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  • Blumenmeer inmitten der Einöde: Diese Wüsten können blühen

Zur Galerie Blumenmeer inmitten der Einöde: Diese Wüsten können blühen
Ganz klar eine Blumenwiese, denk man beim Anblick dieses Fotos. Doch die roten Kronenanemonen, die hier ihre Kelche dem Himmel entgegenrecken, wachsen inmitten einer Wüste. Genauer gesagt in der Negev-Wüste im Süden Israels, die normalerweise von Nubischen Steinböcken, Streifenhyänen und dem seltenen Arabischen Leoparden durchstreift wird. Wenn zum Ende des Winters und Beginn des Frühjahrs der Regen fällt, erwacht die Wüste zum Leben und verwandelt sich in ein Blumenmeer. Und das leuchtet vor allem in einer Farbe: Rot. Neben den Anemonen und sprießen dann auch Klatschmohn und rote Tulpen aus der Erde. Kein Wunder also, dass die Blüte auch als Darom Adom, "Roter Süden", bezeichnet und mit einem gleichnamigen Festival gefeiert wird. Zeitweise war die rote Pracht bedroht, weil sich die Menschen an Wildblumensträußen aus ihr erfreuten. Inzwischen stehen die Blumen unter Schutz und können in Schutzgebieten bewundert werden. 
Negev-Wüste
Ganz klar eine Blumenwiese, denk man beim Anblick dieses Fotos. Doch die roten Kronenanemonen, die hier ihre Kelche dem Himmel entgegenrecken, wachsen inmitten einer Wüste. Genauer gesagt in der Negev-Wüste im Süden Israels, die normalerweise von Nubischen Steinböcken, Streifenhyänen und dem seltenen Arabischen Leoparden durchstreift wird. Wenn zum Ende des Winters und Beginn des Frühjahrs der Regen fällt, erwacht die Wüste zum Leben und verwandelt sich in ein Blumenmeer. Und das leuchtet vor allem in einer Farbe: Rot. Neben den Anemonen und sprießen dann auch Klatschmohn und rote Tulpen aus der Erde. Kein Wunder also, dass die Blüte auch als Darom Adom, "Roter Süden", bezeichnet und mit einem gleichnamigen Festival gefeiert wird. Zeitweise war die rote Pracht bedroht, weil sich die Menschen an Wildblumensträußen aus ihr erfreuten. Inzwischen stehen die Blumen unter Schutz und können in Schutzgebieten bewundert werden. 
© AlexDon24 via imago-images.de / imago images
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Eigentlich ist die Atacama-Wüste einer der trockensten Orte unseres Planeten: Die jährliche Regenmenge liegt deutlich unter einem Millimeter, stellenweise fallen jahrzehntelang keine Niederschläge. Und doch bringt der ausgedörrte Boden alle fünf bis zehn Jahre ein kleines Wunder hervor. Dann brechen zarte Triebe aus ihm hervor und entfalten pinkfarbene, weiße und gelbe Blüten. Deren Samen haben jahrzehntelang im Boden geschlummert und überziehen die trockene Wüste nun mit einem Teppich aus Blumen. Das vermeintliche Wunder ist allerdings simple Botanik: Die Atacama-Wüste blüht dann, wenn im vorangegangenen chilenischen Winter ungewöhnlich viel Regen gefallen ist, die Luftfeuchtigkeit anschließend hoch und die Tagestemperaturen während der Blütezeit mild sind. Weil all das in diesem Jahr zutrifft, steht die Atacama aktuell wieder in voller Blüte – sehr zur Freude sämtlicher Wüstenbewohner, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen. 
Ockerfarben, Gold, Orange und Feuerrot – das ist normalerweise die Farbpalette, die das Outback im Herzen Australiens zu bieten hat. Doch von Juli bis Oktober gesellen sich Pink und Gelb, Lila und Weiß dazu. Denn mit dem Ende des australischen Sommers, das oftmals massig Regen mit sich bringt, erwachen Wüsten und Savannen plötzlich zum Leben. 12.000 verschiedene Arten von Wildblumen sprießen dann plötzlich aus dem roten Sand, Strohblumen wachsen neben Orchideen und Känguru-Blumen. Viele von ihnen sind endemisch, kommen also nirgendwo sonst auf der Welt vor. Sie verwandeln das karge Outback in einen Biodiversitätshotspot; mancherorts kämpfen sich die Blütenteppiche sogar bis zur Küste vor. Hier besiedeln Wildblumen etwa 30 Kilometer westlich des berühmten Uluru das "Tal der Winde".
Während das plötzlich auftauchende Blumenmeer in manchen Wüsten ein unberechenbares Spektakel ist, besticht die Wüstenblüte im Namaqualand durch Verlässlichkeit: Pünktlich zum Frühlingsbeginn auf der Südhalbkugel entfaltet sie jedes Jahr zwischen Ende August und Anfang September ihre Pracht. Sobald der erste Regen fällt, verwandelt sich die Halbwüste zwischen Südafrika und Namibia praktisch über Nacht in eine gigantische Wildblumenwiese. Besonders um die Stadt Springbok herum blühen dann Blumen wie die Buschige Kapringelblume (Dimorphotheca sinuata), die auch als Namaqualand-Gänseblümchen bekannt ist. Wenn dann noch eine Antilope über das orangefarbene Blütenmeer springt oder ein Erdmännchen hinter einer Margarite hervorlugt, ist das Wüstenwunder perfekt. Ganz einfach zu beobachten ist dieses allerdings trotz seiner Regelmäßigkeit nicht: Die Blütezeit variiert lokal und schon nach kurzer Zeit sind die Blumen wieder verschwunden.
Die Josua-Palmililie (Yucca brevifolia), besser als Joshua Tree bekannt, ist das Wahrzeichen der Mojave. Abgesehen von diesem bizarren Agavengewächs ist die Wüste im Südwesten der USA jedoch karg und staubig. Schließlich zählt die Mojave zu den Regenschattenwüsten, ist also von Gebirgen umgeben, die Wolken stauen und abregnen lassen, bevor sie die Wüste erreichen. Außerdem beherbergt sie einen der heißesten Orte unseres Planeten: das Death Valley. All diese Widrigkeiten hindern die Wüste jedoch nicht daran ab, vor Leben zu explodieren – zumindest hin und wieder. Dann nämlich, wenn ein sogenannter Superbloom die karge Landschaft in eine Blumenwiese verwandelt. Die Zutaten dafür: Außergewöhnlich starke Regenfälle im Winter und sonnige Frühlingstage, die die im Boden schlummernden Samen zum Leben erwecken. Dann erblüht die Wüste im März und April in Windeseile.
Die Sonora-Wüste ist die südliche Nachbarin der Mojave und steht dieser in puncto Blüte um nichts nach. Im Gegenteil, in regenreichen Jahren kann sie sich gleich zwei Mal in einen mit Leben pulsierenden Garten Eden verwandeln. Gelbe, weiße und lilafarbene Wildblumen wie die hier abgebildete Arizona-Lupine (Lupinus arizonicus ) überziehen dann den Wüstenboden. Der Saguaro-Kaktus (Carnegiea gigantea) ragt bis zu 15 Meter hoch aus der Wildblumenwiese und stiehlt den Blumen mit seiner in nassen Jahren besonders prächtigen Blüte die Show. Die Wüste blüht dann von Mitte Februar bis Mitte Juni, ehe sich nach dem ersten Sommerregen eine zweite, deutlich schüchternere Blüte zeigen kann, die bis in den Herbst ausharrt. Dank ihrer Wandlungsfähigkeit zählt die Sonora im Grenzgebiet zwischen Mexiko und den USA zu den artenreichsten Wüsten der Welt. Hier teilen sich Klapperschlangen, Echsen, Schildkröten, Salamander und Vogelspinnen ihr Zuhause mit zahlreichen Vögeln: Wegekuckucke flitzen über den heißen Wüstensand, Spechte bauen in Saguaro-Kakteen ihre Bruthöhlen und Falken thronen auf ihren Spitzen, während sie nach der nächsten Beute Ausschau halten. 
Ganz klar eine Blumenwiese, denk man beim Anblick dieses Fotos. Doch die roten Kronenanemonen, die hier ihre Kelche dem Himmel entgegenrecken, wachsen inmitten einer Wüste. Genauer gesagt in der Negev-Wüste im Süden Israels, die normalerweise von Nubischen Steinböcken, Streifenhyänen und dem seltenen Arabischen Leoparden durchstreift wird. Wenn zum Ende des Winters und Beginn des Frühjahrs der Regen fällt, erwacht die Wüste zum Leben und verwandelt sich in ein Blumenmeer. Und das leuchtet vor allem in einer Farbe: Rot. Neben den Anemonen und sprießen dann auch Klatschmohn und rote Tulpen aus der Erde. Kein Wunder also, dass die Blüte auch als Darom Adom, "Roter Süden", bezeichnet und mit einem gleichnamigen Festival gefeiert wird. Zeitweise war die rote Pracht bedroht, weil sich die Menschen an Wildblumensträußen aus ihr erfreuten. Inzwischen stehen die Blumen unter Schutz und können in Schutzgebieten bewundert werden. 
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