2010.03 Osterinsel, Rapa Nui, Paasch-Eiland

Reisebericht

2010.03 Osterinsel, Rapa Nui, Paasch-Eiland

Reisebericht: 2010.03 Osterinsel, Rapa Nui, Paasch-Eiland

Rundreise auf der Osterinsel

Cabana Christophe

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Noch mit den Eindrücken des verheerenden Erdbebens Anfang März 2010 sind wir die ca. 3.500 Km von Santiago de Chile nach Rapa Nui geflogen.
Der Flughafen in Santiago war nach dem Erdbeben und nachdem es einige Tote dort gegeben hat, zunächst geschlossen.
In dem LAN-Flugbüro konnte man tagelang keine Auskunft geben, wann der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden sollte.
Es hatten sich eine 2 Km lange Schlange gebildet und nach 4 Stunden anstehen, sagte uns die nette Dame, dass keine Netzverbindung geht und man keine Auskunft geben kann.
Nach mehreren Tagen der gleichen Prozedur sind wir einfach über die inzwischen wieder etwas reparierte Autobahn zum Flughafen gefahren und tatsächlich abgeflogen.



Christophe hat uns vom Flughafen in Hanga Roa abgeholt. Da er mit einer Einheimischen verheiratat ist, darf er als Franzose auf Rapa Nui wohnen und eine Pension bertreiben.
Für Nichtinsulaner ist das (Gott sei Dank) verboten.
Er hat uns erzählt, dass er seine Gäste nach der Tsunamiwarnung ins Auto geladen hat und das sie alle auf den Berg zum Rano Kau Krater gefahren sind, vielleicht war er auch besonders nervös, da seine Frau Hochschwanger war und in der nächsten Woche ihr Kind bekommen hat



Tongariki

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Ahu

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Bilder gibt es im Net bestimmt viele und auch bessere, da unsere Kamera defekt war und wir nur noch mit dem Handy fotografieren konnten.

Was uns, wahrscheinlich auch noch unter dem Eindruck des Erdbebens mit über 8,5 auf der Richterscala beschäftigt hat, war die eigentliche Katastrophe der Osterinseln.

Verschiedene Besiedlungswellen hatten ab ca. 500 n .Ch dazu geführt, dass in der Blütezeit bis zu 10.000 Menschen auf der Insel ihr Auskommen hatten. Die Insel war mit mehreren 10 td. Kokosnusspalmen bewachsen. Es gab wohl zwei Stämme, die Langohren (hatten die Ohrläppchen mit einem Holzpflock so erweitert, dass sie auf Schulterhöhe waren) und die Kurzohren. In einer großen Schlacht um 1680 endete die Kulturblütezeit. Die Lebensgrundlage, die Kokospalmen verschwanden.



Ahu

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Ob das Verschwinden an den eingeschleppten Ratten, die die Nüsse gefressen haben, gelegen hat, konnte nicht belegt werden. Alte gefundene Kokosnüsse hatten keine Bissspuren von Ratten. Man hat aber eine Ascheschicht gefunden, die mit dem großen Krieg in Zusammenhang gebracht wurde und die Palmen sind vielleicht dadurch verschwunden.
Der Raubbau an der Natur ist aber unbestritten
Der Kapitän Jacob Roggeveen gilt als Entdecker der am 06.04.1722 betretenen Insel Rapa Nui .
Er fand nur noch 2000 mehr recht als schlecht lebende Insulaner vor.

Im 17. Jahrhundert gab es kein Holz mehr, um Boote zu bauen und um Fische zu fangen.
Es soll zu Kannibalismus gekommen sein.



Hanga Roa Port

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In dem Reiseführer steht dazu:

Übernutzung der Natur - Untergang einer Zivilisation.

Wenn wir uns heute so umschauen, wo überall die tropischen Wälder für Monokulturen platz machen müssen, kann man am Beispiel von Rapa Nui ablesen, wie es endet.

Aber etwas kann man auch daraus lernen - restlos verloren ist es nie!

Die verbliebenen wenigen hundert Insulaner kratzten den noch nicht erodierten Mutterboden zusammen und bedeckten ihn mit Steinen, derren Zwischenräume sie zum Pflanzen nutzten.

So haben sie sich die nächsten Jahre gerettet. Die Franzosen, Russen, die peruanischen Sklavenhändler, Spanier und Chilenen haben wenig zum Auskommen beigetragen.
Die Wende kam meiner Einschätzung nach durch Thor Heyerdahl und den erstarkenden Tourismus.



Fazit:

Für uns ein mystischer Ort. Hier spürt man den Geist der alten Zeiten.

Beim Blick in den Geldbeutel, kommt man schnell wieder zu den Tatsachen zurück


Die sieben Moai (Kundschafter) vom Ahu Akivi sind die Einzigen, die auf das Meer hinaus schauen, vielleicht um zu sehen ob Schiffe kommen.
Die Anderen stehen alle mit dem Rücken zum Wasser.



Ahu Akivi

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Kommentare

  • mustangconny

    Da möchte ich auch noch hin :)
    Liebe Grüsse
    Conny

  • Janzour

    Ich schwanke ständig zwischen meinen Reisezielen für das nächste Jahr. Momentan liegt die Osterinsel wieder ganz vorn.
    Tolles Fernweh wünscht Claudia

  • globetrotter

    Schöner Bericht, hat mich wieder an unseren Aufenthalt dort erinnert, der allerdings schon einige Jahre zurückliegt. Wir hatten damals eine Ferienwohnung von einem Schweizer gemietet, der mit einer Insulanerin verheiratet war.
    Viele Grüße
    Ute

  • biggipomm

    Hallo Ute,
    danke fuer Deine Bewertung. Das ist schon ein mystischer Platz auf dieser Erde und eine andere gibt es ja wohl nicht.
    Wir haben schon oft in Deinen Reiseberichten gestoebert. Scheint als haetten wir die gleichen Ziele.
    Im Moment sind wir gerade in Mancora/Peru aber Uebermorgen geht es weiter nach Equador. Gallapagos werden wir allerdings auf Spaeter verschieben und dafuer versuchen etwas tieger in das Amazonasbecken zu kommen..
    Den Iran haben wir in 2 grosseen Reisen besucht. Einmal mit 2Motorraedern, einmal mit lokal Bus, das war auch riesig.
    LG Birgit und Manfred

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