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Nachhaltigkeit Fünf Dinge, die wir von unseren Großeltern lernen können

Heute spricht man von vermeintlich neuen Trends wie "Superfoods", "Zero Waste" und "Urban Gardening". Mit solchen Begriffen könnten unsere Großeltern nicht viel anfangen, doch gelebt haben sie es schon vor uns

Wer umweltfreundlicher und nachhaltig leben möchte, kann sich an den eigenen Großeltern oft ein Beispiel nehmen.  Unsere Großmütter und Großväter sind in einer Zeit aufgewachsen, in der es kein Plastik oder Frischhaltefolie gab und als Zero Waste bereits gelebte wurde, ohne diesen englischen Begriff zu kennen.

Lebensmittel waren ein kostbares Gut, sie wurden nicht weggeworfen, sondern beim Kochen restlos verwertet oder haltbar gemacht. Ganz unbewusst war das Konsumverhalten dieser Generation weitaus nachhaltiger als heute, das Eigentum wurde gepflegt und kaputte Dinge repariert.

In Zeiten von Fast Fashion und Lebensmittelverschwendung tun wir gut daran, uns an die Lebensweise unserer Großeltern zu erinnern. Fünf Tipps.

Lebensmittel haltbar machen und nichts wegwerfen

Viele orientieren sich am Mindesthaltbarkeitsdatum und lassen sich nach Ablauf des Datums verunsichern. Anstatt den eigenen Sinnen zu vertrauen, werden Produkte weggeworfen. Dabei sollte man immer drei Dinge tun, bevor ein Lebensmittel weggeworfen wird: Anschauen, schmecken, riechen – und dann erst entscheiden, ob etwas weggeworfen werden muss oder nicht. Oma machte dies schon vor.

Unsere Großeltern waren ebenfalls Meister darin, Lebensmittel haltbar zu machen. Denn waren in einem guten Jahr die Ernten besonders üppig, wurden keine Produkte weggeworfen, sondern wurden entweder gelagert oder eingekocht und eingeweckt. Von selbstgekochten Marmeladen bis hin zu eingelegten Gurken oder Apfelkompott – unsere Großmütter wissen genau, was mit kiloweise Obst und Gemüse zu tun ist.

Kaputte Dinge reparieren

Zugegeben, der "Minimalismus" der Generation unserer Großeltern war meist aus der Not geboren. Heute ist der Minimalismus-Trend eine Antwort auf die Überfluss- und Konsumgesellschaft. Während manche heute in neu gegründete Repair Cafés gehen, gehörte der Gedanke “Reparieren statt Wegwerfen” früher zum ganz gewöhnlichen Lebensstil. Risse und Löcher in der Kleidung wurden genäht, Schuhe geklebt und am Radio so lange gearbeitet, bis es wieder funktionierte.

Produkte aus der Region einkaufen

Goji-Beeren, Avocados und Chiasamen kannten unsere Großeltern nicht. Stattdessen landeten regionale Produkte auf dem Teller. Es war auf dem Markt nur das heimische Obst und Gemüse erhältlich, das die Bauern in der jeweiligen Jahreszeit geerntet haben. Der Kauf von regionalen und saisonalen Lebensmitteln unterstützt nicht nur den lokalen Markt, sondern hat auch eine weitaus bessere Energiebilanz als Produkte, die über weite Wege transportiert werden müssen.

Putzen mit natürlichen Hausmitteln

Ein Putzmittel für das Badezimmer, eins für die Küche, eins für die Toilette und drei verschiedene Mittel für unterschiedliche Fußbodenbeläge und Fenster – die breite Palette an chemischen Reinigern kannten unsere Großeltern nicht. Stattdessen gelang es ihnen mit wenigen Hausmitteln, Haus unf Hof umweltfreundlich zu reinigen und statt Duft-Raumsprays zu nutzen, rissen sie einfach das Fenster auf.

Wer es macht wie unsere Großeltern, kann sich das traditionelle Wissen zunutze machen und mit Soda, Essig, Zitronensäure und Kernseife auf umweltschonende Weise das eigene Zuhause saubermachen. Tipps dazu liefern wir hier.


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