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Hautveränderungen Schuppenflechte: Welche Behandlung hilft, wenn die Haut verrückt spielt

Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) ist eine entzündliche Erkrankung der Haut, die meist vererbt wird
Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) ist eine entzündliche Erkrankung der Haut, die meist vererbt wird
© Ольга Тернавская - adobe stock
Schuppenflechte, wissenschaftlich psoriasis vulgaris, lädt Betroffenen oft großen Stress auf. Welche Behandlung bei der entzündlichen Erkrankung der Haut hilft und welche Rolle der Umgang mit Stress dabei spielt

Nicht nur gut um den Körper kümmern, sondern auch um die Seele: Das ist umso wichtiger für alle, die eine Schuppenflechte (psoriasis vulgaris) haben, die also unter Hautveränderungen leiden mit Hauterhebungen, die klar begrenzt sind und stark schuppen. In Deutschland leben etwa zwei Millionen Menschen mit einer Schuppenflechte.

Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung schlägt oft auch die Psyche. Und zwar nicht nur die schuppenden Hautpartien und die Beschwerden, die sie mit sich bringen - sondern auch die Angst, dass sich die Krankheit verschlimmert. Das Gefühl, alle Blicke auf sich zu ziehen und die Angst vor dem nächsten Schub, ständiges Jucken und Schmerzen der Haut lädt Betroffenen oft großen Stress auf.

Doch was stärkt die Seele, wenn die Haut verrückt spielt? Die Initiative "Bitte berühren" des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD) gibt Tipps.

Psychische Belastung anerkennen - und handeln

Eins vorab: Sich zusammenreißen und auf Besserung hoffen - das ist auf Dauer keine Lösung. Denn mit einer Schuppenflechte steigt zum Beispiel auch das Risiko, eine Depression zu entwickeln oder an Arthritis zu erkranken. Die Psoriasis-Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, die bei etwa einem Drittel der Menschen mit Schuppenflechte nach einigen Jahren des Bestehens der Hauterkrankung auftritt.

Je früher die Schuppenflechte und ihre Symptome im Rahmen einer Therapie behandelt werden, desto besser für Körper und Seele. Betroffene sollten sich laut dem BVDD auch klarmachen: Dass ihnen die Schuppenflechte auf die Psyche schlägt, hat nichts mit persönlichem Versagen oder Schwäche zu tun.

Einen Umgang mit Stress bei der Behandlung finden

Stress kann eine Schuppenflechte verschlimmern. Da es aber auch die Krankheit selbst ist, die Betroffene stresst, setzt im schlimmsten Fall ein Teufelskreis ein.

Doch der lässt sich ausbremsen - indem man sein Stresslevel im Blick behält und sich aktiv um Stressabbau bemüht. Das kann von Person zu Person ganz unterschiedlich aussehen: Während der eine bei Yoga und Achtsamkeitsübungen auftankt, powert sich die andere beim Sport aus.

Bei Schuppenflechte Hilfe von außen annehmen

Nicht immer gelingt es, selbst eine Strategie zu finden, um die Psyche zu stärken. Dann können laut dem BVDD Patientenschulungen helfen, die eigens auf die Situation von Schuppenflechte-Betroffenen abgestimmt sind. Wo genau es solche Angebote gibt, erfahren Betroffene in ihrer Hautarztpraxis oder von ihrer Krankenkasse.

Auch Selbsthilfegruppen können der Psyche gut tun. Denn dort sehen Betroffene, dass sie mit der Erkrankung nicht allein sind. Und sie bekommen eine Idee davon, wie andere mit der Schuppenflechte leben - Inspiration, die sich womöglich ins eigene Leben einbauen lässt.

Und wenn der Leidensdruck sehr groß ist? Dann kann eine Psychotherapie sinnvoll sein. Dafür spricht man am besten erstmal mit seinem Hautarzt oder der Hausärztin, denn viele von ihnen haben eine psychologische Zusatzqualifikation.

dpa

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