Reisebericht

Reisebericht: Landschaftsschutzgebiet Schwalm-Nette

 
 
 
 
 
Reisebericht: Landschaftsschutzgebiet Schwalm-Nette

Ein Traum für jeden Vogelfotografen ist das Landschaftsschutzgebiet Schwalm-Nette.

Eigentlich fotografieren wir Menschen.

Eigentlich fotografieren wir Menschen …,
aber ein Bericht des bekannten Tierfotografen Thomas Block und eine daraus resultierende Floridareise entfachten unser Interesse an der Vogelfotografie. Über das Ergebnis dieser Reise kann man in unserem Reisebericht über den Anhinga-Trail hier in der Geo-Reisecommunity lesen.
Doch Florida ist weit und unsere Zeitressourcen wegen unserer Berufstätigkeit beschränkt. Was tun bis zum nächsten größeren Urlaub? Da kam uns das verlängerte Karnevals-Wochenende gerade recht.



 
 
 
 
 

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Das Landschaftschutzgebiet Schwalm-Nette

Aus der Diskussion um die Errichtung des Braunkohlentagebaus in Garzweiler waren mir die Begriffe „Schwalm-Nette“ geläufig. Ein Blick ins Internet zeigt mir, dass wir recht einfach dorthin gelangen konnten.
Eine Stunde Fahrtzeit von uns im Ruhrgebiet aus liegt das Naturschutzgebiet Schwalm-Nette.
Wir finden den Naturpark in der Nähe der Städte Viersen und Mönchengladbach entlang der deutsch-niederländischen Grenze.
Es ist eine abwechselungsreiche Landschaft mit Wald- und Heidegebieten, aber vor allem Sümpfen, Mooren, Seen und Flussniederungen. Wiesen und Weiden bestimmen das Landschaftsgebiet, auf denen unzählige Gänse als Überwinterungsgäste, aber auch als Brutvögel eine Heimat finden.



 
 
 
 
 

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Die Krickenberger Seen

Hier im Naturpark liegen auch die Krickenberger Seen, vier durch den Torfabstich entstandene Seen. Dort finden wir auch die biologische Station, die eines der Zentren des Naturschutzgebiets bildet.
Die Station ist auch der Ausgangspunkt für unsere Wanderung am ersten Nachmittag. Wunderschönes, klares Wetter. Sonnenschein. Es sind viele Spaziergänger unterwegs. Das muss nicht schlecht für Tierfotografie sein, es kann bedeuten, dass die Vögel an die Menschen gewöhnt sind.
Unterwegs kommen wir an mehreren Landgasthäusern vorbei, in einem von ihnen bekommen wir ein preiswertes und gutes Mittagessen.



 
 
 
 
 

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An der Nette

Unterwegs kommen wir an mehreren Landgasthäusern vorbei, in einem von ihnen bekommen wir ein preiswertes und gutes Mittagessen. Je später es wird, um so besser wird das Licht. Am Spätnachmittag gehen wir entlang der Nette. Wir treffen mehrere Vogelfotografen, bekommen Tipps von den Einheimischen. Die Vögel sind wirklich an den Menschen gewöhnt, fehlende Fluchtdistanz ermöglicht Format füllende Aufnahmen. Haubentaucher und Reiherenten überreden uns, am nächsten Morgen früh zurückzukommen. Wir finden auch ein ansprechendes Hotel direkt in der Nähe.



 
 
 
 
 

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Das Renaturierungsprojekt

Am nächsten Morgen, klares Wetter, schönstes Licht. Zuerst hinaus zum Fotografieren oder erst frühstücken?
Ich setze mich durch und es wird zuerst gefrühstückt. Dann aber sofort los, die Haubentaucher sind immer noch da.
Höhepunkt ist ein Aussichtsturm, von dem man eine renaturierte Teichlandschaft überblicken kann. Zwei Fotografen sind hier schon länger da.
Das Projekt dient der Wiederansiedlung der Rohrdommel. Das Röhrichtsterben hat viele der hier ehemals heimischen Vögel verschwinden lassen: Rohrdommel, Blaukehlchen, Braunkehlchen. Eine Spaziergängerin erzählt mir, dass hier vor einigen Jahren noch ein kleiner Wald war. Als der abgeholzt wurde, dachte sie: “Jetzt hacken sie das letzte Grün auch noch weg.“ Jetzt sind hier traumhafte Tümpel, das Röhricht kommt langsam wieder. Zwergtaucher sind schon wieder da, jede Menge Gänse, ein Silberreiher. Hoffentlich bald auch wieder die Rohrdommel.



 
 
 
 
 

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Schloss Krickenberg

Die leicht zugefrorenen Wasserflächen schaffen eine fantastische Kulisse. Nur schwer können wir uns von diesem Platz trennen. Wir wollen aber noch zum Ufer der Krickenberger Seen. Dort wartet unser Auto. Auch die Wassergräben um Schloss Krickenberg bieten uns gute Motive. Der jagende Graureiher lässt sich fotografieren, der Eisvogel ist zu schnell für uns.
Es muss ja auch noch einiges für unseren nächsten Besuch übrig bleiben: Vielleicht haben dann die Haubentaucher Junge, die sie auf ihrem Rücken durch die feindliche Welt tragen.



 
 
 
 
 

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Kommentare
  • Raudi 13.03.2011 | 10:16 Uhr

    Klasse Bericht über einen Teil Deutschlands den ich aus meiner Jugend kenne.
    Ich war zwar schon seit fast 30. Jahren nicht mehr dort ! Aber deine Fotos zeigen sehr
    schön das sich die Landschaft nicht verändert hat. Früher war ich dort sehr oft zum Angeln. LG Hans

  • Zeitreisende 14.03.2011 | 12:01 Uhr

    Ein schönes Ziel habt Ihr Euch da ausgesucth. Glaube, da muß ich auch nochmal vorbeischauen...schon allein wegen Deiner tollen Bilder ! LG Dani

  • mhsch 10.06.2012 | 17:28 Uhr

    Wieder ein Beweis, dass man interessante Naturdokumentationen auch in Deutschland machen kann. Der Reisebericht gefällt mir gut und regt meine Gedanken zur nächsten Reiseplanung an. Gruß von mhsch

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