"Fracht 200" An der Front: Unterwegs mit dem Trupp, der die Toten des Ukraine-Kriegs birgt

Ein Weg im Nirgendwo, womöglich in Reichweite der russischen Geschütze: Im Feld sind die Männer der "Fracht 200" auf sich gestellt. Warum sie Gefahren auf sich nehmen? Damit die Toten des Krieges würdig bestattet werden können
Ein Weg im Nirgendwo, womöglich in Reichweite der russischen Geschütze: Im Feld sind die Männer der "Fracht 200" auf sich gestellt. Warum sie Gefahren auf sich nehmen? Damit die Toten des Krieges würdig bestattet werden können
© Maxim Dondyuk
Im Osten der Ukraine fährt ein Trupp Männer über abgelegene Wege hinter der Front. Sie suchen die Überreste gefallener ­Soldaten; sie suchen nach Roman Wyschynskyj, 46 Jahre alt, Bruder, Sohn, Vater, seit Monaten vermisst. Ein GEO-Team begleitete die Militärorganisation "Fracht 200" bei einer lebensgefährlichen Mission
Text: Philip Malzahn, Fotos: Maxim Dondyuk

Roman Wyschynskyj starb im Lavendel, auf einer Anhöhe zwischen zwei Waldrändern, irgendwo im ostukrainischen Hinterland. Das Stück Metall, das ihn auf halber Strecke umbrachte, steckt noch in seinem Kopf. Seine Knochen sind braun wie der Matsch, auf dem er ruht.

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