Kurztrip nach Nicaragua

Reisebericht

Kurztrip nach Nicaragua

Reisebericht: Kurztrip nach Nicaragua

Nicaragua - armes Land, aber reich an Natur, Granada, eine der schönsten Städte Lateinamerikas, Ometepe - Insel der 2 Vulkane

Costa Rica - Nicaragua

Im Zentrum von Granada

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Nach einem längeren Aufenthalt in Costa Rica habe ich mich spontan entschlossen, das nördliche Nachbarland zu besuchen. leider hatte ich nur 7 Tage Zeit, somit beschränkte sich mein Kurztrip auf Granada und die Insel Ometepe im Lago de Nicaragua.
Frühmorgens und noch halb verschlafen schulterte ich meinen Rucksack, suchte mir ein Taxi, welches mich zum Terminal der Ticabus-Reiseunternehmung brachte. Das Ticket hatte ich mir schon 3 Tage zum Voraus gekauft, denn schon bald wurde mir klar, warum. Der komfortable Bus war bis auf den letzten Platz ausgebucht, gespannt war ich nur noch, ob ich auch den reservierten Platz bekommen würde. Alles klappte aber wie am Schnürchen und pünktlich um halb 5 Uhr fuhr der Bus los. Nach einer angenehmen Busfahrt erreichten wir die Grenze zu Nicaragua.
Kaum draussen wurden wir regelrecht von den Geldwechslern belagert, mit dicken Geldbündel schwingend wurde auch der letzte Passagier voll gequasselt. Jeder hatte natürlich den besseren Kurs anzubieten, nach ungefähr einer Stunde des Spiessrutenlaufens hatten wir die Ausreiseprozedur geschafft.
Für den letzen Kilometer mussten wir wieder einsteigen, erst dann erreichten wir den Zoll in Nicaragua. Auch hier verbrachten wir gut eine Stunde, bis der Einreisestempel in den Pass gedrückt wurde. In der Zwischenzeit hiess es jede Sekunde aufs Gepäck aufpassen, denn hier wir geklaut, sobald man es auch nur kurz aus den Augen lässt.
Endlich, nach all dem Papierkram ging die Fahrt in Richtung Granada, vorbei an malerischen Dörfern aber auch an zahlreichen Ruinen aus der Bürgerkriegszeit.



Granada

Ein Juwel in Nicaragua - Granada

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Irgendwo auf einer vielbefahrenen Strasse hielt der Bus, von Busbahnhof war weit und breit nichts zu sehen. Somit stieg ich ein Taxi, welches mich ins Zentrum von Granada brachte. Schnell wurde mir Eines klar: Granada wird in den Reiseführern als eine der schönsten und saubersten Städte in Lateinamerika beschrieben...und das ist wirklich nicht übertrieben. Sauberkeit, wenig Autos im Zentrum, wunderschöne Gebäude aus der Kolonialzeit, liebevoll restauriert, eine wahre Erholung nach San José!
Nach kurzer Zeit habe ich ein schönes Hotel gefunden, zentral gelegen, sauber und freundliche Besitzer. Der einzige Wehmutstropfen ist, dass am späteren Nachmittag der Strom abgestellt wird und die, die es sich leisten können, beziehen den Strom fürs Nötigste aus ihrem eigenen Generator. Schade, die sind extrem lärmig und stinken ganz schön, es passt so gar nicht in diese Stadt.
Somit fiel die so lang ersehnte Dusche buchstäblich ins Trockene!
Schnell habe ich mich damit abgefunden, nach dem Geldwechseln ging's los ins Zentrum der Stadt. Von einer Parkbank aus habe eine ganze Weile dem Treiben zugeschaut, danach entschloss ich mich, mit Pferd und Kutsche die Stadt anzuschauen. Während gut einer Stunde erklärte mir der Kutscher seine Heimat aufs Ausführlichste. Unbedingt machen, es lohnt sich!
Mit einem guten Essen zusammen beendete ich den Tag, auf dem Rückweg ein kühles Bier...welche Wohltat.




Vulkan Masaya

Krater vom Vulkan Masaya

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Am nächsten Morgen mietete ich mir ein Taxi, die Fahrt führte mich zum aktiven und leicht begehbaren Vulkan Masaya. Zu Fuss oder mit dem Auto kannst du den Krater des rauchenden Vulkans besuchen. Um den ersten, aber erloschenen Krater führt ein schön angelegter Pfad, welcher einen guten Blick in den überwachsenen Krater erlaubt. Immer wieder, so wurde mir mitgeteilt, bricht der Vulkan aus, die erkalteten aber noch kahlen Lavaströme zeugen davon. Aus Beton gebaute Unterstände dienen als Zufluchtsorte, wenn er aus dem Dämmerschlaf erwacht......und das tut er immer wieder mal....



Lagune von Apoyo

Tiefblaue Lagune von Apoyo

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Meine Taxirundreise führte mich zu einem weiteren wunderschönen Ort an der Lagune von Apoyo. Ein wirklich sehenswerter Ort mit dieser tiefblauen Lagune eines erloschenen Vulkans. In der Ferne erhebt sich majestätisch der Vulkan Mombacho, der ebenfalls bestiegen werden kann. Mit dem Besuch eines bekannten Indianermarktes beendete ich diesen erlebnisreichen Tag in Granada.



Ometepe - Insel der 2 Vulkane

Vulkan Concepcion auf Ometepe

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Am nächsten Tag bestieg ich die Fähre im Hafen von Granada. Ein weiterer Höhepunkt erwartete mich: die Insel Ometepe im Lago de Nicaragua mit seinen beiden Vulkane, dem aktiven Concepcion und dem erloschenen Maderas.
Nach einer wirklich traumhaften Reise über den See erreichten wir nachts das kleine Dorf Altagracia. Bereits auf dem Schiff wurden wir von Einheimischen auf Privatunterkünfte angesprochen. Am Hafen wartete denn auch schon ein Minibus.
Eingepfercht zwischen Kisten, Hühnern und den Begleitern erreichten wir auf holprigen Pisten die Unterkunft. Einfache Zimmer und kleine Hütten erwarteten uns. Der Besitzer erklärte uns dann, was so alles unternommen werden kann.
Besteigen der beiden Vulkane, eine Biketour zu herrlich klaren Quellen, zum Fischen ans Meer, Affen schauen und noch so Vieles mehr.
Am nächsten Morgen mietete ich mir ein Bike, um die klaren und kühlen Quellen zu besuchen.
Am Abend stellte ich mir dann die Frage, welchen Vulkan ich wohl besteigen möchte.
Der Maderas ist erloschen, weit weniger hoch und dicht bewaldet, praktisch alle Touri's wählen diesen Berg. Mir war klar, dass ich nicht mit vielen anderen Besucher
diesen Berg besteigen wollte. Noch am Abend lernte ich meinen Führer für den Trip auf den Concepcion kennen. Nach einer kurzen Besprechung über das Wie und Wann war mir klar: diese Herausforderung wollte ich annehmen....und es wurde dann tatsächlich eine Herausforderung der besonderen Art...

Früh um 4 Uhr am nächsten Tag machten wir uns beide bewaffnet mit viel Flüssigkeit auf den Weg. Zuerst ging's gemächlich durch Wald, Felder und Wiesen...aber dann wurde es richtig steil. Fast senkrecht, nicht so wie bei uns in den Alpen, führte ein kaum sichtbarer Pfad hinauf...auf lockerem Lavagestein, durch enge und steile Rinnen, 2 Schritte vor, einer zurück....über Stock und Stein, alles glitschig und nass...Fallen in Form von Wurzeln....schwitzend...bachnass...und auch mal still fluchend...was hatte ich mir da nur eingebrockt...und das erst noch freiwillig. Zu allem Überfluss wurde es immer kälter, Nebel kroch heran, es war zeitweise kaum was zu sehen. Nach rund 2 Stunden Aufstieg war ich mir sicher, dass die Hälfte schon geschafft war....aber sein Grinsen auf seinem Gesicht verriet mir, dass ich mir dies nur eingeredet habe....
Nach guten 5 Stunde schweisstreibender Rackerei haben wir doch noch den Kraterrand erreicht...dichter Nebel, kaum 10 Grad und heftiger Wind zwangen uns dann bald wieder zum Abstieg, ohne auch nur einen Augenblick den Kraterboden gesehen zu haben.
Trotzdem war es ein unvergesslicher Moment auf dem Gipfel zu stehen. Müde, nach 9 Stunden Marsch erreichten wir wieder das Dorf.
Leider muste ich am nächsten Tag die Insel wieder verlassen. Mit dem Bus nach Moyogalpa, dann mit der Fähre weiter nach Rivas auf dem Festland, so endete schliesslich meine Rundreise. Am nächsten Morgen bestieg ich den Tica-Bus in Rivas Richtung San José. Müde, mit viel Muskelkater aber zufrieden erreichte ich wieder San José.
Eine kurze aber lohnenswerte Reise bleibt mir in bester Erinnerung. Ganz sicher werde ich auch eine ausgedehnte Reise machen, die schöne Natur und wirklich viele liebenswerte Menschen sind der Grund dafür.

....es gibt sie....noch.....Ometepe und Granada sind wahre Perlen....

Abschliessend noch ein paar Impressionen von Nicaragua..



Abendstimmung auf dem Lago de Nicaragua

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Kommentare

  • hans_h

    Ein toller Bericht!

  • tigre

    ....hola mamatembo
    ich war ja auch schon 50 und hab's geschaft....es braucht Kondition und Durchhalte- wille....nimm Dir Zeit und dann wirst Du es packen...die Mühe lohnt sich.....

    ...jedenfalls eine schöne Reise nach Costa Rica & Nicaragua wünsche ich Dir....

    tigre

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