Die Heilkräfte der Pflanzen
Seit der Steinzeit setzen Menschen Heilkräuter ein, um Erkrankungen und Beschwerden zu lindern und zu heilen. Im Laufe von Jahrtausenden verfeinerten Mediziner, Mönche und Nonnen die Methoden, aus Pflanzen Arzneien herzustellen. Aus den Wurzeln von Kletten (links) etwa gewannen sie Tinkturen, die hohes Fieber senken und das Blut reinigen sollten. Labkraut (Mitte) wurde gegen Schwindelanfälle und Gliederkrämpfe verabreicht. Und die Blätter des Breitwegerichs (rechts) enthalten Öl, das auf Wunden, entzündete Stellen und Insektenstiche aufgetragen wurde. Seit dem 19. Jahrhundert gelang es, durch chemische Prozesse die in Heilpflanzen enthaltenen Stoffe in reiner Form zu gewinnen. Schätzungen zufolge werden heute weltweit bis zu 70.000 Pflanzenarten für Medikamente genutzt.
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