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Reisebericht: Socotra – Ein Radabenteuer auf der Insel des Glücks
Ausgerüstet mit reisetauglichen Fahrrädern, einem heimtückischen Benzinkocher, einer eher unbrauchbaren Landkarte und den notwendigsten Lebensmitteln brechen wir im März 2007 auf, um das 'Galapagos des indischen Ozeans' auf eigene Faust zu erkunden...
- Auf, auf! Das Abenteuer Socotra kann beginnen!
- Go East - warum es wichtig ist, dass Socotra so ist bleibt wie es ist...
- Raz Di Hamri - warum ein platter Reifen nicht so schlimm ist
- Richtung Ar Ar - oder warum Benzinkocher richtig nerven können
- Homhill - warum Kain und Abel die Insel prägten
- Dixam und Südküste
- Westküste - Qualansia
- Shoab - Schnorcheln mit Delfinen
- Wir treten den Rückweg an
- Eine wundervolle Zeit neigt sich dem Ende zu!
- Epilog an eine unvergessliche Reise
Die Mittagshitze treibt Unmengen an Schweiß aus jeder einzelnen Pore unserer Körper, die voll bepackten Reiseräder bewegen sich träge an der ausgesetzten Bergstraße Richtung Dixam-Plateau hoch und nach wenigen Höhenmetern enden wir völlig ausgelaugt im staubigen Straßengraben, der uns die einzige schattige Möglichkeit bietet der sengenden Mittagssonne zu entkommen. Eigentlich dumm, zu dieser Tageszeit die steile Piste ins Hochland in Angriff zu nehmen, zudem Socotra in etwa auf demselben Breitengrad wie Banglaore in Indien oder Barbedos in der Karibik liegt. Anfang Mai klettern hier die Tagestemparaturen auf jenseits der 40 Grad Marke…
Was treibt einen zu solch einer Jahreszeit auf eine kleine, unscheinbare Insel im indischen Ozean, die einerseits dem Jemen angehört – einer – schenkt man den unzähligen Reisewarnungen diverser westlicher Quellen Glauben – potentiell gefährlichen Reisedestination im Zentrum der vermeintlichen „Achse des Bösen“ und andererseits geografisch näher am bürgerkriegsgeschüttelten Somalia liegt - inmitten der derzeit am piratenverseuchtesten Gewässer der Weltmeere? Es war an einem verregneten Sonntag im Jänner 2007. Anita und ich sitzen gemütlich im Caféhaus und blättern ziellos in einigen aufliegenden Naturmagazinen. Plötzlich tippt mir meine Holde auf die Schulter und zeigt wortlos auf eine Doppelseite. Ich blicke auf bizarr anmutende Drachenbäume, die majestätisch vor einer sanft hügeligen Steppenlandschaft prangen. Weiße, kilometerlange Sandstrände vor türkisblauem Meer werden von unzähligen Wasservögeln bevölkert, Fußspuren im Sand sucht man vergebens. Fruchtbare, palmenbesäumte Flusstäler schlängeln sich durch enge Kalksteinschluchten. Meine Gedanken schweifen zwischen Namibia, Westaustralien und Mexiko. Weit gefehlt, wir haben die Insel Socotra entdeckt, das „Galapagos des indischen Ozeans“.
Tatsächlich kann man Socotra noch als weißen Fleck auf der touristischen Landkarte bezeichnen. Zu Unrecht, meinen jene Besucher die bisher in der glücklichen Lage waren, dieses außergewöhnliche Naturmuseum hautnah zu erleben. In naturwissenschaftlichen und völkerkundlichen Kreisen gilt Socotra - eine der zehn Inselgruppen der Erde mit mehr
Persönliche Meinung von AndyH:
Bitte lesen Sie meinen Reisebericht für weitere Information zu Socotra.
Auf, auf! Das Abenteuer Socotra kann beginnen!
Knapp vier Monate nachdem wir erstmals von der Existenz Socotras erfahren haben befinden wir uns im Landeanflug auf den kleinen Flughafen von Mori, etwa 11km entfernt von der Inselhauptstadt Hadibou. „Die Insel sieht gebirgiger aus als ich dachte, wird bestimmt eine heiße Angelegenheit“, bemerkt Anita aufgeregt neben mir. Unser Plan: ein zweiwöchiger Selbstversorger Bike-Trip kreuz und quer durch eine wilde Gegend. Versorgen werden wir uns mit dem was wir selbst mitführen, denn Geschäfte sucht man außerhalb Hadibous vergeblich. Wir wollen einsame Lagunen im Osten der Insel erkunden, am Strand von Shoab mit Delfinen schnorcheln, durch einzigartige Drachenblutbaumwälder streifen und stundenlang auf staubigen Pisten bis in die entlegendsten Winkel der Insel vorstoßen. In unseren Packtaschen befinden sich Zelt, Schlafsack, Wasserentkeimungsmittel, Instantkaffee, Reis, Cous Cous und andere Leckerein. Zudem haben wir zwei Taucherbrillen nebst Schnorchel, eine Wecheslgarnitur Leinenhemden und unseren heimtückischen Benzinkocher dabei. Nach einer stickigen Nacht im Summerland-Hotel in Hadibou und nachdem wir die letzten Besorgungen erledigt hatten fahren wir im Morgengrauen auf einer einwandfreien, nahezu autofreien Asphaltstraße Richtung Osten. Das Abenteuer Socotra kann beginnen.
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Diesen Bericht habe ich mit Freude gelesen. Lebendig geschrieben und mit herrlichen Bildern untermalt. Die Bilder hätte ich vielleicht im Text einfliessen lassen. Sie behindern immer etwas beim Lesen. Wenn man sie anklickt hat man sie ja auch dann in groß. vg winni
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Danke für diesen schönen Bericht! Falls Ihr mit Eurer Dishow auf Tournee geht, bitte ich um eine Nachricht :-)
Grüße: Martin -
Danke für den tollen Bericht! Schön geschrieben, bin bis zum Ende dran geblieben. Man spürt, wie gut es euch auf Sokotra gefallen hat. Mir ist nur nicht ganz klar geworden, wieso die Insel mit Galapagos verglichen wird?
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@ Winni: Danke für deinen Ratschlag, werde ich beim nächsten Bericht berücksichtigen!
@ Martin: Geb dir gerne bescheid falls wir mal in deine Nähe kommen!
@ Rolf: Socotra gehört zu jenen zehn Inselgruppen der Erde, die den höchsten Anteil an endemischen Formen aufweisen. Hunderte Pflanzen und Tiere findet man nur hier und sonst nirgendwo anders! Auch Galapagos gehört zu diesen zehn Inselgruppen, daher der Vergleich. Mehr Info dazu in meinem Tipp (siehe oben): "Was macht das "Galapagos des indischen Ozeans" so einzigartig?" -
Schließe mich meinen "Vorrednern" an... Toller Bericht!
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Wunderbar geschrieben. Kompliment.
Euer Bericht hat mich sehr berührt und meine Neugierde geweckt.
Vielen Dank. -
Ehrlich gesagt habe ich bisher rein gar nichts über Socotra gewusst. Euer superschön verfasster Bericht samt den Fotos hat die Landschaft richtig vor meinem inneren Auge vorbeiziehen lassen.
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Schönes Radabenteuer! Ich finde Deine Fotos sehr gut, das mit den Bäumen ist wirklich super!
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Unglaublich lebendig geschrieben, man fühlt förmlich die Begeisterung, und entkommt der Reiselust in dieses schöne Fleckchen Erde kaum!
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Oooh, da möchte ich auch mal hin! Klingt gut, sehr schöner Bericht! Und die Bilder...!
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Ein wirklich schöner Bericht über eine herrlich abenteuerliche Reise. Da kommt Fernweh auf. UNESCO sei Dank, daß die Insel noch lange so bleiben wird wie sie ist. Kompliment an Euch beide !
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Auch ich habe deinen Bericht mit Freude gelesen:-)Wunderbar geschrieben Kompliement! Da kommt wirklich Fernweh auf! Weiter so...Gruß Marco
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Schöner Bericht ! War selber auch gerade auf Sokotra und habe viele eindrückliche Momente erlebt: http://www.arrakeen.ch/yemen/socotra.html
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Es war für mich ein Gänsehaut-Erlebnis, diesen Bericht zu lesen. Danke!
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Salaam,
mit vergnuegen gelesen ! Socotra ist unvergleichlich.
Gruss -
Hat uns fasziniert! Welch ein Abenteuer! Wenn es Livepräsentation im Norden der BRD gibt, kommen wir gerne!
Schöne Grüße -
hej hej
ich habe auch noch nie etwas von dieser insel gehört, danke für den bericht und die großartigen bilder-und das ich nun von der insel weiß!
toll fand ich auch wie du/ ihr beschrieben habt nur "die fußspuren zu hinterlassen". eindrücke und erlebnisse sind es, die die reise ausmachen. man braucht nicht überall ringstraßen und hotelburgen-schön, wie ihr euch dafür einsetzt und beschrieben habt "im guten einen eindruck zu hinterlassen".
schließe mich den vorigen einträgen an: wenn ihr mal auf tournee seit, komme ich gerne zur dia show.
ich freu mich auf mehr berichte von euch!!!
ahoi, phillip -
Deinen packenden Bericht habe ich gerne gelesen und bin angezündet. Socotra wird in die Speisekarte aufgenommen.
LG Kovac -
Ich bewundere diese Radfahrer! Man trifft sie überall - schinden sich bis an die Grenze - und .... - haben ein Lächln auf den Lippen!!
Hut ab!
Sehr schöner Bericht und informativ!
Weiter so
LG Robert -
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Ein toller Bericht .......ein echtes Abenteuer !!Wenn ich so etwas lese dann haette ich nicht wenig Lust hier alles zu verkaufen und auszuwandern!I
P.S. es wuerde mich interessieren ob es auf Socotra giftige Tiere gibt!
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