Emotionales Essen Wie Gefühle unser Essverhalten beeinflussen – und wie wir gegensteuern können

Beim "Mood Control Eating" dient Nahrung dazu, intensive Emotionen herunter zu regulieren – etwa Trauer oder Wut zu besänftigen
Beim "Mood Control Eating" dient Nahrung dazu, intensive Emotionen herunter zu regulieren – etwa Trauer oder Wut zu besänftigen
© mauritius images / Westend61 / Gemma Ferrando
Warum reagieren manche Menschen auf Stress mit Hungerattacken? Im GEO-Gespräch erläutert die Ernährungspsychologin Cornelia Fiechtl, dass der Grundstein für emotionales Essen in der Kindheit gelegt wird und wie Betroffene lernen können, mit Heißhunger anders umzugehen

GEO: Welche Typen von Essern kennt die Psychologie? Wie kann ich herausfinden, zu welchem Typ ich zähle?

Cornelia Fiechtl: Zunächst einmal gibt es die natürlichen Esser. Bei der Nahrungsaufnahme und Auswahl von Lebensmitteln achten diese auf ihre Körpersignale und folgen ihnen als Impuls: Sie essen bei Hunger und hören auf, wenn sie satt sind. Hier funktioniert die Balance zwischen Bauchgefühl und Kopf. Es gibt die Gruppe der „gezügelten Esser“, die ihre Nahrungsaufnahme bewusst einschränken, kontrollieren und Regeln unterwerfen. Meist ist das Motiv, ein bestimmtes Gewicht zu halten oder Gewicht zu reduzieren. Und es gibt Menschen, die Emotionen über Essen regulieren. Sie greifen zu Nahrung, um Gefühle wie Ärger, Wut und Trauer zu dämpfen.


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