Die Holdrifälle

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Die Holdrifälle

Die Holdrifälle: 4 Sterne bei 1 Bewertung

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  • Die Holdrifälle: Bewertet mit 4 Sternen
    p4t4r 28.01.10

    Glücksgefühle im hinteren Lauterbrunnental

    Die Holdrifälle sind nicht sehr bekannt. Sie stehen zumeist im Schatten des Schmadribachfalles, der nach und nach talbeherrschend weithin über dem hinteren Lauterbrunnental sichtbar wird. Doch wird ein Abstecher zu diesen mächtigen und prächtigen Wasserstürzen jedem Wanderer in Erinnerung bleiben.
    Die Charakteristika vieler Wasserfälle dieses Tales ist relativ simpel: Hoch, weithin sichtbar, zerstäubend, leise und friedlich. Die blanken Felswände der Talflanken bestimmen den senkrechten Weg nach unten und erlauben beste Einblicke schon von der Straße aus.
    Das trifft bei den Holdrifällen nicht zu. Man muss sie sich erwandern. Vom Hauptweg aus sind sie nicht zu sehen. Nur Hinweisschilder und Gischtschleier über den Bäumen lassen den neugierigen Wanderer etwas Unvermutetes erahnen.
    Nach dem Überqueren der Lütschine hört man alsbald das Tosen des unteren Falles, dessen Wassermassen etwa zwanzig Meter über eine Stufe talwärts donnern. Flankierende Bäume ergänzen dieses farbenprächtige Bild, das der Wanderer von einer Wiese aus betrachten kann. Doch nicht genug damit – längst nicht.
    Etwas hangaufwärts führt ein Weg in den Wald hinein zu einem Steg. Schon hier lässt der Blick etwas von der urwüchsigen Wildheit erahnen, mit der der Bach diese Schwelle nimmt. Gegenüber führt ein Steig auf eine Anhöhe, von der man eine grandiose Sicht auf die oberen Fälle hat. Der Bach stürzt senkrecht durch eine Felsenrinne in eine Kompression. Anschließend umfließt er zweiarmig einen mit Moosen und Bäumen bewachsenen Härtling und stürzt abermals mit Wucht über eine Stufe.
    Ein Hauch von Dschungel, von Ursprünglichkeit, liegt über der Szene. Gischtschwaden werden aus den Falltümpfen emporgetrieben, brechen das Licht, setzen sich als Myriaden kleinster Tröpfchen ab und verhelfen so der Umgebung zu üppiger Vegetation. Man ist begeistert von dieser Urgewalt. Vielleicht hat ja der erste Mensch, der je dieses Naturwunder zu Gesicht bekommen hat, bei dieser Gelegenheit das Jodeln erfunden – daher der Name: Holdrifälle!

    Bilder von p4t4r zu Die Holdrifälle

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