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Reisebericht: Madeira - schwimmendes Blumenbeet im Atlantik

 
 
 
 
 
Reisebericht: Madeira - schwimmendes Blumenbeet im Atlantik

Als ich zum ersten Mal meine Pfoten im Dezember 2009 auf Madeira gesetzt habe, habe ich gesehen: Auf dieser Insel blüht dem Besucher etwas, im wahrsten Sinne des Wortes - und zwar das ganze Jahr über.

Madeira - schwimmendes Blumenbeet im Atlantik

 
 
 
 
 

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Als ich zum ersten Mal im Dezember 2009 meine Pfoten auf Madeira gesetzt habe, habe ich gesehen: Auf dieser Insel blüht dem Besucher etwas, im wahrsten Sinne des Wortes - und zwar das ganze Jahr über. Das liegt nicht nur am milden Klima. Die Tageshöchstwerte sinken auch im Winter kaum je unter 19 Grad. Die Vielfalt an exotischen Pflanzen macht Madeira zu einem botanischen Gesamtkunstwerk. Viele der Pflanzen sind zwar nicht heimisch, konnten aber aufgrund der Witterung erfolgreich angesiedelt werden.

Die zu Portugal gehörende Insel liegt rund 1000 km südwestlich der Landeshauptstadt Lissabon und etwa halb so weit westlich von Marokko im Atlantik. Als „Blumeninsel“ ist Madeira ebenso bekannt wie als Ruhestätte des letzten Kaisers von Österreich, Karl I. Berühmte Persönlichkeiten hat es immer schon hierher gezogen, wenn es im Fall von Kaiser Karl auch nicht ganz freiwillig war.

So soll sich angeblich Wladislaus, König von Polen, Ungarn und Kroatien, 1444 nach der Schlacht von Warna hier unter dem Namen Henrique Alemão niedergelassen haben. Der spätere Entdecker Amerikas, Christoph Kolumbus kam auf seiner Reise ebenfalls hier vorbei. Der ehemalige britische Premier Winston Churchill logierte im Hotel Reid’s Palace in Funchal, während die Beatles mit ihrer Yacht im Hafen der Hauptstadt vor Anker gingen. Berühmtester Sohn Madeiras ist der Fußballstar Cristiano Ronaldo, der 1985 in Funchal geboren wurde.

Absolute Pflicht bei einem Besuch auf Madeira sind Wanderungen entlang der künstlich angelegten Wasserwege, den „Levadas“. Sie umziehen die Insel auf verschiedenen Höhenstufen mit unterschiedlichen Klimaten und Vegetationsformen. Wer dem Lauf der „Levadas“ in tieferen Regionen folgt, kann durch Gemüse- und Bananenplantagen spazieren. Weiter oben gibt es Lorbeerwälder und Heidewald zu bewundern. In den am höchsten gelegenen, gebirgigen Lagen der Insel fühlt man sich fast so wie in den Alpen.

Wer am Cabo Girão, dem Kap der Umkehr, angelangt ist, sollte genau das tun. Die zweithöchste Klippe der Welt, im Süden Madeiras gelegen, fällt mit rund 580 m steil zur Küste hin ab.

Die Küche Madeiras ist geprägt vom Reichtum zu Lande und zu Wasser. Exotisches Gemüse und Früchte gesellen sich geschmacklich perfekt zu den unzähligen Speisen, vor allem zu den beiden inseltypischen Gerichten Espada (Degenfisch) und Espetada, einem langen Fleischspieß aus Lorbeerholz, der über dem Feuer gegrillt wird.

Apropos „Feuer“: An jedem Samstag im Juni findet auf Madeira ein internationaler Pyrotechnik-Wettbewerb statt – für Fans von Feuerwerk ein sehenswertes Spektakel!

Wer eine Unterkunft der etwas anderen Art sucht, kann sich seine eigene Villa hoch über der Hauptstadt Funchal mieten, von wo sich ein atemberaubender Blick über die Insel bietet: http://www.palheirorentals.com/ (Villa 39).



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