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Biorhythmus: Die unerbittliche innere Uhr
Wir machen die Nacht zum Tag, arbeiten zu früh oder zu spät, gönnen uns keine Pausen. Auf Dauer aber lässt sich der "Biorhythmus" nicht ignorieren und der Kampf gegen den Schlaf nicht gewinnen. Die körperlichen Folgen sind katastrophal
Im Maschinentakt der High-Tech-Welt ist der Mensch zum Risikofaktor Nummer eins geworden. Produktionsstätten und Kraftwerke laufen rund um die Uhr, Tag und Nacht verteilen Züge, Lastwagen, Schiffe und Flugzeuge Waren und Manager "just in time" rund um den Globus. Der menschliche Organismus kann mit dem Tempo nicht mithalten. So nimmt er sich einfach seine Pause - und schickt Menschen in den Schlaf.
Unsere Nonstop-Gesellschaft liegt auf Kollisionskurs mit unserer "inneren Uhr". Denn bei allen Kreaturen bis hinab zum Einzeller hat jede Körperfunktion - Leistung, Stimmung, Müdigkeit - Hochphasen und Tiefs, die sich beim Menschen innerhalb von 24 Stunden, aber auch in Monaten oder Jahren wiederholen. "Alles Leben unterliegt einem Zyklus von Ruhe und Aktivität", sagt der Chronobiologe Scott Campbell von der Cornell University im US-Bundesstaat New York.
Die Zeit des großen Gähnens
Wie eine Uhr haben auch wir Zeiger, die zu bestimmten Zeiten auf Wachheit und Leistung stehen, zu anderen auf Passivität und unüberwindbarer Müdigkeit. Chronobiologen, die Erforscher der vitalen Zeitrhythmen, warnen daher: Je mehr wir diese innere Uhr missachten, um so häufiger werden Krankheiten und soziale Konflikte sein, und um so öfter wird es zu Katastrophen kommen. Die meisten großen technischen Desaster der letzten Jahre gehen auf das Konto übermüdeten Personals, meint der Regensburger Schlafforscher Jürgen Zulley: "Übermüdung als Unfallursache wird unterschätzt." Seine alarmierende Untersuchung von Unfällen auf bayerischen Autobahnen zeigt: Müdigkeit verursacht zwei Drittel aller Karambolagen. Zu zwei Zeiten ist es auf den Straßen besonders gefährlich: in den frühen Morgenstunden und am Nachmittag gegen zwei Uhr. Dann kracht es fast sechsmal so oft wie sonst. Denn zu diesen Zeiten überfällt uns mit Macht das Ruhebedürfnis des Körpers.
Der Mensch lebt in einem konstanten Rhythmus
Wie dessen innere Uhr tickt, beginnen die Zeitforscher erst in jüngster Zeit zu entschlüsseln. Zwar war dem französischen Astronomen Jean Jacques d'Ortous de Mairan im Jahre 1729 aufgefallen, dass Mimosen ihre Blätter unabhängig vom Sonnenlicht öffnen und schließen. Doch erst als in den sechziger Jahren Forscher am damaligen Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie im bayerischen Andechs Freiwillige wochenlang in einem "Bunker" isolierten, kam heraus, dass auch der Mensch in einem konstanten Rhythmus lebt. Die Periode seiner wichtigsten inneren Uhr ist zirkadian - etwa einen Tag lang. Dieser Rhythmus bestimmt menschliches Verhalten auch dann, wenn keine äußeren Zeitgeber vorhanden sind. Auch ohne zu wissen, wie spät es ist, standen die Andechser Versuchspersonen auf, nahmen ihre Mahlzeiten ein und legten sich - freilich ohne Mittagsnickerchen - schlafen.
16 Stunden Schlaf am Stück
Zunächst überraschte, dass die Probanden immer etwas länger aufblieben und immer später das Licht einschalteten - eine Schlaf-Wach-Periode dauerte im Schnitt 25 Stunden. Jürgen Zulley und Martin Moore-Ede, einer der Spezialisten der Chronobiologie an der Harvard University im amerikanischen Boston, erinnern sich: "Manche Kandidaten glitten sogar in 50-Stunden-Tage hinein, in denen sie 16 Stunden hintereinander schliefen - wir dachten schon, sie lägen im Koma. Sie hatten am Ende des Versuchs ganze Wochen verloren."
Erst als die Forscher ihren Versuchspersonen nicht nur den "Nachtschlaf", sondern auch Schlafpausen zwischendurch erlaubten, stellte sich ein 24-Stunden-Rhythmus ein. Dieser ist in zwei Zwölf-Stunden-Perioden aufgeteilt, mit jeweils einer "Ruhephase", in der es den Körper machtvoll nach Schlaf verlangt: in der Nacht und am frühen Nachmittag. "Das Nickerchen", so Jürgen Zulley, "gehört offenkundig zu unserer biologischen Ausstattung."
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Kommentare zu "Biorhythmus: Die unerbittliche innere Uhr"
Wenn sich das mal nicht nach Werbung anhört.... Naja, wenn Studien eins bewiesen haben, dann ja wohl, dass die innere Uhr der beste Wecker ist. Nur kann man sich diesen heutzutage "sprichwörtlich" nicht mehr leisten. Und ein 200€ teures Gerät hilft einem da auch nicht weiter :)
Ich schlafe immer auf Autofahrten - wenn ich Beifahrer bin. Sobald Musik läuft und wir eine Weile unterwegs sind, bin ich v.a. nachts innerhalb kürzester Zeit eingeschlafen. Tagsüber nehme ich mir nur ab und zu die Zeit, ein Nickerchen zu machen. Seitdem ich den aXbo Schlafphasenwecker besitze, bin ich allerdings "experimentierfreudiger". Ein Power Nap ohne zu tief oder zu lange einzuschlafen, ist perfekt geeignet, um die eigene Leistungsfähigkeit wieder zu steigern. Gerade nach dem Mittag extrem praktisch. Falls jemand am aXbo Schlafphasenwecker interessiert ist, schaut einfach mal unter: www.axbo.com