Berüchtigter KZ-Arzt Mengele Wie dem "Todesengel von Auschwitz" die Flucht gelang

Er ist einer der berüchtigtsten Verbrecher des NS-Regimes: Josef Mengele, der Arzt von Auschwitz, hat an Insassen des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers grausame Experimente durchgeführt. Bereits im Mai 1945 wird er offiziell wegen Massenmordes gesucht. Doch er kann untertauchen – und schließlich nach Übersee entkommen
Josef Mengele

Ein Netzwerk von alten Kameraden, Verwandten und anderen Unterstützern hilft Mengele, sich immer wieder dem Zugriff der Behörden zu entziehen. Sie behaupten, er sei tot, ebnen ihm mit Geld und Beziehungen die Flucht und verschaffen ihm falsche Dokumente

An einem Tag im Oktober 1945 erreicht das Böse einen einsamen bayerischen Bauernhof. Es trägt einen alten Militärmantel und darunter einen grauen Flanellanzug.

Der Mann, der das Gehöft betritt, ist dunkelhaarig, Mitte 30, mit glatten Gesichtszügen und einer markanten Lücke zwischen den Vorderzähnen. Der Fremde stellt sich der Familie Fischer als Fritz Hollmann vor. Er sagt, er sei Soldat und vor den Russen aus Görlitz geflohen und suche nun Arbeit. Als die Bauern ihn zu Tisch bitten, schlingt er, ohne zu sprechen, stürzt die Milch hinunter, als habe er lange gehungert. Der Bauer sagt: „Wenn du so viel arbeitest, wie du isst, bist du mein Mann. “

Den Fischers reichen die knappen Angaben, die der Gast zu seinem Leben macht. Ihr Hof im kleinen Mangolding sieht auch in diesen kargen Zeiten aus wie ein bayerisches Idyll, liegt geraniengeschmückt im Hügelland östlich von Rosenheim. Doch die tägliche Arbeit ist hart. Die Familie besitzt ein Dutzend Milchkühe, einen Stier, drei Pferde, ein Mastschwein, einige Hühner und bestellt sechs Hektar mit Weizen und Kartoffeln; Hilfe kann sie gut gebrauchen.

Der Mann kommt den Bauern zwar etwas merkwürdig vor. Seine Hände sind fein und weich, als ob er in seinem Leben noch nie richtig körperlich gearbeitet hätte, und er spricht nahezu dialektfreies Hochdeutsch, als käme er aus besserem Hause.

Aber was ist schon normal in diesen Nachkriegsmonaten, welcher Lebensweg hat da keine ungewöhnliche, schicksalhafte Wendung genommen. Und dass der Mann nicht über seine Person und den Krieg reden will, teilt er mit so vielen Heimatlosen und Ausgebombten. Also stellen die Fischers den Fremden an, als Knecht, für zehn Mark Wochenlohn plus Kost und Logis.

In einer kleinen Kammer wohnt er nun, auf viereinhalb mal drei Metern, mit Bett und Schrank. Jeden Morgen um 6.30 Uhr steht er auf und mistet noch vor dem Frühstück den Stall aus. Auf dem Feld buddelt er Kartoffeln hervor, mäht Heu mit der Sense, fällt und sägt Bäume im Wald. Nach dem Abendessen um sieben bleibt der Knecht manchmal noch auf und spielt Karten, meist aber legt er sich früh zu Bett.

Er geht selten aus, bekommt keinen Besuch, redet nur das Nötigste. Er ist weder freundlich noch unfreundlich, stets beherrscht und diszipliniert. Nur einmal, als er dem Bruder des Bauern vergeblich befiehlt, Heu aus der Tenne zu schaffen, funkelt der Mann böse, als wolle er dem anderen zu Leibe rücken.

Doch mit der Zeit taut der Fremde sogar auf, plaudert und scherzt in der Stube. Einmal verkleidet er sich mit gebasteltem Bart und Hut als Nikolaus; die Fischers müssen Tränen lachen.

Das Lachen gilt einem der größten Verbrecher des NS-Regimes. Denn der neue Knecht der Fischers ist kein einfacher Gestrandeter in unruhigen Zeiten – es handelt sich um Josef Mengele, den berüchtigten Lagerarzt von Auschwitz, der Gefangene bestialisch gequält und viele Tausende in den Tod geschickt hat.

Längst wird er von den Alliierten gesucht; Zeitungen schreiben im Herbst 1945 über ihn: „Mit tierischer Wollust sah er Menschen sterben. “ Doch ist es Mengele gelungen, unterzutauchen und in der Abgeschiedenheit auf dem Lande einen Unterschlupf zu finden – ehe er das Land auf dunklen Wegen für immer verlassen wird. So wie viele Kriegsverbrecher: Sie nutzen das Chaos der Nachkriegszeit – und das fehlende Unrechtsbewusstsein mancher Deutscher –, um sich einer Bestrafung zu entziehen.

Auschwitz-Überlebende nennen Mengele den „Todesengel“

Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz nennen Mengele später den „Todesengel“. Für Hunderttausende Häftlinge ist er einer der ersten Menschen, die sie bei ihrer Ankunft im Lager sehen – einen tadellos gepflegten Mann mit Zahnlücke, in SS-Uniform, mit blanken schwarzen Stiefeln, weißen Handschuhen und einem polierten Stöckchen, mit dem er nach rechts oder links deutet: ins Arbeitslager oder zu den Gaskammern. Mitunter lächelt er dabei oder pfeift Opernarien.

Mengele hat in Medizin und Anthropologie promoviert, ist fanatischer Rassist und Antisemit und unternimmt in Auschwitz bald „Experimente“, mit denen er die NS-Ideologie untermauern und seine Karriere als Forscher befördern will. In wissenschaftlich absurden Prozeduren malträtiert und foltert Mengele ohne erkennbare Regungen Männer, Frauen und Kinder. Meist sterben die Gepeinigten dabei.

Als sich die Rote Armee auf ihrem Vormarsch nach Westen Anfang 1945 Auschwitz nähert, lässt die SS das Konzentrationslager räumen. Häftlinge werden auf Todesmärsche geschickt, Beweise vernichtet. Auch Mengele packt im Krankenbau hektisch seine Unterlagen in Kisten und flieht in einem Auto. Für kurze Zeit arbeitet er in einem anderen Konzentrationslager, weiter westlich. Doch als die Sowjettruppen sich abermals nähern, erkennt Mengele, dass das Ende des NS-Regimes nur noch eine Zeitfrage ist: Von nun an wird er seine Identität verdunkeln, sich verleugnen, untertauchen.

In Böhmen schließt er sich unter falschem Namen einer deutschen Sanitätseinheit an, die sich auf dem Rückzug befindet. Seine SS-Uniform, die ihn als Teil der NS-Elite erkennbar macht, tauscht er gegen die eines einfachen Wehrmachtsoffiziers. Er bandelt mit einer Krankenschwester an, der er seine Unterlagen anvertraut: Die Aufzeichnungen seiner Experimente scheinen ihm im Falle einer Festnahme bei ihr besser aufgehoben.

Mengeles Einheit gelingt es im Chaos der Tage um die Kapitulation, sich bis nach Bayern durchzuschlagen. Dort werden die Männer von US-Soldaten verhaftet und in ein Kriegsgefangenenlager in Oberfranken eingewiesen.

Karte

Mengeles Fluchtweg führt ihn von seiner Heimatregion um Günzburg über Innsbruck bis nach Genua. Italien ist damals die Drehscheibe für viele Men- schen, die Europa illegal verlassen

Josef Memling ist die neue Identität, unter der Mengele sich hier registrieren lässt. Eingehender verhört wird er nicht, wohl auch weil ihm die typische Tätowierung der Blutgruppe auf Arm oder Achselhöhle fehlt, die ihn als SS-Mitglied gekennzeichnet hätte: Vermutlich aus Eitelkeit hatte Mengele bei Eintritt in den NS-Kampfverband darauf verzichtet. Das rettet ihm nun offenbar das Leben.

Denn schon im Mai 1945 taucht sein Name im Kriegsverbrecher-Register auf, das die Alliierten nach Informationen von Militärs und NS-Opfern bereits seit Langem erstellen. Nach Zeugenaussagen von Auschwitz-Überlebenden wird er wegen Massenmordes gesucht.

Doch bei den Amerikanern herrscht unmittelbar nach Kriegsende oft solches Durcheinander, dass viele der Fahndungslisten die Kriegsgefangenenlager nie erreichen. Zudem haben sie kein Foto Mengeles, keine Fingerabdrücke, nur eine vage Beschreibung.

Mitte August lässt die US Army Mengele tatsächlich frei – ohne seiner wahren Identität jemals auf die Spur gekommen zu sein. In Kriegsgefangenschaft hatte ein anderer deutscher Arzt namens Fritz Ulmann ihm seine Armee-Entlassungspapiere gegeben, nachdem er sich eine Zweitschrift besorgt hatte. Mengele ändert die Buchstaben später säuberlich, indem er Linien hinzufügt: Aus Fritz Ulmann wird Fritz Hollmann – eine neue, durch ein amtliches Dokument bezeugte Identität.

Mengele versteckt sich zunächst bei einem Schulfreund, der als Tierarzt in Donauwörth lebt, später bei einem Apotheker in München, mit dem er an der Ostfront gedient hat.

Der flüchtige NS-Verbrecher ist sich selbst keiner Schuld bewusst, er erzählt seinen Gastgebern, er habe „nie jemanden getötet oder ihm wehgetan“. Er wolle sich freiwillig den Alliierten stellen und vor Gericht verteidigen. Seine Unterstützer machen ihm indes klar, dass er kein günstiges Urteil erwarten kann; zeitweise verfällt Mengele in Depressionen. Doch er hofft vermutlich, dass die amerikanischen Besatzer ihn irgendwann vergessen werden.

Ein anderer Medizinerkollege hilft ihm schließlich, Zeit zu gewinnen. Der Schwager von Fritz Ulmann, ein niedergelassener Arzt in Riedering bei Rosenheim, empfiehlt ihm, auf einem einsamen Bauernhof in seiner Gegend unterzutauchen. Und tatsächlich: Auf einem Gehöft, bei dem er nach Arbeit fragt, hat Mengele Erfolg. Er wird Knecht bei den Fischers.

Mengele entschließt sich zur Flucht

Im Herbst 1945 findet die Bauernfamilie immer mehr Gefallen an ihrem neuen Handlanger. Ihre Zweifel an seiner Vorgeschichte scheinen die Fischers weiterhin kaum umzutreiben. Wie so viele Deutsche sind sie wahrscheinlich nicht sonderlich streng mit sich und ihren Landsleuten. Die Berichte über die Taten im Krieg und in den Konzentrationslagern tun viele als „Gräuelpropaganda“ ab. Nicht wenige sympathisieren noch immer mit dem NS-Regime, und viele wollen einfach nur vergessen. Sollte sich einer schuldig gemacht haben, decken mancherorts Mitbürger lieber die Täter und beschimpfen diejenigen, die Verbrecher anzeigen, als Verräter.

Monate vergehen. Mengele führt abends Tagebuch, verfasst vor Selbstmitleid triefende Lyrik: „Zwölf Arbeitsstunden / Und noch mehr Schwielen, Riss’ und Schrunden, / Doch geistig trat ich kurz. “ Nicht die Angst, entdeckt zu werden oder gar Reue beschäftigen ihn – Langeweile ist seine größte Sorge.

Eines Tages fahren zwei Polizisten auf einem Motorrad mit Seitenwagen auf dem Bauernhof vor, um den entlassenen Kriegsgefangenen, der sich zuvor unter seinem falschen Namen beim Bürgermeister hat registrieren lassen, zu überprüfen. Als sie seinen amerikanischen Entlassungsschein begutachten und zufrieden wieder abfahren, belächelt Mengele innerlich, so notiert er später, wie viel Respekt deutsche Beamte vor Papieren der Alliierten hätten.

In der Rosenheimer Lokalzeitung verfolgt der frühere KZ-Arzt unterdessen, wie die Siegermächte den Hauptkriegsverbrechern in Nürnberg den Prozess machen. Mit der Zeit wird ihm immer klarer, dass die Alliierten weitere NS-Straftäter anklagen werden: Sollten die Besatzer ihn je fassen, droht ihm die Höchststrafe, der Tod am Galgen. In Deutschland hat er keine Zukunft mehr.

Und so entschließt sich Mengele zur Flucht.

Doch erst im Sommer 1948, nach drei Jahren auf dem Bauernhof der Fischers, beginnt sein Ausbruch Richtung Übersee: Mengele verlässt die Gegend von Rosenheim und versteckt sich in den Wäldern nahe seiner Heimatstadt Günzburg zwischen Ulm und Augsburg.

Seine Familie, zu der er die ganze Zeit heimlich Kontakt hielt, hat schon vor längerer Zeit behauptet, er sei gestorben, um ihn zu schützen. Die Mengeles betreiben eine Fabrik in Günzburg, sie verdienen gut mit Schubkarren für den Wiederaufbau.

Nun investieren sie ihr Geld, um dem ältesten Sohn den Weg ins Exil zu erkaufen. Sie finden Kontakt zu ehemaligen SS-Leuten, die bereit sind, die illegale Reise zu organisieren, Papiere und Tickets zu besorgen, Routen zu planen, Helfer zu engagieren.

Ein gutes Dutzend Mittelsmänner werden Mengele auf seiner Flucht insgesamt unterstützen, in seinen Aufzeichnungen schreibt er von einem systematisch ausgeführten „Kameradenwerk“.

Mengele fährt im April 1949 zunächst mit der Eisenbahn nach Österreich, überquert dann zu Fuß die Alpen nach Italien. In einem Städtchen an der Grenze versteckt er sich einen Monat lang – und wechselt erneut die Identität: Er heißt nun Helmuth Gregor, Ingenieur, geboren 1911 in Südtirol.

Mit einem neuen Ausweis reist der NS-Verbrecher nach Genua, wo ein Mittelsmann für ihn eine Schiffspassage auf dem Dampfer „North King“ gebucht hat. Ziel der Flucht ist Argentinien.

Josef Mengele

Erst zwei Jahre nach seiner Schweizreise wird in Deutschland publik, dass Mengele (links, in Brasilien) noch lebt

Die argentinische Führung schützt die geflüchteten Nazis, sieht über ihre Vergangenheit hinweg und nutzt einige von ihnen für das eigene Regime. Etwa den hochdekorierten Weltkriegspiloten Hans-Ulrich Rudel, der Peróns persönlicher Luftwaffen-Berater wird.

Aber auch andere Weltregionen werden zum Fluchtpunkt für NS-Täter. Syrien und Ägypten setzen auf deutsche Militärberater. Sogar die Alliierten nehmen manchmal hochrangige Nazis auf, wenn ihre Expertise wertvoll erscheint: USA und Sowjetunion verpflichten deutsche Wissenschaftler und Militärstrategen. Einige Experten landen statt auf der Anklagebank in neuen Karrieren, wie Wernher von Braun, der Konstrukteur der V2-Rakete. Wer für die Alliierten weniger nützlich ist, versucht dagegen unterzutauchen.

Die Flucht durch Europa und nach Übersee, vorbei an Polizeikontrollen und Militärposten, über Zonen- und Staatsgrenzen hinweg, ist trotz des Nachkriegsdurcheinanders so aufwendig, dass mit der Zeit Gerüchte entstehen, hinter den Flüchtenden stehe ein mächtiger Geheimbund, der ein neues „Viertes Reich“ anstrebe. Doch diese angebliche „Organisation der ehemaligen SS-Angehörigen“, kurz „Odessa“, ist nur ein Mythos, tatsächlich hat es sie nie gegeben.

Schlüsselrollen spielen hingegen Angehörige zweier Einrichtungen, die vollkommen unverdächtig erscheinen: die katholische Kirche und das Internationale Rote Kreuz. So unterstützen antikommunistische und nazifreundliche Kleriker wie der österreichische Bischof Alois Hudal Kriegsverbrecher mit Geld; er gewährt sogar dem ehemaligen Kommandanten des Vernichtungslagers Treblinka Unterschlupf in seiner römischen Wohnung.

Und das Rote Kreuz stellt Papiere für staatenlose Flüchtlinge aus, unter die sich auch viel SS-Männer mischen. Völlig überfordert von der Vielzahl der Anträge, sind die Mitarbeiter der Organisation oft nicht in der Lage oder willens, alle Anträge sorgfältig zu prüfen.

Von dieser Hilfe profitiert auch Mengele, der behauptet, wegen seiner angeblich ungeklärten Nationalität keinen Reisepass erhalten zu haben.

Bis zu seinem Tod lebt der frühere KZ-Arzt in Südamerika

Am 25. Mai 1945 legt die „North King“ in Genua ab und gleitet mit gleichmäßigen acht Knoten durch das Mittelmeer Richtung Argentinien. Als das Schiff die italienischen Hoheitsgewässer verlässt, zieht sich Mengele in seine Kabine zurück. Später wird er notieren: „Wellen, nichts als Wellen. “

Fast 30 Jahre lang wird der frühere KZ-Arzt in Südamerika leben, anfangs in Buenos Aires – wohl alimentiert von seiner Familie und immer unbehelligt von den örtlichen Behörden, obwohl Mengele sogar im Telefonbuch steht.

Doch 1958 macht der Schriftsteller Ernst Schnabel die deutsche Öffentlichkeit darauf aufmerksam, dass der Massenmörder noch immer auf freiem Fuß ist. Daraufhin nimmt die Staatsanwaltschaft neue Ermittlungen auf, schließlich stellt die Bundesrepublik einen Auslieferungsantrag. Mengele muss untertauchen, zunächst in Paraguay, später in Brasilien.

Josef Mengele

In Embu nahe São Paolo versammeln sich Schau­lustige 1985 vor dem Haus, in dem Mengele gewohnt haben soll

Bald wird er weltweit gesucht, auf seine Ergreifung sind erst eine Million, später zehn Millionen Mark ausgesetzt, die höchste Belohnung, die je in Deutschland ausgelobt wurde. Gefasst wird er dennoch nie.

Mit knapp 68 Jahren stirbt Josef Mengele; er erleidet 1979 beim Baden in Brasilien einen Schlaganfall. In seiner alten Heimat erfahren Behörden und Öffentlichkeit erst Jahre später davon, als Ermittler Mengeles Grab 1985 nahe São Paolo finden.

Der Bauer Fischer in Mangolding lebt da längst nicht mehr, aber seine Frau und sein Bruder geben Buchautoren später zu Protokoll, dass ihr Knecht damals am 1. August 1948 einfach so verschwunden sei. Mitgenommen habe er nur sein Geld und den Anzug, mit dem er gekommen war.

Gewundert habe seine heimliche Flucht sie nicht. Sie hätten von Anfang an vermutet, er sei ein hochrangiger NS-Funktionär gewesen, der untertauchen musste. Sie hörten nie wieder von ihm. Und dachten nur: Wird er wohl ein besseres Versteck gefunden haben.