes können wirklich weg. Wenn Sie etwas davon dennoch ersetzen wollen, hier gibt’s Tipps für vegane/tierversuchsfreie und schadstofffreie Pflegeprodukte

Fahrrad ans Tageslicht

Wie wär’s damit: Fahrrad raus, Auto rein in die Garage? Und zwar für das ganze Sommerhalbjahr? Damit man nicht immer wieder der Blechkisten-Versuchung widerstehen muss, empfiehlt sich ein Saisonkennzeichen. Damit ist das Auto nur für einen gewünschten Zeitraum pro Jahr zugelassen – kostet weniger, schont die Umwelt und stärkt die Beinmuskeln!

Kalender entschlacken

Der Kalender ist ständig zu voll, Sie hetzen tagtäglich von Arbeitsterminen morgens zum Kinderturnen nachmittags zum Kollegen-Stammtisch abends? Und das Meeting ist eigentlich unproduktiv, das Kind will schon lange nicht mehr turnen – und das Geschwätz der Kollegen wollen Sie abends nicht auch noch hören? Fazit: streichen! Was Sie gewinnen, ist wirklich kostbar: Zeit. Und Muße, sich zu überlegen, was Sie damit anfangen wollen