Saaremaa Estlands größte Insel ist eine Welt für sich

Was macht Saaremaa so besonders? Und wann sollten Sie Estlands größte Insel am besten besuchen? Antworten finden Sie in unserer Reihe "Traumort des Tages"
Saaremaa, Estland

Historische Bauten und abwechslungsreiche Natur machen die Insel Saaremaa aus

Wo liegt Saaremaa?

Die größte estnische Insel und viertgrößte Ostseeinsel liegt vor der Westküste Estlands. Zu erreichen ist Saaremaa ab Tallinn per Flieger sowie von mehreren Festlandhäfen per Autofähre. Die schnellste Verbindung führt ab dem Hafen Virtsu auf die Nachbarinsel Muhu, die über einen Damm mit Saaremaa verbunden ist.

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Was macht die Ostseeinsel besonders?

Mit einer Fläche von knapp 2700 Quadratkilometern bietet Saaremaa vor allem eins: Viel Abwechslung! Denn obwohl die Insel zu Estland gehört, hat sich hier aufgrund der abgeschiedenen Lage eine ganz eigene Kultur gebildet. Das spiegelt sich in der Architektur, in der Kleidung und der Sprache. Entsprechend viel gibt es zu entdecken. Vor allem draußen in der Natur. Von einem milden Seeklima und einem kalkhaltigen Boden geprägt, hat sich auf Saaremaa eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt entwickelt, darunter zum Beispiel der gelb- oder lilablühende Saaremaa-Klappertopf und Orchideen. Die Fauna wird vor allem von Vögeln dominiert, da viele Zugvögel die Insel zur Rast nutzen, darunter Ringelgänse und Eiderenten. In den Gewässern und den Buchten von Saaremaa fühlen sich Robben wohl. Große Säugetiere wie Bären, Luchse oder Elche sind eher selten anzutreffen. 

Zur Beobachtung der Wildtiere bieten sich einige kleinere Naturschutzgebiete an, aber auch der Nationalpark Vilsandi – der insbesondere ein Paradies für Vogelbeobachtung darstellt. Eine ganz besondere Sehenswürdigkeit der Insel ist gar überirdischen Ursprungs. Kreisrund und grünlich schimmernd präsentiert sich der Kaali-Meteoritenkrater, der umgeben von einem 16 Meter hohen Erdwall in einem Wäldchen bei Kuressaare liegt. Der Tümpel mit einem Durchmesser von 50 Metern ist der Hauptkrater eines Meteoriteneinschlages von vor etwa 4.000 Jahren. Im direkten Umfeld liegen acht kleinere Krater. Eine weitere Sehenswürdigkeit bildet die Steilküste Panga Pank, die in der Küdema-Bucht über 20 Meter tief ins Meer abfällt.

Touristisches Zentrum von Saaremaa bildet die im Süden gelegene Stadt Kuressaare. Bereits Mitte des 19. Jahrhundert unter dem Namen Arensburg ein international bekannter Kur- und Badeort, hat Wellness hier noch heute einen hohen Stellenwert. Hinzu kommen Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Entfernung, allen voran die Bischofsburg mit ihren mächtigen Mauern. 1380 wurde sie vom Deutschen Orden für die Bischöfe von Ösel-Wieck errichtet und beherbergt heute das historische Museum der Insel. Ein weiteres historisches Gut sind die Bockwindmühlen. In vielen Fällen nur noch als Ruinen vorhanden, prägten sie einst alle estnischen Inseln. Im 19. Jahrhundert hatte fast jeder größere Bauernhof in Saaremaa seine eigene Windmühle. Inzwischen fruchten die Bemühungen die alten Windmühlen zu restaurieren, sodass sie auf Saaremaa auch heute wieder zu finden sind.

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Wann ist die beste Reisezeit für Saaremaa?

Die beste Reisezeit für Saaremaa und die umliegenden Inseln ist der Hochsommer. Natürlich ist es dann auch am vollsten. Wer auch mit Regen leben kann, kommt im September.

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