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Selbstversuch: Studien- und Berufswahltests

Wiebke Plasse, Studentin der Fachjournalistik und freie Autorin, hat drei Studien- und Berufswahltests im Selbstversuch getestet. Hier lesen Sie ihre Erfahrungsberichte

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Mein Studium der Fachjournalistik neigt sich dem Ende zu und ich bin bereits seit einigen Jahren als freie Autorin tätig. Ich bin überzeugt davon, bei der Berufswahl die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ob die Orientierungstests im Internet mir recht geben werden?


Autorin Wiebke Plasse hat Tests zur Berufsorientierung unter die Lupe genommen (Foto von: Jörg Engels für GEO Wissen)
© Jörg Engels für GEO Wissen
Autorin Wiebke Plasse hat Tests zur Berufsorientierung unter die Lupe genommen

was-studiere-ich.de

Der "Selbsttest zur Studienorientierung" ist mit Landesmitteln finanziert worden. Für Abiturienten, die in Baden-Württemberg studieren wollen, ist er inzwischen Voraussetzung für eine Bewerbung.

In vier Schritten arbeitet man sich durch den einstündigen Test. In den ersten zehn Minuten geht es um reine Interessensfragen: Welche Aufgaben mir "für den Beruf wichtig sind" zum Beispiel. Für die folgenden Seiten gilt es, seine Hobbys aus Oberthemen wie Sport, Musik oder Technik auszuwählen. Darauf folgt ein detaillierter Fragenkatalog: Dieser erste Teil ist ein einfacher Multiple-Choice-Test, der ein Ankreuzen bei "interessiert mich gar nicht", "ein wenig" oder "interessiert mich sehr" vorschreibt. Danach widme ich mich dem Fähigkeitstest, der in drei Unterthemen aufgeteilt ist.
In einer Bearbeitungszeit von etwa 30 Minuten erfragt was-studiere-ich.de meine Fähigkeiten im sprachlichen Denken. Fremdwörter muss ich erklären und komplexe Sachverhalte in anderem Satzbau wiedergeben. Dieser Teil des Fähigkeitstests lag mir, anderenfalls hätte ich wohl auch den falschen Beruf gewählt.


Der für mich sehr schwierige Teil folgt aber sogleich: Die verschiedenen Aufgaben zum rechnerischen Denken sowie zur zahlengebundenen Merkfähigkeit müssen jeweils innerhalb von 60 beziehungsweise 90 Sekunden gelöst werden. Ich darf keinen Taschenrechner benutzen und für Notizen wäre ohnehin keine Zeit. Meine Bedenken waren gerechtfertigt: Zwanzig Zahlenpaare soll ich mir merken und in gleicher Reihenfolge wiedergeben, außerdem komplexe, mathematische Aufgaben lösen und Größenverhältnisse abschätzen.
Hoffentlich kann ich im dritten und letzten Teil der Fähigkeitstests wieder punkten: der Test zum bildhaften Denken und räumlichen Vorstellungsvermögen. In einer Bearbeitungszeit von circa 35 Minuten kommt es auf logisches Denken an. Grafiken und verschiedene Figuren gilt es, zu verstehen und in Zusammenhang zu setzen. Wie sieht beispielsweise die Vorlage zum Basteln eines Würfels aus? Aus jeweils vier oder acht Antwortbildern muss ich eines auswählen.

Nach rund 90 Minuten habe ich den Test beendet. Nun kann ich mein offizielles Teilnahmezertifikat herunterladen und meine Studiengangsempfehlungen begutachten. Eine Sonderseite auf der Homepage zeigt mir dazu in grafischer Form einen Überblick über meine Interessen und Fähigkeiten. Wie erwartet, konnte ich beim sprachlichen Denken punkten, das rechnerische und räumliche Wissen liegt gerade noch im Durchschnitt.
Meine Berufswahl wird durchaus bestätigt: Schon an zweiter Stelle kommen die Kommunikations- und Medienwissenschaften. Davor, an erster Stelle, stehen die Rechtswissenschaften. Das erstaunt mich, denn für Jura habe ich mich noch nie interessiert.

www.was-studiere-ich.de



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