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Klimakrise Erstmals fällt Regen statt Schnee auf höchstem Punkt des grönländischen Eisschildes

Klimakrise: Der mächtige Eisschild bedeckt mehr als 80 Prozent der Fläche Grönlands. Aber wie lange noch?
Der mächtige Eisschild bedeckt mehr als 80 Prozent der Fläche Grönlands. Aber wie lange noch?
© Jan Henne
Es ist ein beispielloser Wärmeeinbruch: In 3200 Metern Höhe ist auf dem grönländischen Eisschild zum ersten Mal Regen gefallen. Große Schmelzereignisse häufen sich auf der Rieseninsel

Am höchsten Punkt des grönländischen Eisschildes hat es am Wochenende zum ersten Mal seit Beginn der Wetteraufzeichnungen geregnet. Das teilte das National Snow and Ice Data Center in Boulder (USA) mit. Der Gipfel befindet sich auf einer Höhe von 3216 Metern über dem Meeresspiegel. Gewöhnlich fällt hier der Niederschlag als Schnee.

Gewaltige Mengen Eis und Schnee schmolzen weg

Der Mitteilung zufolge lagen die Temperaturen am 14. August etwa neun Stunden lang über dem Gefrierpunkt, gewaltige Mengen Eis und Schnee schmolzen weg. Erst im Juli hatte es demnach einen Einstrom von warmer Luft gegeben, der zu einer großen Eisschmelze führte. 

Die Wissenschaftler sehen den Klimawandel als Ursache des Wärmeeinbruchs, große Schmelzereignisse häufen sich. Instrumentellen Aufzeichnungen zufolge gab es ähnliche Ereignisse 1995, 2012 und 2019, davor nach Bohrkernanalysen vermutlich im später 19. Jahrhundert. 

dpa

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