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Reisebericht: Meine Reise nach Kuba. Am Valentinstag in Santiago de Cuba
Der Valentinstag in Santiago de Cuba war einer der fröhlichsten Tage meiner Kubareise. Himmel, Häuser, Balkone, Fensterläden erstrahlten in Blau und Weiß. Die Abgase der verkehrstechnisch übervollen Stadt raubten tagsüber die Luft zum Atmen. Die Nacht schluckte dies, und nur fröhliche Menschen und Musik beherrschten das Stadtbild.
Santiago de Cuba:
Verkehrschaos
enge Straßen
unzählige Autos
Lastwagen
Abgase
Hustenanfälle
Atemnot
Aber, tritt man aus den engen Straßenschluchten auf freie Plätze,
so erstrahlt ein tiefblauer Himmel;
das Blau wiederholt sich in den Balkonen und Fensterläden und in den Häuserfronten. Das Weiß des Rathauses und der anderen offiziellen Gebäuden schmerzt schon.
Der Weg zum Karnevalsmuseum
Schattenmann
Catedral de Nuestra Senora de la Asuncion
Es sind die älteren Menschen, die mir tagsüber auffallen.
In der Einkaufsstraße,
im ParqueCespedes
trommeln ältere Männer
und spielen Gitarre,
in einem schmalen Hausflur
werden Haare gestutzt
eine betagte Frau in Rot bummelt selbstbewußt durch die Straßen,
ganz klein, Lederhaut, Rot - Pink - Töne in Kleid, Hut und Tasche, im Kleid ein Loch.
Stolz und wach und die Menschen um sie herum ansehend schreitet sie daher.
Und dann die Nacht des 14.2., des Valentintages:
Mit dem Taxi fahren wir vom etwas außerhalb liegenden Hotel in die Stadt. Die Sitzbank des Taxis ist durchgesessen. Sitzen wir schon auf der Straße? Durch riesige Löcher sehen wir nach unten. Fensterscheiben gibt es nicht, und das ist gut. Es stinkt im Taxi so stark nach Abgasen, dass wir versuchen, nicht zu atmen. Aber trotz einer holperigen Fahrt, der Motor stottert und wir kommen nur langsam vorwärts, erreichen wir unbeschadet die Stadtmitte.
Während viele Touristen brav auf ihren Stühlen in der Casa de la Trova sitzen und den Klängen einer Band lauschen, beobachten junge Frauen vom Balkon aus das Geschehen auf der Straße.
Kubaner tanzen auf der Straße. Durch die glaslosen, bis zur Erde reichenden Fenster hört man die Musik auf der Straße ebenso gut wie drinnen.
Nur:
Auf der Straße ist Bewegung, Lächeln, Leben.
Im Parque Cespedes werden Liebesgedichte vorgetragen,
eine Band spielt feurige Musik.
Alle sind auf den Beinen, tanzen, lachen, singen, unterhalten sich.
Kinder fahren in Miniautos durch die Menschenmassen und haben ihren Spaß.
Und wir sind mitten unter ihnen, in einer fröhlichen Welt, und fühlen uns heute Nacht nicht als Fremde.
Zwischendurch trinken wir auf der Dachterrasse des Gran Hotels einen Mojito, lauschen der Musik, die uns auch hier oben erreicht, und blicken ganz entspannt über die Stadt hinunter zum Meer.
Die Lichter beleuchten nur ganz wenig den Hafen.
Die Nacht ist schwarz.
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