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Reisebericht: Tagesausflug zu den Embera Indianern in Panama
Auch wenn das Gesehene täuscht, fühlt man sich doch in vergangene Zeiten zurück versetzt und bekommt eine Ahnung davon, wie die Ureinwohner Panamas lebten und (zum Teil) immer noch leben.
(Auszüge aus dem Reisetagebuch)
Wir unternehmen eine Fahrt zu den Embera Indianern. Dafür müssen wir zuerst nach Panama City fahren, dann in den Gamboa Nationalpark und von dort noch ein Stückchen weiter über staubige Straßen, an einem Zementwerk vorbei, hinein in unberührte Dschungellandschaften. Zuvor kaufen wir in einem Supermarkt für die Indianer noch ein wenig Reis, Salz und Süßigkeiten für die Kinder. Keinen Alkohol, möchte ich betonen!
Unsere Gruppe besteht aus zwei älteren Argentiniern, die angeblich Deutsch können, aber kein Wort mit uns wechseln. Vergangenheiten? Dann sind noch drei Frankokanadier dabei, von denen ja jede Woche montags Eintausend in Panama City landen.
In einem Langboot, vorn ein Indianer mit einer Stake, dahinter wir einer nach dem anderen inklusive unserer einheimischen Führerin und hinten am Außenbordmotor ein weiterer Indianer, fahren wir einen Fluss hinauf. Wir tragen orangene Schwimmwesten. Der Fluss ist mal breit, mal schmal und dabei die ganze Zeit so flach, dass unser Boot über die Kieselsteine im Wasser schrammt. Links und rechts tiefer, undurchdringlicher Urwald. Raubvögel kreisen. Wir kommen an Flußstellen, wo das Wasser so niedrig steht, dass die Indianer und wir ins Wasser springen und das Boot über die Steine schieben, bis die Motorschraube wieder kreischend ins Wasser sinkt.
Nach einer ganzen Zeit stoppen wir am Ufer, steigen aus und laufen im Gänsemarsch einem kleinen Bach folgend in den Urwald hinein. Große, tiefblaue Schmetterlinge flattern durch das Grün. Auch sehen wir riesige blaue Libellen. Eine grüne Eidechse rennt flink übers Wasser.
Schließlich kommen wir zu einem Wasserfall, der jetzt, in der Trockenzeit, wenig Wasser führt, aber immer noch hübsch anzuschauen ist. Gaby und einige andere von uns springen ins Nass. Es ist nicht kühl, bringt aber einige Erfrischung nach dem Schweißbad während der Dschungeldurchquerung.
Auf dem Rückweg zu unserem Boot entdecken wir auf einem Stein einen kleinen, völlig golden schimmernden Frosch. Als ich sage: „Oh, a prince!“, schaut mich einer der Kanadier völlig entgeistert an. Na, woher soll er auch Grimm´s Hausmärchen kennen?
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