Hauptinhalt
GEO.de Seite 1 von 1
Artikel vom


Tierrechte: "Inakzeptable Verhältnisse"

Große Menschenaffen sind die Attraktion von 38 deutschen Zoos. Der Psychologe und Tierrechtler Colin Goldner hat sie besucht - und war entsetzt. Er will nicht nur bessere Haltungsbedingungen für die Tiere. Sondern Grundrechte

Interview:

Der Psychologe und Tierrechtler Dr. Colin Goldner ist Mitglied der Gesellschaft für Primatologie und koordiniert seit 2011 das <a href="http://www.greatapeproject.de" target="_blank" rel="nofollow">Great Ape Project</a> (Foto von: Evelin Frerk)
© Evelin Frerk
Der Psychologe und Tierrechtler Dr. Colin Goldner ist Mitglied der Gesellschaft für Primatologie und koordiniert seit 2011 das Great Ape Project

GEO.de: Herr Goldner, Sie haben in den vergangenen zwei Jahren alle 38 deutschen Zoos besucht, in denen Große Menschen, also Bonobos, Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans, zu bestaunen sind. Zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen?
Colin Goldner: Eines der zentralen Probleme besteht darin, dass die Tiere die meiste Zeit ihres Lebens in extrem beengten Innenräumen zusammengepfercht leben. In der Regel dürfen sie nur an wenigen Tagen des Jahres für ein paar Stunden in eine Freianlage, sofern es eine solche überhaupt gibt. Diese Beengtheit schafft enorme soziale Spannungen und ständigen Stress. Zudem leiden die Tiere unter dem Mangel an Rückzugsmöglichkeiten. Die Besucher zahlen ja dafür, dass sie die Tiere sehen können. Darum gibt es keine oder keine ausreichenden Sichtblenden oder Rückzugsräume. So sind Sie den ganzen Tag einer lärmenden Masse von Menschen ausgesetzt, die sich an den Gehegen vorüberwälzt. Ein weiteres großes Problem ist der Mangel an Beschäftigung. Die kognitive Unterforderung, der Dauerstress der viel zu engen Käfige und die ständige Konfrontation mit den Besuchern machen die Tiere krank. In allen Zoos waren teils massive Verhaltensstörungen zu beobachten - von zootypischen Bewegungsstereotypien, wie Kopf- oder Oberkörperwackeln, über Selbstverletzungen jeder Art, hin zu völliger Apathie. Es gibt keinen Zweifel, dass die Tiere in der Zoogefangenschaft leiden.


Konnten Sie Unterschiede bei den Zoos feststellen?
Besonders schlimme Zustände in der Unterbringung von Menschenaffen herrschen in den kleinen Privatzoos, etwa in Bad Pyrmont, Delbrück, Gettorf, Schwaigern und Welzheim. Aber auch in den angeblich wissenschaftlich geführten Großzoos von Duisburg, Dresden oder Wuppertal sind die Verhältnisse völlig inakzeptabel.


Schimpansen sind intelligente, sozial lebende Tiere. Sie unterscheiden sich im Erbgut nur minimal von Menschen. Dürfen wir sie gegen Geld zur Schau stellen? (Foto von: Doris Rudd Designs, Photography/Moment/Getty Images)
© Doris Rudd Designs, Photography/Moment/Getty Images
Foto vergrößern
Schimpansen sind intelligente, sozial lebende Tiere. Sie unterscheiden sich im Erbgut nur minimal von Menschen. Dürfen wir sie gegen Geld zur Schau stellen?

Warum ist es eigentlich so schwierig, Forderungen nach besseren Haltungsbedingungen, beziehungsweise ein Verbot der Haltung von Affen und anderen Tieren in Zoos durchzusetzen?
Weil die zuständigen Politiker immer noch der Mär aufsitzen, Zoos seien wichtige Attraktionsfaktoren für eine Stadt oder Region, die massive Subventionierung rechtfertigten. Sie sitzen insofern auch der Zoopropaganda auf, nur über die Präsentation exotischer Wildtiere könne diese Attraktivität aufrechterhalten werden. Anstatt die Haltung bestimmter Wildtiere zu verbieten, die schon aus klimatischen Gründen hierzulande nicht ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden können, werden mit zig Millionen an Steuergeldern immer neue Warmhäuser gebaut. Zooverbände haben erheblichen Lobbyeinfluss.

Sie gehen über die Kritik an Haltungsbedingungen hinaus und fordern im Rahmen des Great Ape Project Grundrechte für Große Menschenaffen ...
Die Forderung nach elementarer Gleichstellung der Menschenaffen setzt einen Entwicklungsverlauf fort, der allgemein in der Menschheitsgeschichte erkennbar ist: Anfangs bezogen sich ethische Empfindungen fast ausschließlich auf die eigene Sippe, danach auf gesellschaftliche Teilgruppen, später auf die Mitglieder einer Gesellschaft, schließlich mit der UN-Menschenrechtserklärung auf alle Menschen. Warum sollten wir hier haltmachen und die Interessen leidens- und freudefähiger Primaten ignorieren, bloß weil sie keine Menschen sind? Der historische Moment ist gekommen, um nach Nationalismus, Rassismus und Sexismus auch die Schranke des "Speziesismus" zu überwinden, der die Diskriminierung von Lebewesen nur aufgrund ihrer Artzugehörigkeit rechtfertigt.

Affen wissen nichts von Persönlichkeitsrechten, und man wird ihnen das Konzept auch nicht verständlich machen können ...
Wie im Falle "unmündiger" Menschen, also Kleinkindern, fortgeschritten Demenzkranken und so weiter, die nicht für sich selbst sprechen und ihre Rechte nicht selbst formulieren können, sollten Rechtsansprüche von Menschenaffen durch menschliche Sachwalter vertreten - und gegebenenfalls auch eingeklagt - werden können.


Wenn Sie mit Ihrer Forderung Erfolg haben sollten, hätten die Tiere weit reichenden Schutz - nicht nur davor, in Zoos ausgestellt zu werden. Aber verschieben Sie damit nicht nur die Grenze zwischen rechtlich geschützten und faktisch rechtlosen Lebewesen? Anderen Tieren wäre mit Ihrer Forderung ja nicht gedient, etwa den 50 Millionen Schweinen, die jedes Jahr in Deutschland geschlachtet werden ...
Diese Frage wird mir immer wieder gestellt. Ich bin pragmatisch und sage: Irgendwo muss man anfangen. Zudem - und das ist das Entscheidende - stellen Menschenaffen den Dreh- und Angelpunkt des Verhältnisses von Mensch und Natur dar. Sie definieren wie nichts und niemand sonst die scheinbar unantastbare Grenzlinie zwischen Mensch und Tier. Dabei wissen wir, dass sie über kognitive, soziale und kommunikative Fähigkeiten verfügen, die sich von denen des Menschen allenfalls graduell unterscheiden. Naturwissenschaftlich besehen ist es längst nicht mehr haltbar, überhaupt noch zwischen Menschen und Menschenaffen zu unterscheiden. Die Erbgutunterschiede, etwa zwischen Mensch und Schimpanse, bewegen sich im Promillebereich. Es gibt gerade bei den Menschenaffen kein vernünftiges Argument, ihnen die geforderten Grundrechte vorzuenthalten. Würde die Grenze zwischen Mensch und Tier durchlässig, könnte das eine Art "Türöffner" sein, der letztlich allen Tieren zugute käme. Im besten Fall könnte es zu eben jenem Dammbruch führen, den die Vertreter der "alten Ordnung" so sehr befürchten: zu einem radikalen Wandel des gesellschaftlichen Konsenses über das Mensch-Tier-Verhältnis.


Seine Beobachtungen dokumentierte Colin Goldner in dem 490 Seiten starken Band <a href="http://www.alibri-buecher.de/Buecher/Irrationalismus/Colin-Goldner-Lebenslaenglich-hinter-Gittern::464.html" target="_blank" rel="nofollow">"Lebenslänglich hinter Gittern"</a>, erschienen im Alibri-Verlag (Foto von: )
Seine Beobachtungen dokumentierte Colin Goldner in dem 490 Seiten starken Band "Lebenslänglich hinter Gittern", erschienen im Alibri-Verlag

Es gibt in den Medien ein gewachsenes Interesse an Themen wie Veganismus und Tierrechte. Spiegelt sich darin ein Bewusstseinswandel in der Gesellschaft?
Mit Blick auf Veganismus als Mode- und Lifestyleerscheinung bin ich noch etwas vorsichtig. Trotzdem glaube ich, dass sich ein Bewusstseinswandel abzeichnet. Immer mehr Menschen, gerade auch der jüngeren Generation, interessieren sich für einen ethisch verträglicheren Umgang mit Tieren.

Mit welcher Folge für die Zoos?
Die Besucherzahlen gehen seit Jahren massiv zurück. Immer weniger Menschen scheinen Gefallen daran zu finden, hinter Panzerglas und Elektrozäunen eingesperrte Wildtiere zu besichtigen, die allenfalls noch traurige Karikaturen ihrer wildlebenden Artgenossen darstellen.



Mehr zu den Themen: Colin Goldner, Tierrechte, Tierschutz, Zoo

Kommentar verfassen

Ja, ich möchte eine Benachrichtigung per Mail erhalten, wenn es neue Kommentare zu diesem Artikel gibt.
* Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine gültige Mailadresse ein. Diese wird später nicht auf unseren Seiten zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink - einfach anklicken und schon ist Ihr Beitrag online!

Mit der Abgabe eines Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Kommentare zu ""Inakzeptable Verhältnisse""

Rob | 09.06.2015 13:30

Wenn Menschenaffen Menschenrechte zugesichert werden, würde das ebenso bedeuten, dass Sie an die diese ebenso gebunden sind. Nun kann es sein das ein Menschenaffe einen anderen tötet (z.B. Unfall im Zuge der Klärung der Rangfolge). Was passiert dann? Wird der Affe vor Gericht gestellt und verurteilt, und wie?
Ich finde das wirklich vollkommen dämlich Menschenaffen Menschenrechte zuzusichern. Sollte nicht lieber darüber nachgedacht werden Tierrechte auszubauen? Und woher soll denn die Menschheit wissen wie für den Affen Freiheit aussehen sollte, und hat der Menschenaffe überhaupt eine Vorstellung davon und wie kommuniziert er das? Wenn dieser Herr Goldner von der Überwindung des Speziesismus redet und sich als Mensch über den Menschenaffen stellt und weiß was der Affe für Vorstellungen hat, beißt sich die Katze in den Schwanz. Nichts desto Trotz finde ich es überaus begrüßenswert wenn sich jemand für Tierrechte einsetzt und versucht gegen Zoos vorzugehen. Beitrag melden!

sospechosa | 03.06.2014 15:31

Hier die internationale Version der Petition für Grundrechte für Menschenaffen: http://www.projetogap.org.br/en/world-declaration-on-great-primates/
Sie verdient es, unterschrieben zu werden! Warum steht sie nicht auf der deutschen GAP-Seite? Beitrag melden!

Peter | 03.06.2014 13:30

Ein "Ein-Mann-Unternehmen"??? Das hätten manche wohl gerne, wenn das Great Ape Project in die Kiste "Spinnerei eines Einzelnen" gepackt und damit diskreditiert werden könnte. Ganz aktuell: http://hpd.de/node/18732?page=0,0 Beitrag melden!

Ralf Bülow | 03.06.2014 12:02

Da hier gerade der Name Volker Sommer gefallen ist: Vom dem gibt es ein Grundsatz-Statement auf der GAP-Seite, wo es u.a. heißt:
"Einwand: Wenn Menschenaffen ein Recht auf Freiheit haben, müssen Zoos ihre Gehege öffnen! Erwiderung < von Volker Sommer >: Tierrechtler sind oft der Meinung, dass Haltung in Gefangenschaft ethisch nicht vertretbar ist. Unabhängig davon werden aber Zoos und Schutzstationen weiter existieren müssen. Denn dort gehaltene Tiere können praktisch nie in die 'Freiheit' entlassen werden – aus Sicherheitsgründen und weil die Habitate zerstört sind. Die Situation geht selbstredend mit der Notwendigkeit einher, die Haltungsbedingungen entscheidend zu verbessern."
Das unterscheidet sich wohl etwas von den Äußerungen Colin Goldners. Quelle: http://greatapeproject.de/grundsatzstatement-volker-sommer/ Beitrag melden!

Peter | 03.06.2014 11:30

@sosoechosa:

Schon mal auf die GAP-website www.greatapeproject.de geguckt, Herr/Frau "sospechos"? Da zu behaupten, das GAP sei womöglich nur ein "Ein-Mann-Unternehmen", ist mehr als lächerlich. Schon mal von Volker Sommer gehört, der dem GAP angehört? Oder von Dieter Birnbacher? Oder von Eisenhart v.Loeper? Oder von Cleve Hicks? Oder, oder, oder... Vermutlich nicht. Schon mal davon gehört, dass es sich um eine Initiative der Giordano Bruno-Stiftung handelt? Vermutlich auch nicht.

Zu Ihren Argumenten:

6 Monate im Jahr draussen stimmt so nicht. allenfalls dürfen die Tiere bei warmem UND trockenem Wetter stundenweise raus (im Durchschnitt +/- 800 Std./Jahr). In manchen Zoos gibt's überhaupt kein Freigelände.

Die Meßmethoden zur genetischen Bestimmung variieren, je nach Methode liegen die Unterschiede zwischen Mensch und Schimpanse bzw. Bonobo, zumindest in einigen Sequenzen, im Promillebereich.

Die Forderung nach Abschaffung kommerzieller Nutzung der Tiere umfasst selbstverständlich auch ihre Zurschaustellung in Zoos (ein wenig nachdenken, bevor man was ins Netz stellt, schadet nie). Im Übrigen sieht das GAP Deutschland die Abschaffung von Zoos sehr differenziert, aber dazu müsste man halt entweder die o.a. website lesen oder die neue GAP-Studie von Colin Goldner. Beitrag melden!

sospechosa | 03.06.2014 10:49

Die präzise Beobachtung scheint die Sache von Herrn Goldner nicht zu sein. Im Berliner Zoo zum Beispiel haben die Menschenaffen Rückzugsmöglichkeiten in künstlichen "Nestern" aus Flechtwerk weit oberhalb der Köpfe der Menschen. Sie kommen etwa 6 Monate im Jahr täglich in die Freigehege. Und widmen ihre Zeit meistens, wenn sie nicht mit Futtern beschäftigt sind, dem Groomen, also einander. Natürlich ruhen sie auch manchmal einfach nur aus, und sind deshalb noch lange nicht apathisch. Alle Schimpansen dort sind weit über 50 Jahre alt, also schließlich schon ältere Herrschaften, Senioren.

Auch die Behauptung, der genetische Unterschied zwischen Mensch und anderen Menschenaffen bewege sich im Promillebereich ist falsch. Mit 1 bis 2 Prozent sind es eben immer noch Prozent. (Wobei wir 70 Prozent auch mit der Seegurke gemein haben.)

Die Forderung nach einer kompletten Abschaffung der Zoohaltung für Menschenaffen gar als Türöffner zur Abschaffung aller Zoos ist übrigens ein Sonderweg der deutschen Sektion des Great Ape Projects, der seit über 20 Jahren bestehenden Bewegung, die derzeit noch Ableger in Brasilien, Spanien und Argentinien hat. Man vergleiche dazu die englischsprachige Petition, die auf der Webseite der spanischen Sektion zu finden ist. Dort wird nur gefordert, Menschenaffen nicht der kommerziellen Nutzung auszusetzen. (So ganz mag man sich des Verdachts auch nicht enthalten, dass die deutsche Sektion eigentlich nur in Ein-Mann-Unternehmen von Herrn Goldner ist.)

Ich denke, Menschen in den Megastädten brauchen Zoos, gerade dann wenn sie um des Wohles der Tiere willen schon auf die Haltung von Tieren verzichten. Gerade die, die nicht so leicht einen Safari-Urlaub buchen können oder nicht wie Herr Goldner in einem Niederbayerischen Dorf wohnen. Denen zu sagen, sie könnten sich ja auch durch DVDs belehren lassen, ist schon fast inhuman. Ja, das klingt nach Utilitarismus. Aber Peter Singer, 1993 der Gründer des Great Ape Projects, war schließlich Utilitarist. Eine Theorie, nach der die größtmögliche Menge an Glück anzustreben sei und ein Mindestmaß an Leiden für alle - das hieße auch für den Menschenaffen Mensch. Beitrag melden!

Manuela H. | 02.06.2014 23:59

Zoos gelten als Orte, an denen verstädterte, naturentfremdete Menschen Kontakt zu wilden Tieren herstellen können. Nichts freilich ist weiter entfernt von der Wahrheit als das. Zoos sind Orte, an denen Tiere, die mit ihren wildlebenden Artgenossen nichts mehr gemein haben, außer vielleicht so ähnlich auszusehen wie sie, ein Leben lang eingesperrt und gegen Entgelt zur Schau gestellt werden.

Auch wenn ich früher selbst gerne in den Zoo gegangen bin, auch mit meinen Kindern, als sie noch kleiner waren (da allerdings immer schon mit einigem Unbehagen), habe ich nach der öffentlichen Schlachtung des jungen Giraffenbullen Marius und wenige Wochen später von vier Löwen im Zoo von Kopenhagen beschlossen, nie mehr einen Schritt in eines dieser Tiergefängnisse (bzw. Schlachthäuser) zu setzen.

Die aktuelle Debatte um Grundrechte für Menschenaffen und die damit einhergehende Kritik an den Unterbringungsverhältnissen in Zoos ist mehr als überfällig. Hoffentlich lmachen sich viele Eltern und Großeltern darüber Gedanken, BEVOR sie mit ihren Kindern und Enkelkindern das nächstemal in den Zoo gehen.


Beitrag melden!

Mani | 02.06.2014 20:00

Erst einmal ist Herr Goldner weder ein Zoologe, noch Biologe. Es mag zwar sein, das er Psychologe ist, aber deshalb hat er noch keine Fachkenntnisse in der Tiergärtnerei. Sein Tun und Streben kommt aus dem ideologischen Tierrecht.

Alleine die Aussage, dass die Affen nur an wenigen Tagen und für wenige Stunden auf eine Freianlage dürfen, sagt nur dass er die tatsächlichen Verhältnisse vor Ort nicht kennt. Auch die Aussage, das die Tiere den ganzen Tag einer lärmenden Masse Besucher ausgesetzt sind spricht von seiner Einseitigkeit und vor Allem von Verallgemeinerung. Kaum eine Anlage in nicht von einer Glaswand abgetrennt, die den Lärm nicht durchlässt.

Sieht man seine letzte „Studie“, die wissenschaftlich als solche nicht bezeichnen kann, dann hat der beste Zoo gerade ein ausreichend erhalten. Ein besseres Ergebnis hat es nicht gegeben und wird es von diesem Herrn nie geben, da er die gesamte Haltung aus seiner ideologischen Sicht abschaffen will.

Auch wenn ein Menschenaffe eine hohe Übereinstimmung in der DANN mit den Menschen hat, ist und bleibt auch ein Menschenaffe ein Tier.
Beitrag melden!

Wolf K. | 02.06.2014 16:55

"Naturwissenschaftlich besehen ist es längst nicht mehr haltbar, überhaupt noch zwischen Menschen und Menschenaffen zu unterscheiden. Die Erbgutunterschiede, etwa zwischen Mensch und Schimpanse, bewegen sich im Promillebereich."
---
Genetisch mag das stimmen, aber soziologisch und emotionell nicht. In dieser Hinsicht stehen uns die Wölfe, die mit uns nur sehr entfernt biologisch verwandt sind (Carnivoren und Primaten eben), entschieden näher als jede Affenart, zumal sie ebenfalls zu den intelligentesten Tierarten überhaupt gehören.
Vor dem Hintergrund ist auch die Haltung von Wölfen in Gehegen ein absolutes No Go, auch vor dem Hintergrund, daß ihr Aktionsradius in der Natur von 250 km² bis zu 5000 km² mißt, je nach Lebensraum.
Mir blutet jedenfalls das Herz, wenn ich diese herrlichen Geschöpfe in lächerlich kleinen Gehegen von 1000-2000 m² sehe (wenn *überhaupt* Wolfsgehege, dann nicht unter Hektargröße (Hektar im Plural!) und selbst das ist m.E. grenzwertig) und ich habe daraus schon vor 30 Jahren meine Konsequenzen gezogen: Ich habe nach einem traurigen Schlüsselerlebnis mit Wölfen in einem Kleingehege (gleichwohl gesetzeskonform! Das war ja das Schlimme!) nie mehr einen Zoo oder Tierpark betreten, der Wölfe hält.
Ja es stimmt, irgend wo muß man anfangen. Aber meine Prioritäten liegen bei Canis lupus, von denen 3 Exemplare der Unterart "familiaris" mein Leben teilen!

MfG
Wolf K. Beitrag melden!


Daten werden gesendet ...


Bitte geben Sie Ihren Namen an!


Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ung�ltig!


Bitte geben Sie eine Empf�nger-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ung�ltig!




* Pflichtfeld

» E-Mail versenden «
Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empf�ngers werden ausschlie�lich zu �bertragungszwecken verwendet und nicht gespeichert oder an Dritte weitergeben!