Mosel-Radweg

Durch eines der schönsten Weinanbaugebiete Deutschlands führt der Mosel-Radweg. Wahlweise im französischen Metz oder im deutschen Perl können Radwanderer zu einer windungs- und abwechslungsreichen Tour starten – vorbei am römisch geprägten Trier, der Altstadt von Saarburg mit ihrem Wasserfall, den Jugendstil-Häusern von Traben-Trarbach, dem malerischen Cochem sowie zahlreichen Moselburgen. Am Deutschen Eck in Koblenz mit seinem restaurierten Kaiser-Wilhelm-Standbild vereinigen sich Mosel und Rhein – und endet die weinselige Tour.

Donau-Radweg

Unter den großen Flüssen Europas stellt die Donau eine Besonderheit dar; sie fließt nämlich völlig untypisch von West nach Ost. Rund 2850 Kilometer können Radler von der Quelle im Schwarzwald bis zur Mündung am Schwarzen Meer zurücklegen – und dabei auf dem Donau-Radweg nacheinander Deutschland, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien und Rumänien durchradeln. Kürzere Teilabschnitte lohnen sich für den Einstieg aber auch, wie beispielsweise vorbei am Kloster Weltenburg.

Nordsee-Radweg

Die Nordsee steht für grenzenlose Weite – und genau das bietet der Nordsee-Radweg, der mit seinen sagenhaften 6200 Kilometern auch als der längste Radwanderweg der Welt gilt. 900 Kilometer davon laufen entlang der deutschen Nordseeküste. Das Streckenprofil ist ausgesprochen flach. Allerdings wehen an der See oft raue Winde. Wer sich Tagestouren vornimmt, sollte also vorher den Wetterbericht studieren – und zum Beispiel bei Westwind möglichst Richtung Osten fahren.

Weser-Radweg

Der Weser-Radweg hat mit dem Elbe-Radweg eines gemeinsam: sein Ziel. Beide Touren enden, wie die Flüsse, denen sie folgen, an der Deutschen Bucht bei Cuxhaven. Und auch der Weserradweg lockt mit Burgen, Schlössern, Fachwerkstädtchen und Aussichten wie die von den Hannoverschen Klippen in Beverungen. Unterwegs liegt zudem auch eine Weltkulturerbe, nämlich das Kloster Corvey. Die 15 Etappen des Weser-Radwegs verteilen sich auf rund 500, vorwiegend flache und familienfreundliche Kilometer.

Ostesee-Radweg

Wer nur die A1 von Hamburg Richtung Norden durchbrettert, verpasst das Beste. Nämlich die Ostsee-Küste mit ihren Sand-, Stein-, und Steilküsten, allesamt geologische Relikte der letzten Eiszeit. Zwischen Rapsfeldern und Buchenwäldern kann man von der dänischen Grenze bei Flensburg die komplette Küste bis nach Travemünde radeln (hier bietet sich ein Abstecher nach Lübeck mit seiner historischen Altstadt an) – und von dort weiter nach Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern. Rund 800 Kilometer Ostseeküste kommen so zusammen. Weil es hier nur sanfte Hügel, aber keine Berge gibt, sind die Etappen gut für die ganze Familie zu bewältigen.

Main-Radweg

Rund 550 Kilometer schlängelt sich der Main-Radweg von seinen beiden Start-Möglichkeiten, der Quelle des Weißen Mains bei Bischofsgrün und der Quelle des Roten Mains in Creußen, bis zum Rhein. Obwohl der Radweg durch die Städte Bamberg, Schweinfurt, Würzburg, Aschaffenburg, Hanau, Offenbach und Frankfurt verläuft, zeichnete der ADFC ihn 2008 als ersten deutschen Radfernweg mit fünf Sternen aus – weil er laut des Fahrradverbandes zu 90 Prozent durch naturnahe und landschaftlich reizvolle Gebiete wie den Spessart führt.

Emsland-Radweg

Ein wenig beschaulicher geht es auf dem Emsland-Radweg zu. Auch für ungeübte Radler ist dieser 375 Kilometer lange Radwanderweg entlang von Deutschlands kürzestem Strom geeignet, der sich durch Wald, Heide- und Auenlandschaften sowie durch Kleinstädte wie Leer schlängelt. Bis zur Nordsee, wo sich eine letzte Station auf Borkum, einer der ostfriesischen Inseln, anbietet.

Elbe-Radweg

Von der Quelle im Riesengebirge bis zur Mündung in die Nordsee bei Cuxhaven: Der Elberadweg verläuft auf stolzen 1220 Kilometern – 840 davon durch Deutschland –, die abwechslungsreicher kaum sein könnten. Der Weg wurde 2017 zum 13. Mal von ADFC-Mitgliedern zum beliebtesten Radfernweg Deutschlands gekürt.

Ruhrtal-Radweg

Unter den vorgestellten Radfernwegen ist dieser mit seinen 230 Kilometern der kürzeste – und damit schon für ein verlängertes Wochenende geeignet. Der Streckenverlauf führt vom Sauerland bis ins Ruhrgebiet – entlang von Industriedenkmälern wie dem Muttental bei Witten oder Tiger & Turtle in Duisburg sowie mittelalterlicher Architektur wie in Arnsberg. Vor allem in Richtung Ruhrgebiet folgt der Weg kniefreundlich dem Flusslauf.

Bodensee-Radweg

Warum von A nach B fahren, wenn man auch von A nach A fahren kann? Der Bodensee-Radweg ist in unserer Auswahl die einzige Rundtour. Das hat den Vorteil, dass man An- und Abreise leichter planen und im Prinzip überall einsteigen kann. In den warmen Monaten bieten sich außerdem zahlreiche Gelegenheiten, sich zwischendurch in Deutschlands größtem See abzukühlen. Denn der Streckenverlauf durch Deutschland, Österreich und die Schweiz führt meist direkt am Ufer entlang.

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