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Fischratgeber Welchen Fisch kann ich noch essen?

Wir müssen nicht auf Fisch verzichten, doch es lohnt sich, öfter mal zu Hering oder Karpfen zu greifen
Karpfen

Karpfen gehört zusammen mit Hering und Afrikanischem Wels zu den drei Arten, die sowohl der Fischratgeber von Greenpeace als auch jener vom WWF als empfehlenswert einstuft

Fünf Fischarten decken fast drei Viertel des Fischkonsums in Deutschland: Lachs, Alaska-Seelachs, Hering, Thunfisch und Forelle. Wer im Sinne des Artenschutzes genießen möchte, sollte Alaska-Seelachs meiden.

Denn der Fisch aus dem Nordpazifik wird mit Netzen gefangen, die empfindliche Lebensräume am Meeresgrund zerstören. Sein grätenarmes Fleisch wird häufig zu „Schlemmerfilets“ und Fischstäbchen verarbeitet, bildet aber auch die Grundlage für Surimi (Krebsfleisch-Imitat).

Nur drei Fische werden als empfehlenswert einstuft

Nur Hering aus der Nordsee kann man von den fünf beliebtesten Fischen noch bedenkenlos essen. Er gehört zu den drei Arten, die sowohl der Fischratgeber von Greenpeace als auch jener vom WWF als empfehlenswert einstuft – gemeinsam mit Karpfen und Afrikanischem Wels.

Fisch-App fürs Handy

Die Fischratgeber von Greenpeace und WWF lassen sich als Einkaufshilfe aufs Handy laden. Leichter fällt die Benutzung der Apps an der Tiefkühltheke, weil dort alle Angaben auf die Packung gedruckt sind – neben Herkunft und Fangmethode auch die Nummern der Fanggebiete und wissenschaftliche Namen der Arten. Alternativ sind Bio-Siegel und das MSC-Zertifikat für Wildfang (beziehungsweise das ASC-Zertifikat für Zuchtfische) ein Wegweiser für nachhaltige Fischerei. Generell gilt der Rat, Fisch als Delikatesse zu behandeln und eher selten zu essen.

Forelle: zwei Arten gehen

Bei Forellen sorgt die Vielfalt der Arten für Verwirrung, zumal sowohl Regenbogen- als auch Meerforellen manchmal als „Lachsforellen“ bezeichnet werden. Auf den Teller sollten nur Regenbogen- oder Bachforellen, nicht aber See- oder Meerforellen. Auf Importe aus Südamerika oder Südeuropa besser verzichten, da die Zucht dort viel Süßwasser verbraucht.

Thunfisch: nur Bonito

Auf „delfinfreundlich“ zu achten, reicht bei Thunfisch nicht aus. Zwar wurden die Fangmethoden weitgehend umgestellt, um den Beifang zu reduzieren, aber inzwischen geht es darum, den Thunfisch selbst zu schonen. Bestimmte Arten stehen kurz vor dem Kollaps. Nur der echte Bonito, auch Skipjack genannt, ist in seinem Bestand noch stabil. Lachs: wild oder gezüchtet? Entscheidend ist, ob es sich um atlantischen oder pazifischen Lachs handelt. Letzterer geht gut als Wildlachs aus Kanada oder Amerika, denn dort wird der Wildfang nachhaltig betrieben. Atlantischer Lachs ist überfischt und kommt besser aus Aquakultur mit Naturland- oder ASC-Siegel.

Links im Überblick

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WWF-Fischratgeber
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