Myanmar - Goldenes Land der Pagoden

Reisebericht

Myanmar - Goldenes Land der Pagoden

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30.11.2010

Durch den Shan-Staat

Shan-Staat, Myanmar

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Frühmorgens wurden wir abgeholt und zum Flughafen gebracht. In Rekord-geschwindigkeit ging es durch alle Kontrollen. Und dann die positivste Überraschung: hier funktioniert auch endlich das Internet, also endlich eine Möglichkeit ein Lebenszeichen an die Lieben zu Hause abzusetzen. Pünktlich landeten wir in Heho, wo schon der nächste Privatfahrer auf uns wartete. Flugs ins Auto und ab nach Pindaya. Wobei man das mit dem flugs nicht allzu wörtlich nehmen sollte, denn der 'Highway' ist eher eine Ansammlung von Schlaglöchern unterschiedlicher Größe über den sich LKW's, über und über mit Kohl beladene Pferde- und Ochsenkarren, Mopeds und Radfahrer quälen. Dafür ist die Landschaft des Shan-Berglandes traumhaft schön!



Pindaya

In der Schirmwerkstatt

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In Pindaya empfing uns eine überlebensgroße Spinne - igitt! - und der Prinz, der der Legende nach selbige erledigte. Mit Pfeil und Bogen wies er uns den Weg in die Tropfsteinhöhle mit Tausenden von Buddhas, frei nach dem Motto: Viel hilft viel...
In der Werkstatt einer Papiermacherin erhielten wir einen Crashkurs in Schirmherstellung. Auch die ersten Mitbringsel waren hier schnell gefunden.

Am Nachmittag holperten wir die gesamte Strecke wieder zurück und fuhren weiter zum Inle See. Am Anleger wurden wir nebst Gepäck auf unser Boot verladen und düsten rasant dem Sonnenuntergang entgegen - und zu einem romantischen Stelzenhotel, dem "Treasure Resort Inle". Ein sehr empfehlenswertes Haus...!!!



Sonnenuntergang auf dem Inle-See II



01.12.2010

Bunte Impressionen auf dem Markt

Markt in Indein

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Eine Bootsfahrt brachte uns in frühmorgendlichem Dunst zunächst nach Indein. Markttag! Frauen mit leuchtend bunten Tüchern kauften und verkauften alles... und das zum Teil in fast fließendem Deutsch: "Gar nicht teuer!" Stramm marschierend entkamen wir den forschen Verkäuferinnen und erklommen die Hügel des Pagodenwaldes, bevor es weiter ging - per Boot - zu den diversen Handwerkern der Intha-Dörfer: Silberschmiede, Papiermacher, Seiden- und Lotusweberinnen, Zigarrendreherinnen...



Auf dem Inle See

Einbeinruderer am Inle-See

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Das Wasser des Sees dient wirklich zu allem. Man wäscht sich und seinen ganzen Hausstand, holt Trinkwasser heraus, putzt das Moped auf Hochglanz, läßt die Ochsen saufen, wäscht den Reis, und, und, und...
In schwimmenden Gärten kultiviert man Tomaten, Auberginen, Bohnen, angeblich sogar Erdbeeren. Auch viele der Stelzenhäuser haben einen eigenen Vorgarten mit Zierblumen. Vielleicht gibt's ja auch hier einen Wettbewerb 'Unser Dorf soll schöner werden'.
Berühmt sind am Inle-See die sogenannten Einbein-Ruderer. Akrobatisch balancieren sie auf der niedrigen Reling und schlagen das Ruder mit eben nur einem Bein, um die Hände für den Fischfang frei zu haben. Auch wir wurden immer von einem Einbein-Ruderer zu unserem Hotel gebracht. Sehr angenehm, denn dadurch blieb der Lärm der tuckernden Motorboote außen vor.



Schön gestelzt



Menschen und Gesichter

Giraffenhalsmädchen

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In den sieben Teilstaaten und den sieben Provinzen Myanmars leben 135 anerkannte verschiedene Ethnien. Allein im Shan-Staat sind es 34 Volksgruppen. Am Inle-See leben hauptsächlich die Intha, aber auch Rote Karen, Bamar und Pa-O. Der auffälligste Stamm ist aber der der Padaung. Frauen dieser Volksgruppe tragen schwere Messingringe um den Hals, um ihn optisch zu verlängern, sie werden deshalb auch Giraffenhalsfrauen genannt. Die größte Bevölkerungsgruppe ganz Myanmars sind übrigens die 35 Mio Bamar, die damit 2/3 der Gesamteinwohnerzahl stellen.
Verglichen mit den Nachbarstaaten wie Laos oder Bangladesch ist die Alphabetisierungsrate in Birma recht hoch. Immerhin 90 % können lesen und schreiben. Die Schule fängt aber erst am späten Vormittag an, da die Kinder vorher kräftig im Haushalt und auf dem Feld mithelfen müssen.


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Kommentare

  • ursi67

    Super Reisebericht mit eindrücklichen Foto's. Wir waren im letzten Februar in Myanmar und es ist ein wunderbares Land, welches ich sicher wieder besuchen werde. War Kuala Lumpur nicht ein bisschen Kulturschock? Wir machten einen Stoppover in Singapur und es war exrem.
    Liebe Grüsse, Ursi

  • Blula

    Ja, der Bericht ist wirklich riesig. Ich, die ich schon lange auch Mynamar auf meiner Wunschliste stehen habe, war natürlich besonders interessiert daran. Nach Indonesien, Sri Lanka, Thailand und Malaysia befasse ich mich, zumindest schon mal gedanklich, mit einer Reise in das goldenes Land der Pagoden. Ich danke Dir für diesen lebendigen und äußerst lesenswerten Bericht von Dir und auch für die schönen Fotografien, die Du ihm beigefügt hast.
    LG Ursula

  • claudili (RP)

    Ein wunderbarer Bericht, sehr schön und interessant geschrieben. Ich war erst vor ein paar Tagen auf einem Myanmar-Abend eines Studienveranstalters und total begeistert von dem, was ich gesehen und gehört habe.
    Ich bin der Meinung, dass man dieses Land auf jeden Fall bereisen und darüber erzählen sollte, egal welche politische Situation dort herrscht. Freu mich schon auf weitere Berichte. Schöne Grüße Claudia

  • toronto

    sehr schöner Bericht, der mich schon voller Ungeduld auf meine Burma-Reise im Nov. 2012 warten lässt. Dein Schreibstil und deine oft zynischen Bermerkungen werten die schönen Bilder noch treffend auf. Super! lg Gerhard

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