4 Wochen gemütlich durch das Traumland Burma

Reisebericht

4 Wochen gemütlich durch das Traumland Burma

Reisebericht: 4 Wochen gemütlich durch das Traumland Burma

Meine Reise durch Burma (Birma/Myanmar), über die ich im Folgenden berichten werde, fand im Januar 2010 statt. Volle 28 Tage lang, solange das Visum Gültigkeit hatte, habe ich – überwiegend zusammen mit Otto aus Bremen, den ich in Bangkok kennengelernt hatte – dieses wunderschöne Land bereist. Meine Filme von dieser Reise sind übrigens auf meiner Homepage www.asiatrips.wordpress.com zu finden.

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Hpa-an und seine Höhlen

Empfangskomitee

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Meine nächste Station war Hpa-an, die Hauptstadt des Kayin-Staates, ein nettes und gemütliches Städtchen und Ausgangspunkt für Trips zu den Felsen der Umgebung, in denen sich sehr viele Höhlen mit Buddha-Darstellungen befinden.
 Mit einem Motorrad-Taxis habe ich einige dieser Höhlen besucht, und ich muss sagen, dass ich verstehen kann, wenn die Reiseführer schreiben, dass es sich um die weltweit schönsten Höhlen handelt.
Unmengen von Buddhas, stehend, sitzend, liegend, dazu Tausende von Mini-Buddhas als Relief-Figuren an dem Wänden, alles sehr beeindruckend. Und die einheimische Bevölkerung nutzt diese Höhlen auch, um für einige Zeit der drückenden Hitze zu entfliehen, die Leute sitzen entspannt inmitten der goldenen Buddha-Pracht und pflegen eine rege Unterhaltung, aber auch mal ein Schläfchen.



Buddha-Höhle



Flussfahrt nach Mawlamyaing (Moulmein)

Auf dem Boot nach Moulmein

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Einen sehr schönen Tages-Ausflug hatte ich von Hpa-an nach Mawlamyaing gemacht. Noch vor Sonnenaufgang saß ich auf der Fähre dorthin (Fahrtdauer 4,5 Stunden) und konnte einen wunderschönen Sonnenaufgang auf dem Fluss erleben. Mawlamyaing selbst ist zwischen zwei Wasserstraßen gelegen, insgesamt recht gemütlich und überschaubar mit einem Tempelberg im Zentrum. Kaum Tourismus. Wunderbar!
Die Rückfahrt nach Hpa-an (2 Stunden) in einem öffentlichen Nahverkehrsbus war zwar nicht ganz so bequem wie die Hinfahrt per Boot, aber der Bus fuhr immerhin paralell zum Fluss durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft mit Reisfeldern und Bergen im Hintergrund. Zudem kam ich in ein nettes Gespräch mit einer Hochschullehrerin aus Yangon, die in Hpa-an unterrichtete. Hpa-an ist nicht groß, hat aber als Hauptstadt des Kayin-Staates „natürlich“ eine Universität.



Morgenstimmung am Fluss



Buserlebnisse

Gebucht war der Morgenbus von Hpa-an nach Yangon, von wo ich am nächsten Tag nach Thailand weiter fliegen musste. Ich hatte mir das Bus-Ticket rechtzeitig besorgt und auch einen vernünftige Sitzplatz in vorderen Bereich erhalten. Um 6.30 h sollte ich mich mit meinem Gepäck vor dem Ticketbüro einfinden. Als ich bereis am Vorabend in meinem Guesthouse auscheckte, sagte mir der Besitzer jedoch, dass mit der Abfahrt frühstens um 7.30 h zu rechnen sei.
Natürlich hörte ich nicht auf ihn, ich konnte es schließlich nicht riskieren, den Bus zu verpassen. Am nächsten Morgen stand ich also überpünktlich auf der Matte und wartete. Natürlich kam der Bus nicht pünktlich, und so frühstückte ich erst einmal in einem nahe gelegenen Cafe, den Busstopp immer fest im Auge. Endlich war es soweit, der Bus kam mit etwa 45 Minuten Verspätung – und war schon voll mit Burmesen besetzt. Nachdem ich vergebens versucht hatte, mir mit meinem Gepäck Zugang zum Inneren des Busses zu verschaffen – weitere Mitreisende scheiterten ebenfalls – griff die resolute Leiterin des Ticketbüros ein. Nahezu alle Personen mussten aussteigen und warten, bis die reservierten Plätze eingenommen waren. Dann wurde das Gepäck verstaut. Da die Gepäckklappen offenbar bereits voll waren (vielleicht gab es auch keine?), musste im Bus jeder freie Winkel unter den Sitzen für das Gepäck genutzt werden. Das führte in der Folge natürlich zu sehr beengten Platzverhältnissen.
Dann durften die draußen Wartenden wieder einsteigen, und auch deren Habe wurde untergebracht. Nachdem alle Reisenden wieder im Bus waren, wurden Mini-Plastkhocker im Mittelgang aufgestellt, so dass jetzt jede Reihe aus 6 Sitzen bestand. Wer hier keinen Platz fand, das waren so zwischen 10 und 12 Personen, drängte sich hockend und stehend zwischen Fahrer und Ausgang und auch halb im Freien auf den Trittbrettern. Unterwegs hielten weitere Laute den Bus an und wurden auch mitgenommen nach dem Motto: “Einer geht immer noch.”



Schlusswort

Zum Schluss noch ein Wort zu den politischen Verhältnissen in Burma:
Die Militärjunta beutet das Land aus, rauschende Feste der Herrschenden stehen in krassem Gegensatz zur Armut der Bevölkerung. Die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi sprach sich für einen touristischen Boykott des Landes aus, um die Junta nicht zu unterstützen. Lange habe ich selbst gezögert, dieses wunderschöne Land zu besuchen, aber ich denke, mit meiner Art zu reisen – private Guesthouses, einheimische Restaurants, keine direkten staatlichen Dienstleistungen – habe ich das Meiste meines mitgebrachten Geldes direkt an die Bevölkerung weiter geben können.



Vollmondfest



Zusätzliche Burma-Informationen

In den folgenden Texten stelle ich noch einiges besondere Aspekte vor, die für jeden Burma-Reisenden
• essentiell sind, wie z.B. die weltweit einmaligen Gepflogenheiten des Geldtauschs, oder auch nur einfach
• wissenswert, wie Essen und Trinken, Internet & Co, sowie Reisen generell.

Stand aller Informationen: Januar 2010


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Kommentare

  • Blula

    Ein Riesenbericht, den ich als Asienfan natürlich mit ganz großem Interesse gelesen habe. In Burma bin ich leider noch nicht gewesen, habe es aber schon lange auf "meinem Zettel", nachdem mir auch Bekannte davon vorgeschwärmt haben. Und jetzt Du... Dieser Bericht ist großartig, wunderbar geschrieben und er enthält viel Wissens- und Sehenswertes. Außerdem sind Deine Fotografien sehr, sehr gut. Ich sage DANKE!!!
    Viele Grüße Ursula

  • kawasakipower

    Toller Bericht zu Burma,auch ich war leider noch nicht dort.Aber deine Story mit den faszinierenden Bilder macht sehr neugierig.
    Lg Melanie

  • MaoMao

    Sehr informativer Reisebericht. Myanmar steht auch bei uns auf der Liste. Lg Thomas

  • Barb

    ein ganz spannender Reisebericht, vielen Dank dafür, nun kann ich den Abflug nach Rangun kaum noch erwarten, ich freue so auf diese Reise. LG Barb

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