Mammutbäume, Jedediah Smith Redwoods State Park, USA

Nur wenige Wege durchkreuzen das Geflecht der Baumriesen im Jedediah Smith Redwoods State Park. Besucher kommen sich hier schnell vor, wie in einer längst vergangen Zeit. Grund dafür sind die gewaltigen Küstenmammutbäume, die dem Menschen zeigen, welchen Platz er in der Natur wirklich einnimmt. Mit Höhen von über 90 Metern und einem Stammumfang von über 20 Metern prägen die Mammutbäume den State Park an der kalifornischen Grenze zu Oregon. Besonders beeindruckende Exemplare stehen in dem sogenannten Grove of Titans nah beieinander.

Bambuswald Sagano, Japan

Dicht an dicht stehen die Bambusse im Sagano-Wald in der japanischen Stadt Kyoto. Sie bilden ein so dichtes Blätterdach, dass nur einzelne Sonnenstrahlen einen Weg hindurchfinden. Perfektes Licht für Fotografen, die in Scharen aus aller Welt kommen. Auch in der Nacht sorgt künstliches Licht für tolle Motive. Deswegen können Besucher immer seltener die Einzigartigkeit dieses Waldes in Ruhe genießen. Dennoch lohnt sich ein Besuch, denn in keinem anderen öffentlich zugänglichen Gebiet lassen sich so viele meterhohe Bambuspflanzen auf einmal bewundern.

Hallerbos, Belgien

Der Hallerbos könnte auf den ersten Blick daherkommen wie ein ganz gewöhnlicher Mischwald. Das Gebiet ist ein Überbleibsel des Urwalds Kohlenwald, der sich noch in der Römerzeit vom Rhein bis an die Nordsee erstreckte. Doch wer in den Monaten April und Mai hierher reist, erlebt sein blaues Wunder, dann bedeckten Abertausende blaue Hasenglöckchen den Waldboden. Zwar steht der Wald unter Naturschutz, aber auf zwei Wanderwegen lässt sich die Farbenpracht dann dennoch aus nächster Nähe betrachten: der „Sequoiawandeling“ ist vier Kilometer lang und der „Reebokwandeling“ acht Kilometer.

Waipoua Forest, Neuseeland

Wer den „Herr des Waldes“ treffen möchte, der muss nach Neuseeland reisen, genauer in den Waipoua Forest bei Dargaville. Hier steht mit fast 53 Metern Höhe und einem Durchmesser von über 4 Metern der größte Kauri-Baum des Landes. Der betagte Baumriese ist 1200 Jahre alt und wächst immer noch. Nur ein paar Schritte weiter, lässt sich dann der "Vater des Waldes" bestaunen. Dieser Kauri-Baum ist über 2000 Jahre alt. Kurze Wanderwege durchziehen den Waipoua Forest, in dem sich neben geschichtsträchtigen Bäumen auch seltene Vögel beobachten lassen.

Wald der tanzenden Bäume, Russland

Um diese Bäume in Russland ranken sich viele Mythen, denn der Wald auf der Kurischen Nehrung unweit von Kaliningrad hat ein besonderes Erscheinungsbild. Die Baumstämme der Kiefern winden sich um die eigene Achse oder formen skurrile Gebilde, doch kaum einer wächst gerade dem Himmel entgegen. Der Wald entstand erst in der Nachkriegszeit. Davor hatte es an dieser Stelle nur eine kahle Sanddüne gegeben, von der ein deutscher Fliegerklub seine Segelflugzeuge startete. Warum die Kiefern sich so kunstvoll entwickelt haben, stellt Wissenschaftler bis heute vor ein Rätsel. Eine bestimmte Larve steht unter Verdacht, ebenso könnten Winde oder Grundwasserquellen der Grund dafür sein.

Hoh-Regenwald in Washington, USA

Das satte Grün der teilweise moosüberwucherten Bäume macht den Hoh-Regenwald im Olympic Nationalpark im US-Bundesstaat Washington zu einem mystisch anmutenden Ort. Das Gebiet zählt zu den wenigen gemäßigten Regenwäldern des Landes und Statistiken zufolge zu den regenreichsten Orten in Nordamerika. Die hohe Feuchtigkeit sorgt für eine nahezu einzigartige Flora und Fauna. Die vorherrschenden Baumarten sind die Sitka-Fichte und die westamerikanische Hemlocktanne. Mehrere Trails durchziehen den Hoh-Regenwald und laden zu Entdeckungstouren ein.

Mangrovenwald von Tha Pom, Thailand

Rund 34 Kilometer von der Stadt Krabi im Südwesten Thailands entfernt liegt der Kanal Khlong Song Nam. Das glasklare Wasser des Kanals und die umliegenden Mangroven machen diesen Ort besonders. In dem Kanal treffen Salz- und Süßwasser aufeinander, entlang der Ufer formen zwei Waldarten ein harmonisches Ökosystem, das so einzigartig auf der Welt ist. Neben den Mangroven durchzieht auch ein klassischer Sumpfwald das Hinterland. Wer sich diesen besonderen Wald genauer ansehen möchte, kann sich mit Booten zu einem Trail aus hölzernen Wegen und Brücken fahren lassen. Dieser kreuzt durch die Wälder von Tha Pom und bietet kleine Aussichtsplattformen sowie Rückzugsorte.

Nationalpark Kellerwald-Edersee, Deutschland

Südwestlich von Kassel erstreckt sich rund um den Edersee der Kellerwald. Er ist einer der wenigen und größten zusammenhängenden Buchenwälder Deutschlands und zählt somit auch zum UNESCO-Weltnaturerbe der alten Buchenwälder Deutschlands. Besonders die Jahreszeiten Frühling und Herbst lohnen sich für ausgedehnte Wanderungen unter dem Blätterdach, dann sorgen Lichteinfall und die Färbung der Blätter für besondere Wald-Momente.

Baobab-Allee, Madagaskar

Die markanten Baobabs durchziehen einen Großteil der afrikanischen Landschaften. Auf der sogenannten Allee der Affenbrotbäume in der Nähe von Morondava im Westen Madagaskars lassen sich besonders schön gewachsene Baobabs bestaunen. Hier stehen insgesamt bis zu 50 Affenbrotbäume mit einem Alter von 800 Jahren und einer Höhe von rund 30 Metern. Sie sind ein Überbleibsel der tropischen Regenwälder, die es einst auf Madagaskar gegeben hat. Seit 2007 stehen sie unter Naturschutz, da die madagassischen Baobabs alle vom Aussterben bedroht sind. Auf der afrikanischen Insel sind sieben der insgesamt neun Baobab-Arten endemisch.

Daintree Forest, Australien

Das Gebiet nördlich der Stadt Cairns beherbergt den weltweit ältesten tropischen Regenwald und hütet bis heute Zeugen längst vergangener Tage. 600 Millionen Jahre alte Zamia Farne zum Beispiel, die über ein unterirdisches Baumstammsystem verfügen, das sich einst zur Abwehr gegen Dinosaurier auf Nahrungssuche entwickelte. Zudem sind rund ein Drittel von Australiens Frosch-, Beuteltier- und Reptilienarten sowie fast zwei Drittel seiner Fledermaus- und Schmetterlingsarten im Daintree ansässig. Ein Baumkronenpfad, Trails und der Daintree River bieten viele Möglichkeiten, diese urzeitliche Landschaft zu entdecken.

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