Reisebericht

Reisebericht: Honeymoon - Hong Kong, Macao, Sanya (Teil 2)

 
 
 
 
 
Reisebericht: Honeymoon - Hong Kong, Macao, Sanya (Teil 2)

Mit etwas Verspätung standen nun im Oktober unsere Flitterwochen an. Im Mai nach der Hochzeit war keine Zeit. Die Familie war noch hier gewesen und unendlich lange Urlaub konnten wir „damals“ ja auch nicht nehmen. Nun bot es sich an, die Ferien zum „Chinese Nationalday“ entsprechend zu verlängern. Für unseren Urlaub haben wir uns geeinigt, von allem etwas zu machen – Strand für meine Frau, Stadt für mich. Und das ganze sollte endlich mal im Süden des Landes sein. Somit standen Hong Kong, Macao und Sanya auf dem Programm.

 
 
 
 
 

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Tag 7 - Macao

 
 
 
 
 

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Frühstück würde der Reisende heute bei „Kentucky Fried Chicken“ einnehmen. Zu seinem Erstaunen gab es hier eine große Auswahl an Frühstücksgerichten, die auch weit über das übliche Fast Food Frühstücksangebot hinaus ging.
Vom „China Ferry Terminal“, nahe Tsim Sha Tsui und somit auch Nahe seines Hotels, erreichte der Reisende Macao mit dem Katamaran. Die Fahrt kostet 138 RMB und dauert 45 Minuten. Hatte der Reisende Pech und es regnet, so ist die Überfahrt ein wenig rau. Hatte er noch mehr Pech, würde seine Begleitung dies nicht vertragen. Bei sehr viel Pech, würde sie gar speien!
Gerädert erreichte man dann Macao. Am hiesigen Fährterminal wurde das Gepäck gegen eine Gebührt von 30 RMB für sechs Stunden verwahrt. Vorsicht! Kam man eine halbe Stunde zu spät, würde sofort weitere sechs Stunden berechnet.
Etwa 15 Minuten dauert eine Fahrt mit dem Bus in die Innenstadt. Der Reisende steigt am Besten an der Avenue Ribeiro Almeida aus. Von hier sind es nur wenige Schritte bis zum Largo de Senado und Macao´s Innenstadt, die inzwischen sogar Weltkulturerbe ist. Reisende, die vor acht oder neun Jahren schon einmal hier waren, würden mit der damals eher langweiligen Stadt versöhnt werden. Fast sämtliche angrenzenden Häuser waren renoviert und leuchteten bunt in verschiedenen Farben. Ein aufblasbares chinesisches Tor in Rot konnte den Gesamteindruck zwar sehr betrüben, sollte vom Reisenden aber möglichst ignoriert werden. Ein geradezu mediterranes Flair genoss der Reisende hier.
Zu Fuß sollte er durch die kleinen Gassen laufen, um zur Ruine der St. Paul´s Kirche zu gelangen. Nur die vordere Giebelwand stand noch. Von ihrer Aussichtsplattform hatte der Reisende einen wunderbare Ausblick über die Stadt.
In den Straßen wurden Macao´s Spezialitäten und Leckereien verkauft. Unter anderem in Honig geröstetes Rindfleisch. Vor den Läden waren nun Verkäuferinnen zu beobachten, die in der einen Hand eine Zange hatten, mit der sie einen enorm großen Fleischlappen hielte. In der anderen Hand hatten sie eine riesige Schere, mit der sie Probestückchen abschnitten und so versuchten, Kunden zum Kauf zu überzeugen.
Reisenden würden feststellen müssen, dass das „The Venetaian“ derzeit größtes Casino der Welt, nicht in der Innenstadt lag. Abseits, vom Fährterminal noch immer eine 45 Minuten entfernt gelegen, war es von hier nicht auf die Schnelle zu erreichen. Ein Besuch im ebenfalls gerade fertig gestellten „Grand Lisboa“ war daher vorzuziehen. Ebenfalls beeindruckend, aber nicht schön.
Anschließend hatte der Reisende auch hier Gelegenheit, sie mit Freunden auf einen Drink zu treffen, bevor seine Fähre ablegte. Ein Besuch im „The Sense“ war hier zu empfehlen, da dies nahe am Fährterminal lag.
Die Überfahrt nach Shenzhen dauert etwa eine Stunde, Kosten betragen etwa 175 HK Dollar pro Person.



 
 
 
 
 

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Tag 8 - Shenzhen

Ein lediglich lauwarmes Mittagessen ließ man in Shenzhen – eigentlich in ganz China – ganz schnell wieder in die Küche zurückgehen mit der Bitte, dies schnell warm zu machen. War die Schüssel mit Reis, Fleisch und Gemüse auch nach einer Viertelstunde noch nicht aus der Mikrowelle – denn woanders ging sie ja nicht hin – noch immer nicht wieder da, so war dies durchaus ein Grund, die bisherige Höflichkeit der Bedienung gegenüber aufzugeben.
Dass er wieder in China war, erkannte der Reisende am mangelhafte Gehweg-Belag oder den schiefen, krummen, fehlenden Beschilderungen von Straßen und Metro-Stationen. Auf Nachfragen, wo die Innenstadt Shenzhen´s und seine Einkaufsstraße zu finden sein, wurde der Reisende von den Einheimischen zur „Lao Jie“ geschickt. Das Viertel war jedoch enttäuschend und sollte bei weiteren Besuchen gemieden werden. Man stelle sich vor, ein Reisender erkundigt sich in Hamburg nach dem Zentrum und wird zum Bummeln in die Umgebung des Marktkauf an der S-Bahnstation in Wilhelmsburg geschickt.
Im Verlaufe des Tages musste der Reisende feststellen, dass ganz Shenzhen dem Schick von Wilhemlsburg und der Veddel ähnelte.
Da gab es doch tatsächlich Leute, die schrieben ernsthaft „Shenzen ist aufgestiegen und als „gigantisches Stadtexperiment zur aufregendsten Neustadt Ostasiens“ . Er muss sich eine andere Stadt angesehen haben. Das Stadtgebiet Shenzens wurde 1992 durch Eingemeindungen übrigens nahezu verdoppelt. Es ist „geschichts-, gesichts-, und kulturlos, hat wenig charakteristisches und nahezu keine Sehenswürdigkeiten“. Immerhin dies hatte selbiger Autor richtig erkannt.
Für den Autor hatte sich Shenzhen im Laufe eines halben Tages an die Spitze seiner persönlichen Liste der „hässlichsten Städte Chinas“ gesetzt. Es führte somit knapp vor Wuxi, Tianjin lag dagegen ein wenig abgeschlagen auf dem dritten Platz ...



 
 
 
 
 

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Tag 9 - Sanya (Hainan)

 
 
 
 
 

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In Sanya auf der südchinesischen Tropeninsel Hainan gab es nicht viel zu sehen. Hier kam der Reisende des Strands wegen her. Am südchinesische Meer lagen hier Strände, die zum Teil länger als auf Hawai waren. Sanya selber war eine eher kleine chinesische Stadt mit 450.000 Einwohnern.
Von Shenzhen aus brauchte das Flugzeug weniger als eine Stunde für die 700 Kilometer. Durch einen späten Flug kam der Reisende erst morgens um 0.30 Uhr in seinem Hotel an. Geplant war gewesen, den Tag in Shenzhen zu nutzen. Das erwies sich leider als wenig ratsam. Das in Sanya gewählte Hotel „Zhong Yang“ lag zentral an einer der Hauptstraßen Sanyas, mit dem Bus etwa 20 Minuten von Stadtzentrum entfernt und zu Fuß in sieben bis acht Minuten Entfernung zum Strand in Da Dong Hai.
Obwohl der Reisende das „Bitte nicht stören Schild“ an die Tür gehängt hatte, klopfte der Zimmerservice und bat, den Raum reinigen zu dürfen. Auch um 10.45 Uhr morgens konnte dies den Missmut des Reisenden wecken. Man sollte dennoch versuchen, freundlich zu bleiben – man wollte es sich ja nicht schon am ersten Tag mit dem Personal verderben.
Zunächst sollte ein Spaziergang um das Hotel herum veranlasst werden. So fand der Reisende schnell Gelegenheiten einzukaufen. Außerdem stellte er fest, dass das vom Lonely Planet gepriesene Restaurant „Dong Bei Wang“ im 2. Geschoss seines Hotel lag. Es wurde durchaus zu Recht gepriesen.
„Lobby Bar“ und „Shopping Area“ seines Hotel sollte der Reisende besser meiden. Die „Shopping Area“ in der Lobby war ungefähr Esstisch groß und bot Bikinis und Hemden zum Verkauf an. Die Bar schloss direkt an die Shopping Area an und hatte etwa die gleiche Größe. Kunden waren dort nie zu sehen.
Nicht weit entfernt befand sich ein kleines Einkaufszentrum. Zur Überraschung des Reisenden war hier sämtliche Beschriftung – mehr noch als ins Englische – ins Russische übersetzt! Es stellte sich heraus, das ausländische Besucher überwiegend aus Russland stammten. Selbst Direktflüge von Sanya nach St. Petersburg gab es.
In einem der Restaurant gegenüber speiste der Reisende zu Mittag, Kosten für zwei Personen 30 RMB.
Anschließend erkundete er die Innenstadt Sanyas. Sie hatte alles, was alles chineisschen Innenstädte heutzutage hatten – McDonald´s, KFC, Adidas, jedoch kein Starbucks. Bereits nach einer Viertelsunde konnte der Reisende dann dazu über zu gehen, die Mittagshitze bei einem Tee abzuwarten. Das „Four Seasons“, taiwanesisches Restaurant war dazu gut geeignet.
Die Straßen von Sanya waren voll mit Boomboombooms - den Dreirädrigen Moped-Taxis, die man überall in China sah, aber auch mit einer speziellen Sanya-Variante. Offenbar gab es eine Werkstatt, die hier Seitenwagen an Mopeds anschraubte. Überwiegend auf der linken – also im Rechtsverkehr der falschen – Seite und mit einer Art Kinderwagenrad. Fahrradrikschas waren auch im Straßenverkehr allgegenwärtig. Diese wurden überwiegend von Frauen der Miao-Minderheit gesteuert. Sie hatten einen starken Dialekt, der in voller Fahrt sehr, sehr schwer zu verstehen war. Offenbar verstanden sie genauso wenig. Daher durfte sich der Reisende nicht wundern, wenn er nicht am gewünschten Zielort ankam.
Da er sich am Meer befand, sollte der Reisende zumindest einmal ein Seafood Dinner zu sich nehmen. Etwas außerhalb, etwa 10 Minuten mit dem Taxi von seinem Hotel entfernt, gab es eine „schwimmende Stadt“. Eine Ansammlung von Restaurants, die auf Pontons im flachen Meerwasser gebaut waren und über lange Stege oder gar nur über kleine Fähren zu erreichen waren. Der Reisende sei jedoch gewarnt – war er nicht gewillt, über 100 RMB für einen Fisch auszugeben, sollte er besser fern bleiben. Er würde nichts verpassen.
Laut Einheimischen gibt es hier ebenfalls Buffet für nur 100 RMB pro Person. Wo genau dies aber erhältlich war, würde der nächste Reisende heraus finden müssen.



Tag 10 - Sanya (Hainan)

 
 
 
 
 

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Am zweiten Tag in Sanya war morgens war der Strand angesagt. Vor der mittäglichen Hitze sollte gebadet werden. Daher klingelte der Wecker des Reisenden schon um 6.30 Uhr. Um kurz nach 7.00 Uhr erreichte er dann auch schon den Strand. Nicht ganz Menschenleer, doch angenehm ruhig war es.
Hatte der Reisende genug vom tagelangen Verzerr ausschließlich chinesischer Speisen, konnte er in der Innenstadt von Sanya ein Restaurant aufsuchen, welches für nur 58 RMB pro Person ein „Brazilian Barbecue“ anbot.
Nach dem Mittagessen entschied der Reisende die „Sanya Nanshan Cultural Tourism Zone“ zu besuchen. Die Fahrt dauerte mit dem Bus ca. 45 Minuten. Landschaftlich sehr schön gelegen, bot der Park eine Reihe buddhistische Sehenswürdigkeiten. Alle jedoch Nagelneu. Highlight der Anlage war eine 108 Meter hohe Statue von „Guanyin“. Sie war eine buddhistische Gottheit, genau gesagt die Göttin der Barmherzigkeit. Tatsächlich sah sie aus wie eine christliche Mariendarstellungen. Aber das gehörte so. Mit seinen künstlichen Felsen war es ein bisschen wir Hagenbeck´s Tierpark. Nur eben ohne Tiere. 150 RMB Eintritt pro Person waren hier für mehr als eine Frechheit. Und das im Sozialismus chinesischer Prägung. Touristen-Abzocke traf es ganz genau.
Als Low-Budget Ausgleich für den voran gegangenen Abend war ein Barbecue Dinner vorgesehen. Auf einer Art Parkplatz direkt neben dem Hotel des Reisenden öffneten abends eine Reihe von kleinen Restaurant oder vielmehr Garküchen, die ihre Gerichte vornehmlich grillten. Für 30 RMB bekam der Reisenden hier für zwei Personen ein ausgiebiges Mahl.



 
 
 
 
 

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Tag 11 - Sanya (Hainan)

 
 
 
 
 

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Legte der Reisende nicht viel Wert auf das chinesische Frühstück, welches im sein Hotel bereitete, so hatte er die Möglichkeit, entweder im Supermarkt oder der nahen chinesischen Bäckerei Gebäck zu kaufen.
Normalerweise war dies schmackhaft und leicht. Biss der Reisende jedoch in eine Gebäcktasche, von der die vorherige süß schmeckte, während diese jetzt geschmacklich einem Blauschimmelkäse nahe kam, so sollte er abgebissenes sofort wieder ausspucken. Käse war hier Gewiss keiner verarbeitet worden, es war davon auszugehen, dass der Schimmel sich von allein gebildet hatte.
Würde man schimmeligen Gebäck samt Einkaufsbon beim Supermarkt vorzeigen, erstattete dieser einem sämtliche Einkäufe.
Da der Reisende die Haupt-Sehenswürdigkeiten Sanyas gesehen hatte, kam heute durchaus ein ganzer Tag am Strand Da Dong Hai in Frage. Schließlich war er deswegen hier. Unterbrochen wurde der Aufenthalt lediglich vom Mittagessen im „Dong Bei Wang“, in dem abends auch Dinner eingenommen wurde.



Tag 12 - Sanya (Hainan)

 
 
 
 
 
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Auch wenn sich der Reisende am Strand vor seiner Tür wohl fühlte, so sollte er sich den sieben Kilometer langen Strand in der Yalong Bay zumindest einmal ansehen. Vom Zhong Yang Hotel aus, konnte man 20 Minuten mit dem Taxi fahren. Hatte man Glück, konnte man einen Preis von nue 20 RMB aushandelt. Man musste allerdings sehr viel Glück haben.
60 RMB „Kurtaxe“ wurden in Yalong verlangt. Die kann der Reisende mit Trick umgehen. Er sollte versuchen, den Strand durch eines der anliegenden Hotels zu betreten. Verlangten diese dann doch die Zimmernummer, musste schnell eine Ausrede her. Man konnte zum Beispiel in der Strandbar des Crowne Plaza einen Drink nehmen, war da aber leider etwas ab vom Schuss. Etwas gut zu reden und der Hinweis, man warte ja eigentlich auf Freunde, die im Hotel lebten, ließ den Reisenden sogar eine Zeit lang auf den Liegestühlen am Strand verweilen. Wasser und Sand waren hier deutlich klarer, als in Da Dong Hai.
Da man aber eben doch nicht selber Gast des Hotels war und der vermeintliche Freund auch nicht auftauchte, wurde man dann vom Personal schon mal freundliche gebeten, die Liegestühle für die Gäste des Hotels frei zu machen.
Nachmittags konnte der Reisende daher einfach zu seinem stressfreien, kostenlosen Strand in Dadonghai zurückkehren.
Ärgerten ihn etwa die hohen Kosten für sein Seafood Dinner, Nanshan oder die Strandbar, so konnte der Reisende dies durch das Verspeisen von Instant-Nudeln am Abend kompensieren. Diese waren in etwa 74 verschiedenen Geschmacksrichtungen – zumindest suggerierten dies Name, Bild und Beschreibung – für etwa 4 RMB in jedem Supermarkt erhältlich. Kochend Wasser gab es kostenlos im Hotelzimmer dazu.



 
 
 
 
 

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Tag 13 - Sanya (Hainan)

Den letzten Tag seiner Reise sollte der Reisende noch einmal ausschließlich am Strand verbringen.
Grundsätzlich ist zu empfehlen, Flüge in den Morgenstunden zu buchen. So vermeidet man das Herbeisehnen des Abfluges am Abend – den Tag nutzt man selten sinnvoll. Eher sitzt man verloren auf irgendeinem Flughafen und wartet einfach nur auf das Boarding.
Bei einem Abflug um 21.45 Uhr erreichte der Reisende um 0.30 Uhr Shanghai. Mit dem Airport-Nachtbus konnte er heim fahren und die raue Wirklichkeit in Umgebung der Einwohner Shanghai´s genießen.



 
 
 
 
 

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