In der dünn besiedelten argentinischen Region Patagonien nahe der Grenze zu Chile sind mehr als 500 Feuerwehrleute, Polizisten und Hilfskräfte im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Besonders betroffen sind die Provinzen Chubut und Santa Cruz. Allein hier brennen laut der Notfallbehörde Argentiniens 3800 Hektar Wald. Gouverneur Ignacio Torres sagte dem Radiosender Radio Mitre, es handele sich um eine der schwersten Umweltkrisen, die die Provinz je erlebt habe.
In den vergangenen Tagen wurden Berichten zufolge bereits 3000 Reisende in Sicherheit gebracht. Die Böden in Südamerika sind ausgetrocknet, denn dort ist gerade Sommer. Hohe Temperaturen und starke Winde erschweren demnach die Löscharbeiten. In einigen Teilen der Region entspanne sich die Lage jedoch durch einsetzenden Regen.
Die argentinische Regierung geht nach eigenen Angaben von Brandstiftung aus. In der Vergangenheit kam es in Patagonien wiederholt zu vorsätzlich gelegten Bränden.