Im Land der Millionen Elefanten

Reisebericht

Im Land der Millionen Elefanten

Reisebericht: Im Land der Millionen Elefanten

Eine selbst organisierte Reise durch Laos, die neben Sightseeing und Kultur auch immer wieder Relax-Phasen hatte, denn es war eine Hochzeitsreise.

Da wir erst kurz vor unserer Hochzeit auf Reisen waren (Gabun in Afrika, siehe http://www.geo-reisecommunity.de/reisebericht/81755/1/Gorilla-Trekking-in-Zentralafrika-Gabun), fiel die Hochzeitsreise nach der Hochzeit erst einmal ins Wasser. 24 Wochen später wurde das nun nachgeholt.



Geografie

Für mich war Asien eine Premiere, bis auf einen 2-tägigen Shopping-Zwischenstopp in Bangkok auf dem Weg nach Neuseeland sechs Jahre zuvor war ich noch nie auf dem größten aller Kontinente. Wir haben uns eines der am dünnsten besiedelten Länder von ganz Asien ausgesucht. Das Land der Millionen Elefanten wird Laos genannt. Auch wenn es heute nur noch einen Bruchteil davon gibt, erschien uns dieses Reiseziel allemal interessant genug. Laos liegt in Südostasien und ist eingezwängt von den beiden Touristenhochburgen Thailand im Westen und Vietnam im Osten. Im Norden grenzt es an China und im Süden an Kambodscha. Eines der größten Ströme Asiens, der Mekong, fließt quer durch das ganze Land und bildet zumeist die Grenze zu Thailand.



Vorbereitung

Die Reiseplanung im Vorfeld war gering. Wir buchten im Internet Hin- und Rückflug nach Bangkok (480 Euro mit Emirates), ein preiswertes Hotel in Flughafennähe und einen Weiterflug in den Norden Thailands (12 Euro mit Air Asia). Außerdem lasen wir einen sehr guten Reiseführer (Stefan Loose Verlag – Die Mekong-Region) durch. Mehr nicht. Alles andere würde sich schon finden.



24.01.2009

Start

Burj-al-Arab

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Der Nachteil des günstigen Flugpreises war, dass wir einen 10-stündigen Zwischenstopp in Dubai einlegen mussten. Wir kamen nach einem sechsstündigen Flug von Hamburg kurz vor Mitternacht dort an. Um diese Uhrzeit haben die Souks (= Einkaufsviertel) bereits geschlossen, so dass man nicht wirklich viel Sightseeing betreiben konnte. Wir schnappten uns dennoch ein Taxi und fuhren zum Hotel Burj-al-Arab, dem berühmten Hotel in Segelform, das in allen möglichen Farben angestrahlt wurde, und machten ein paar Fotos. Den Rest der Zeit verdösten wir am Airport, wo es Liegen für die Wartenden gab.



25.01.2009

Dann ging es weiter nach Bangkok (wieder 6 h), wo wir abends ankamen und uns in unser Hotel (in Airportnähe) verdrückten, um die insgesamt sechs Stunden Zeitunterschied zu verdauen. Mit der Billig-Airline Air Asia flogen wir dann am nächsten Morgen 820 km weiter in den Norden Thailands (nach Chiang Rai ins "Goldene Dreieck"), wo wir eine 48-stündige Pause einlegten, um uns von Reisestress und den Nachwehen unserer Krankheiten kurz vor der Reihe zu erholen.



26.01.2009

Chiang Rai

Etwas zur Ruhe kommend schickten wir die ersten Fotos und Erlebnisberichte in die Heimat. Und schwärmten darin von dem Entertainment-Programm bei Emirates. Jeder Eco-Passagier hatte seinen eigenen Monitor und konnte zwischen über 300 Kinofilmen in vielen Sprachen und diversen TV-Serien, Comedy und PC-Spielen wählen. Die Beinfreiheit war auch ganz akzeptabel, und die Flugbegleiterinnen waren stets aufmerksam und freundlich. Aber auf Langstrecken sollte man das ja eigentlich von jeder Airline erwarten. Zu Air Asia kann man sagen: Vergleichbar mit europäischen Billigairlines. Wenig Sitzabstand, freie Platzwahl, Getränke und Speisen gegen cash.



26.01.2009

Prozession zum chinesischen...

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Chiang Rai im Norden Thailands hatte 45000 Einwohner und war nur etwa 200 km von China entfernt. Nachdem wir uns zwei Tempel (Wat Phra Kaew und Wat Klang Wiang) in der Stadt angeschaut hatten erlebten wir durch Zufall, dass dort am 26. Januar das chinesische Neujahrsfest mit einer nicht enden wollenden Parade gefeiert wurde. Geschätzte 50000 Leute zogen bunt geschmückt durch die Straßen der Stadt.



28.01.2009

Nach meiner ersten Thai-Massage (6,50 Euro, kostet in D etwa das Zehnfache) ging es dann gut erholt in Richtung Laos. Mit einem normalen Linienbus fuhren wir nach Chiang Khong (eine Stunde) an den Mekong, der hier im Norden die Grenze bildet. Mit einer Fähre ging's auf die andere Flussseite, wo wir neue Stempel in die Reisepässe bekamen. Nächste Aufgabe: Neues Geld besorgen. Eine Million Kip zogen wir uns am einzigen Geldautomaten des kleinen laotischen Grenzstädtchens (Houay Xai). Das sind etwa 90 Euro und sollte für einige Tage für uns beide reichen.



Slow Boat auf dem Mekong



29.01.2009

Fahrt auf dem Mekong

In Laos wollten wir unbedingt eine Tour auf dem Mekong mitmachen. Die Haupt-Touristen-Strecke zwischen der Hauptstadt Vientiane und der alten Königsstadt Luang Prabang (oder umgekehrt) wollten wir aber auf jeden Fall vermeiden. Daher entschieden wir uns schon zuhause, die landschaftlich viel schönere zweitägige Strecke von Houay Xai nach Luang Prabang zu befahren. Und so bestiegen wir am nächsten Morgen eines der wartenden "Slow Boats". Dummerweise hatten fast 100 weitere Touristen die gleiche Idee. So wurden zwei Langboote ziemlich voll. Dennoch war die Sicht über die Köpfe der Anderen gut und die Landschaft traumhaft. Sehr ursprünglich die Ufer, immer wieder kleine Dörfer mit ein paar Kühen oder Wasserbüffel. Auch einen Arbeitselefanten konnten wir entdecken. Und immer freundlich winkende Kinder. Viele ähnliche fast leere Boote kamen uns entgegen, vielleicht hätte man die Strecke in der anderen Richtung befahren sollen. Vielleicht beim nächsten Mal ...



Wasserbüffel-Herde am Mekong-Ufer



30.01.2009

Luang Prabang

Nach einer Zwischenübernachtung in einem der Uferdörfer (Pakbeng, Pak = Mündung, hier fließt also der Beng in den Mekong) kamen wir spät nachmittags in Luang Prabang an. Mehr als 20 Klöster bei gerade mal 30000 Einwohnern hat diese alte Königsstadt, die fast komplett als Unesco-Weltkulturerbe eingetragen ist.



Luang Prabang



31.01.2009

Zu jedem Wat (= Tempel) gehören etwa 20-30 Mönche. Das sind zumeist Jugendliche, die mit etwa 15 Jahren für ein bis zwei Jahre die Lehren Buddhas erlernen. Einige bleiben für immer ein Mönch. Sie tragen neben ihren Flip-Flops nur ein leuchtendes, oranges Wickeltuch. Jeden Morgen gegen 6.30 Uhr gehen sie auf Almosengang und nehmen die Spenden der Gläubigen/Bewohner (Klebreis, Brot, Bananen und andere Früchte) in ihren goldenen Töpfen entgegen. Damit müssen sie dann den ganzen Tag auskommen. Für die vielen Touristen in Luang Prabang ist das ein Riesen-Spektakel, das millionenfach gefilmt und fotografiert wird.



allmorgendlicher Almosengang der Mönche



01.02.2009

Ho Phra Bang II

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Auch wir haben uns einige Tempel (vor allem Vat Xieng Thong, der älteste (16. Jh.) und bedeutendste Tempel der Stadt, und Ho Phra Bang, einer der schönsten der Stadt) und die "Mönchs-Fütterung" angeschaut, daneben aber auch viel relaxt und auf dem Night-Market gebummelt. Und viel gegessen. Die Restaurantbesuche waren uns in dieser Touristenhochburg zu teuer, da haben wir uns lieber für 5000 Kip (45 Cent) am Veggie-Buffet bei den Marktfrauen satt gegessen. Oder wir machten es den Laoten nach. Claudia mag es ja, immer die Spezialitäten der Einheimischen auszuprobieren. So sah ich mich mit einer Nudelsuppe konfrontiert, die es für wenig Geld (90 Cent) an jeder Ecke gibt. Die Nudeln waren spaghetti-lange Bandnudeln, die mit ganz viel Grünzeug und etwas Fleisch in der Suppe schwammen. Neben dem asia-typischen Mini-Löffel gab es nur Stäbchen. Spaghetti mit Stäbchen zu essen, ist eh schon nicht einfach, wenn sie in einer Suppe schwimmen, ist es noch schwieriger. Der Tisch und meine Klamotten haben jedenfalls mehr Suppe abbekommen als mein Magen. Aber ein Erlebnis war es trotzdem!



Ho Phra Bang



02.02.2009

Vientiane

Lao Airlines

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Auf dem Weg in den Süden des Landes machten wir anschließend einen kurzen Zwischenstopp in der Hauptstadt Vientiane (gesprochen: Wi-en-tjan). Für wenig Geld flogen wir mit der kleinen, schnuckeligen staatlichen Fluggesellschaft Lao Airlines dahin und sahen uns einer unerwarteten Zimmersuche ausgesetzt. Denn die beiden Guesthouses, die wir uns aus dem Reiseführer ausgeguckt hatten, waren wie auch zehn weitere im Innenstadtbereich alle ausgebucht. So wanderten wir mit unseren Rucksäcken durch die Mittagshitze und holten uns überall Abfuhren. Bei zwei Guesthouses aus dem Mittelklassebereich hätten wir ein Zimmer bekommen können, doch 20 Euro war uns einfach zu viel. Nach etwa einer Stunde Suche fanden wir schließlich doch noch ein passendes Zimmer für knapp sieben Euro.



02.02.2009

Am Busbahnhof dann ein schönes Erlebnis: Wir fragten eine Wartende (ein Busfahrer war nicht zu sehen), ob der dort stehende Bus zum anderen Busbahnhof fahren würde. Sie war sehr traurig, dass sie uns nicht verstand, hatte aber ein Mini-Wörterbuch Lao-Englisch dabei, und bat uns, auf einen Satz zu zeigen, der hier infrage käme. Leider war kein passender dabei. Wir fanden aber diese Hilfsbereitschaft total klasse. Im selben Moment kam der Fahrer zurück und bejahte unsere Frage, so dass wir einstiegen und für je 18 Cent eine ziemlich preiswerte Stadtrundfahrt bekamen. Auf der hinteren Bank sitzend wurde ich von den neben mir sitzenden älteren Laoten permanent mit Fragen überhäuft. Allerdings in Lao. Einer von beiden konnte noch ein bisschen Französisch, für eine Unterhaltung reichte es aber leider nicht. Interessant war's trotzdem.



02.02.2009

Mekong-Restaurant

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Am Abend aßen wir bei einem der vielen Ess-Stände direkt am Mekong. Wieder mal Nudel-/Gemüsesuppe. Die heiße Brühe wird in einem Tontopf auf einem mit glühender Holzkohle befüllten anderen Tontopf an den Tisch gebracht. Die Zutaten kommen extra und werden nach und nach selbst in die Brühe gegeben. Man lässt das Ganze ein wenig brodeln und kann dann essen. Natürlich wieder mit Stäbchen, was diesmal schon viel besser klappte. Ganze vier Euro zahlten wir inkl. Getränke.



03.02.2009

Mit Motorroller durch Vientiane

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Der Straßenverkehr in Vientiane wird wie fast überall in Indochina von Motorrollern dominiert. Das können wir auch, dachten wir uns. Einen Führerschein brauchten wir bei einer Mopedvermietung nicht vorzeigen, lediglich ein Pass wurde als Pfand verlangt. Helme gab's gratis dazu, und schon konnte es losgehen. Eine Sightseeingtour durch Vientiane mit dem Moped. Die Vorfahrtsregeln sind manchmal schon recht abenteuerlich, aber eigentlich kann man nicht viel falsch machen. Es machte einen Heidenspaß! Acht Euro (inkl. Benzin) kostete uns das Vergnügen mit der 110er Suzuki, es war jeden Cent wert.



4000 Islands von oben



04.02.2009

4000 Islands

Unser nächstes Ziel war die Region der 4000 Inseln. Im Süden von Laos kurz vor der Grenze zu Kambodscha teilt sich der Mekong in mehrere Arme und bildet viele Inseln und Inselchen. Um dort hinzukommen, bestiegen wir zunächst einen Schlafbus. Statt Sitzen bestand der Bus aus 24 Doppelbetten (sechs links, sechs rechts und jeweils zwei übereinander). Die Betten waren jeweils 1,60 m lang und 1 m breit. Also recht kuschelig, wenn man zu zweit darin liegt. Wir hatten gleich das erste Bett ganz vorne und oben, und ich konnte mit meinen 186 cm ab und zu meine Beine Richtung Frontscheibe ausstrecken. Mit dem Preis von 13,50 Euro konnten wir uns ein Guesthouse sparen und kamen morgens um sieben nach 10 Stunden Fahrt (600 km) relativ ausgeruht in Pakxe an, wo wir in einen anderen Bus umstiegen und noch mal drei Stunden Richtung Süden weiter fuhren. Zur Insel "Don Det" ging es dann mit einer Fähre.



Sunset Bungalows



04.02.2009

Don Det ist ein Aussteiger-Paradies. Viele Backpacker, aber auch viele Kiffer hausen hier. Man wohnt auf Stelzen in Holz- oder Bambus-Bungalows direkt am Wasser und liegt die meiste Zeit in der Hängematte. Wer sich bewegen will, kann ein Fahrrad oder Kajak mieten oder an einer der angebotenen Touren teilnehmen. Strom gibt's nur von Sonnenuntergang bis 22 Uhr über Generatoren. Der Sonnenuntergang ist das Highlight des Tages, da versammeln sich die meisten auf den Aussichtsterassen. Wir hatten Glück, unser Bungalow hatte seine eigene Aussichtsterasse auf der Sunsetseite.



Sunset über dem Mekong



05.02.2009

Einmal nahmen wir mit fünf anderen Travellern an einer Tour teil. Auf kleinen Booten ging es in ein Gebiet, wo es die seltenen blinden Irrawaddy-Delfine geben soll. Der Irrawaddy (auch Erawady) fließt zwar eigentlich durch Burma, aber einige der dort lebenden Delfine kommen auch hier im Mekong vor. Wir hatten Glück und konnten von einem Felsen im Wasser aus ein paar von ihnen beim Spielen beobachten. Anschließend ging es zu dem Khon-Phapheng-Wasserfall, mit dem der Mekong seine Schiffbarmachung stets verhindern konnte. Sehr beeindruckend stürzt sich der Mekong die Felsen hinunter, die zwar nicht hoch sind, aber die Masse an Wasser macht das mehr als wett.



Irrawaddy-Delfine



08.02.2009

Angkor

Ta Prohm

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Die weitere Zeit auf Don Det verbrachten auch wir meist in der Hängematte. Nach vier relaxten Tagen im Süden von Laos im Gebiet der fourthousand Islands ging es weiter nach Kambodscha. Von Pakxe flogen wir früh morgens nach Siem Reap, wo wir am Airport mit Namensschild empfangen und vom kostenlosen Pick-up-Service zum tags zuvor reservierten Guesthouse gebracht wurden. Da es noch früh war, entschlossen wir uns, bereits mit dem Angkor-Sightseeing zu beginnen. Für 12 Euro mieteten wir uns für den ganzen Tag ein Tuk-Tuk mit Fahrer und fuhren gleich zu den Tempeln von Angkor. Diese verteilen sich auf etwa 300 qkm. Wir wollten den ersten Tag in Ruhe angehen lassen und entschieden uns für eine kleine Runde, auf der die Haupttempel stehen. Von elf bis 18 Uhr schauten wir uns die größte Tempelanlage der Welt mit den Tempeln Ta Prohm (wo die Bäume aus den Tempeln zu wachsen scheinen), Angkor Thom, Bayon (deren beeindruckende Türme jeweils vier Gesichter haben) und natürlich Angkor Wat an, die vor etwa 800 Jahren erbaut wurde und natürlich ein Unesco-Weltkulturerbe ist. Angenehm war der Fahrtwind, den wir bei der Hitze zwischen den vielen Tempeln immer wieder im Tuk-Tuk genießen konnten.



Bayon



08.02.2009

Kopflose Buddhas

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Nicht so schön waren die vielen Tausend Touristen, die immer wieder störten, und die einheimischen Kinder, die einen recht aufdringlich irgendwelchen Krimskrams andrehen wollten. Sie kamen bei fast jedem Tempel angestürmt und waren einfach nicht abzuschütteln. Sie fragten woher man komme und ob man was kaufen würde, wenn sie die Hauptstadt wüssten. So kam ich schließlich irgendwann aus Kasachstan und Claudia vom Mars. Was sie uns natürlich nicht glaubten und irgendwann abzogen. Ebenfalls nicht so schön waren die vielen tausend Buddha-Statuen in den Tempeln, bei denen die Köpfe von den Khmer Rouge in deren Schreckensregime in den 1970ern Jahren abgeschlagen wurden.



09.02.2009

Sihanoukville

Die Hitze, die Menschenmassen, die nervenden Händler vor den Tempeln, der Lärm, Dreck und Gestank der Stadt Siem Reap, sowie die Tatsache, dass wir die wichtigsten Tempel gesehen hatten, war dann der Grund, dass wir noch am Abend beschlossen, am nächsten Tag weiter zu ziehen. Dies war zum einen natürlich schade, denn es hätte noch viel mehr zu entdecken und bestaunen gegeben, denn wir hatten ja nur einen Bruchteil gesehen, aber zum anderen waren dies ja unsere Flitterwochen und wir wollten lieber noch einen Tag mehr am Strand entspannen. So fuhren wir mit zwei Überlandbussen (Umsteigen in Phnom Penh) in 12 Stunden in den kambodschanischen Badeort Sihanoukville am Golf von Thailand. Dort genossen wir zum ersten Mal das Baden im Salzwasser und taten sonst drei Tage lang so ziemlich gar nichts. Außer am Strand liegen, lesen, massiert werden, leckeren Fisch essen und erneut die Sonnenuntergänge genießen.



Sunset in Sihanoukville



13.02.2009

Nach nur 5 ½ Tagen in Kambodscha flogen wir dann mit Air Asia von Phnom Penh nach Bangkok. In der Khaosan Road, was einstmals eine Gegend für Budget-Traveller war und heute selbst Touristenattraktion ist, bezogen wir ein Guesthouse mit Pool auf der Dachterasse (17 Euro/Nacht, unsere teuerste Unterkunft der ganzen Reise). Die letzten zwei Tage wurden Souvenirs, T-Shirts und nachgemachte Trikots eingekauft, bevor es wieder mit Emirates erneut nach einem Zwischenstopp in Dubai zurück nach Hamburg ging.



Fazit I - Kambodscha

Liebenswerte Menschen (außer die Straßenkinder, die einem was andrehen wollen), aber laut und dreckig. Überall liegt Müll herum. Hat uns am ehesten an Afrika erinnert, aber im negativen Sinn. Von anderen Reisenden hörten wir, dass Kambodscha im Vergleich zu Vietnam schon klasse sein soll, da die Vietnamesen bei "Langnasen" gleich das Dollarzeichen in die Augen bekommen. Naja, wir waren nicht in Vietnam und können das daher nicht beurteilen.



Fazit II - Laos

Wunderschönes Land. Wie schön es ist, haben wir erst richtig gemerkt, als wir nicht mehr da, sondern in Kambodscha waren. Laos ist leise, entspannt und vor allem sauber (Jedermann verbrennt morgens den Müll. Die Schuhe/Sandalen/Flip-Flops bleiben draußen, immer wenn man ein Gebäude betritt, zieht man die Schuhe aus). Und die Laoten freuen sich über jeden Menschen, der ihr Land besucht. Wir überlegen ernsthaft, hier im nächsten Jahr wieder her zu kommen.



Fazit III - Insgesamt

Die Mischung zwischen den Aktivitäten und den Relax-Phasen hat genau gepasst. Am schönsten fanden wir die Hängematten-Zeit im Gebiet der 4000 Islands. Mit sechs verschiedenen Währungen mussten wir jonglieren (Euro, Dollar, Baht, Kip, Riel, Dirham) und uns auf viele neue Sprachen einstellen. Kop khun khrap (Thai), Khop tschai (Lao) und Akun (Khmer) heißt jeweils danke und war stets das erste Wort, das wir lernten. 2860 Euro gaben wir zu zweit (all in) in 24 Tagen aus, also nur 1430 Euro pro Person. Und das obwohl wir uns vier Inlandsflüge gönnten. Aber wir hatten ja auch das Glück des günstigen Fluges mit Emirates (480 Euro pro Person).


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Kommentare

  • RdF54

    Hallo Berni,

    eine tolle Reise habt Ihr da unternommen!!
    Dein Reisebericht is gut zu lesen, locker geschriebe, mit schöne Fotos unterlegt und ....
    hat wunderschöne Erinnerungen in mir geweckt!!! :-)
    Gut gemacht!!

    LG Robert

  • kawasakipower

    HALLO BERNIE

    SCHÖNER BERICHT ZU EINER TOLLEN REISE

    LG MELANIE

  • bernie-99

    Hallo Toni,
    danke für deine Kritik! Du hast natürlich Recht, man soll nicht über ein Land (Vietnam) urteilen, das man nicht besucht hat. Vielleicht komme ich da ja bald mal hin. Hund möchte ich dann aber nicht essen ;-)
    LG Burkhard

  • yunnanfoto

    Laos ist wirklich eine Reise wert. Sehr schöner Bericht. Nur den Flug mit den 10 Stunden Aufenthalt in Dubai würde ich mir nicht antun. Für den gleichen Preis kannst Du auch FRA - BKK - FRA nonstop fliegen:
    http://www.royalorchid.de:80/flu/tg/spcl-13.04.09-21.06.09.htm
    Aber Vietnam ist auch sehr schön. Man muss wie überall nur den Touristenfallen aus dem Wege gehn.
    Und Hund schmeckt gar nicht so schlecht :-))

    Gruß, Herbert

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