Meine HIghlights in Ecuador

Reisebericht

Meine HIghlights in Ecuador

Reisebericht: Meine HIghlights in Ecuador

Ecuador - Land der Kontraste:
Hitze im Regenwald - Frost in den Anden. Reiche kolonialistische Städte - Hütten armer Hochlandbauern.
Ich möchte einige Spots beschreiben, die uns besonders beeindruckt haben. Da es in der Community schon gute Reiseberichte über die Sierra Ecuadors gibt, werde ich lediglich einige Anregungen geben und auf einen Überblick über die "Straße der Vulkane" verzichten.

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Páramo



El Àngel - Nationalpark

Polylepis - Papierbaum der...

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In den hohen Norden Ecuadors verirren sich nicht so viele Touristen, wie in die großen Städte. Hier befindet man sich in der Vegetationszone des Hoch-Páramo (ab 3.600 m Höhe, auch tierra helada genannt), wie geschaffen zum Staunen und Wandern. In den tieferen Lagen wachsen Meere von hartem Andengras, gedrungene Bäume (Polylepis) und hartlaubige Stauden mit ledrigen Blättern oder wolliger Behaarung (Xerophyten). In höheren Lagen gedeihen nur noch Flechten, Moose, harte Polsterpflanzen und einige Orchideen.

Wir besuchten den El Àngel - Nationalpark kurz vor der kolumbianischen Grenze. Um dorthin zu kommen, zweigt man in San Gabriel von der Panamericana nach Westen ab. Hinter El Àngel geht es über zunehmend schlechtere Straßen tief in die Abgeschiedenheit der Berge bis in den Nationalpark (Höhe 3644 bis 4768 m). Höchster Punkt ist der erloschene Vulkan "Chiles" direkt an der Grenze, der mit seinen Lavaströmen die Landschaft ebenso geprägt hat wie längst verschwundene Gletscher.

In einem Tal des Parks findet sich ein Feenwald, der aus geduckten Polylepis-Bäumen besteht. Die ältesten dieser extrem langsam wachsenden Bäume sind 1500 Jahre alt. Zum Schutz gegen Moose, Parasiten und Kälte häuten sich diese Pflanzen ständig und werfen orangefarbene Pergament-dünne Rinde ab. Die Einheimischen nennen den Polylepis-Baum deswegen auch "Papierbaum".

Auf den Bergen wachsen eigenartige, bis zu 5 m hohe Stauden, die ihre filzartigen Blätter in den Himmel recken und wegen ihrer schwarzen Kutte aus abgestorbenen Blättern auch Mönchsgewächse heißen (Frailejones). Sie trotzen der eisigen Kälte der Anden mit ihren Feuchtigkeit-speichernden Blättern. Wir konnten auch beobachten, dass sie Flächenbränden widerstehen und trotz ringsum verbrannter Landschaft oben wieder ausschlagen.

Der Anstieg auf einen der Berge ist bei der Höhenluft anstrengend: ein Teinehmer macht mit der Höhenkrankheit Bekanntschaft. Oben belohnt aber der märchenhafte Ausblick nach Süden über die Vulkankette Ecuadors: man sieht in bis zu 160 km Entfernung die schneebedeckten Gipfel des Cayambe (5.790 m), des Antisana (5758 m) und des Cotopaxi (5897 m).



Polylepis-Wald




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Kommentare

  • pleuro

    Sehr gut geschriebener, interessanter Bericht von wunderschönen Fotos begleitet! Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen! LG Anne

  • Blula

    Ich kann meiner Vorrednerin nur voll und ganz zustimmen. Kenne Ecuador überhaupt noch nicht, aber Du hast dieses Land auf sehr schöne Art und Weise vorgestellt. Extra Klasse sind auch Deine Fotos. LG Ursula

  • pleuro

    Noch ein kleiner Nachtrag: 2004 durften wir noch oben sitzen auf dem Zug zur Teufelsnase!!

  • agezur


    Danke für eine sehr interessante Reise - am Bildschirm - durch ein mir völlig fremdes Land! LG Christina

  • mamaildi

    Ecuador ist ein Land, das mich schon lange reizt. Dein wunderbarer Bericht mit den tollen Fotos ist ein weiterer Grund, das endlich mal in Angriff zu nehmen!

  • brandriba

    Auch ein Ziel auf unserer Wunschliste, Dein Bericht macht Lust auf das uns noch unbekannte Land. Waren gerne mit Dir "On Tour" und haben die tollen Landschaftsbilder sehr genossen.LG DAni

  • RdF54

    Sehr toller Bericht mit klasse Fotos!

    LG Robert

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  • moppeliwan

    Toller Reisebericht mit schönen Fotos.
    Anfang Oktober geht es auch für uns nach Peru, Ecuador und Galapagos.
    Das Reisefieber hat uns schon gepackt und die Vorfreude ist groß.
    LG Anne

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