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Gartenkalender Start ins Gartenjahr: Die wichtigsten Aufgaben im Januar

Gartenarbeit im Januar: Frau schneidet Obstbaum
Planen, vorbereiten, pflegen: Es gibt bereits einiges an Gartenarbeit im Januar zu erledigen
© natalialeb / Adobe Stock
Vielen Gärtnerinnen und Gärtnern kribbelt es bereits zum Jahresanfang in den Fingern. Und tatsächlich gibt es einiges an Gartenarbeit im Januar, die schon jetzt erledigt werden kann. Was im Januar im Garten zu tun ist – und was Sie lieber sein lassen sollten

Im Januar erreicht die Winterpause im Garten ihren Höhepunkt. Wer sich zum Jahresanfang noch ausruhen möchte, kann das getrost tun. Viele Gärtnerinnen und Gärtner scharren hingegen schon ungeduldig mit den Hufen. Denn lange müssen sie nicht mehr warten, bis die ersten Krokusse blühen und von hungrigen Hummeln angeflogen werden. Mit diesen Frühlingsboten erwacht der Garten zum Leben. Bis es so weit ist, können Ungeduldige mit den ersten Gartenarbeiten im Januar beginnen. Vieles dreht sich nun um die Vorbereitung des neuen Gartenjahres. Allzu motiviert sollten Sie jedoch nicht an die Arbeit gehen, um Tiere und Pflanzen nicht in der Winterruhe zu stören.

Gartenarbeit im Januar: Diese Aufgaben können Sie jetzt erledigen

1. Die Füße stillhalten

Die Füße stillhalten – das soll eine Gartenarbeit im Januar sein? Und ob! Wer zum Jahresanfang die Ruhe bewahrt, hilft vielen Tieren durch den Winter. Benjeshecken, Laubhaufen, Totholzhaufen und verblühte Pflanzenstängel sollten unberührt bleiben. Hier finden Igel, Insekten und andere Lebewesen Schutz. Nehmen Sie im Januar keine großen Aufräumaktionen vor. Auch von Umgrabungen ist abzusehen, um das Bodenleben zu schützen. Die Geduld zahlt sich aus, denn im Frühling werden Sie umso mehr Vielfalt im Garten beobachten können.

Folgende Gartenarbeiten können Sie im Januar trotzdem durchführen, ohne die Natur zu stören:

2. Vögel und andere Nützlinge unterstützen

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Im Winter ist das Nahrungsangebot für Vögel knapp. Die Gartenbewohner freuen sich daher über etwas Unterstützung. In einem Vogelhäuschen oder einer Futtersäule können Sie entsprechendes Futter in Bioqualität anbieten. Hier erklären wir, worauf Sie außerdem bei der Vogelfütterung im Winter achten sollten.

Bei Dauerfrost bietet sich im Naturgarten auch eine Vogeltränke an. Stellen Sie sie auf einen umgedrehten Tontopf und zünden Sie darunter ein Grablicht an, um die Vogeltränke eisfrei zu halten. Auch Igel können Unterstützung benötigen. In milden Wintern erwachen die Tierchen mitunter zu früh aus dem Winterschlaf. Ein mit Stroh gefülltes Igelhaus, ein Schälchen Wasser und etwas Katzenfutter oder ungewürztes Rührei nehmen sie dann dankend an. Welche Fehler Sie bei der Igelhilfe im Winter unbedingt vermeiden sollten, lesen Sie hier.

3. Sträucher und Bäume schneiden

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Eine gute Nachricht für alle, die den Griff zur Garten- oder Astschere kaum abwarten können: Im Januar freuen sich einige Sträucher und Bäume über einen Rückschnitt. Dazu zählen unter anderem Apfel- und Birnenbäume, Haselnussbäume und Holundersträucher. Führen Sie den Rückschnitt am besten an frostfreien und trockenen Tagen durch.

4. Johannisbeeren, Stachelbeeren und Hasel vermehren

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Wer in Zukunft noch mehr aus dem Garten naschen möchte, kann vorhandene Sträucher vermehren. Dazu schneiden Sie junge Triebe vom Strauch ab, entfernen am unteren Drittel (falls vorhanden) die Blätter und stecken die Zweige in einen Topf mit Anzuchterde. Haselnussbäume lassen sich auch durch Absenker vermehren. Hier wird ein tiefsitzender Trieb vorsichtig zum Boden gebogen und in die Erde gedrückt. Mit der Zeit bildet der neue Trieb Wurzeln und kann anschließend von der Mutterpflanze getrennt und umgepflanzt werden.

5. Besser spät als nie: Krokusse pflanzen

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Ist der Boden im Januar frostfrei, können Sie die letzte Chance nutzen, um Krokusse, Narzissen und Tulpen zu pflanzen. Die Pflanzzwiebeln werden für gewöhnlich schon ab Herbst in den Boden gebracht. Wer spät dran ist, kann diese Gartenarbeit im Januar nachholen. Sie müssen dann lediglich mit Startschwierigkeiten rechnen. Das Wachstum der Pflanzen kann im ersten Jahr gering ausfallen. Im nächsten Frühling sollte es sich jedoch normalisiert haben.

Im Januar lassen sich auch Kaltkeimer aussäen. Dazu gehören zum Beispiel Eisenhut, Mohn, Pfingstrosen, Astilben oder Kornblumen.

6. Den Tannenbaum verwerten

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Im Januar hat der Tannenbaum ausgedient. Doch nach seinem kurzen Einsatz als Weihnachtsschmuck kann der Nadelbaum Ihnen noch weitere Dienste im Garten erweisen. Bevor Sie ihn also entsorgen, nutzen Sie den Tannenbaum doch besser als Frostschutz für empfindliche Stauden oder schreddern Sie den Baum im Gartenhäcksler und verwenden Sie ihn als Mulchschicht in den Beeten. Haben Sie einen Weihnachtsbaum im Topf gekauft, können Sie ihn im Januar in den Garten pflanzen, wenn der Boden frostfrei ist. Weitere Tipps zum Upcycling von Weihnachtsbäumen finden Sie hier.

7. Unkraut zupfen im Januar?

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Bei milden Temperaturen kann vereinzelt schon im Januar Unkraut in den Beeten auftauchen. Wer jetzt schnell handelt und die unerwünschten Beikräuter gezielt zupft, spart sich im Frühling eine Menge Arbeit. Unser Tipp: Die Blumenbeete nicht wahllos hacken, denn neben dem Unkraut zerstören Sie dann auch Keimlinge von Stauden und hübsche Wildblumen, die sich selbst ausgesät haben könnten. Lassen Sie sie stehen, denn im Kampf gegen das Unkraut sind sie Ihre Verbündeten. Je mehr (erwünschte) Pflanzen sich aussäen, desto dichter wird das Blumenbeet und desto weniger Unkraut kann sich später verbreiten.

8. Bei Schnee: Sträucher und Gewächshaus befreien

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Falls der Winter nicht so mild verläuft, ist der Garten im Januar womöglich unter einer Schneedecke begraben. Dann gibt es für Sie wenig zu tun. Außer: Sträucher und das Gewächshaus regelmäßig vom Schnee zu befreien. Eine zu hohe Schneelast kann nicht nur Bäume und Sträucher gefährden, sondern auch das Dach des Gewächshauses. Überwintern Pflanzen im Gewächshaus, leiden diese wegen einer Schneedecke auf dem Dach schnell an Lichtmangel.

9. Frühbeete, Hochbeete und Pflanztische bauen

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Mit einem Frühbeet starten Sie schon deutlich früher in die Gartensaison. Gemüse und andere Pflänzchen können hier geschützt heranwachsen. Im Januar ist es dafür in den meisten Fällen noch zu früh. Nutzen Sie den Monat also, um einen passenden Standort auszuwählen und ein Frühbeet aufzubauen. Auch Hochbeete und Pflanztische können jetzt aufgestellt oder auf Vordermann gebracht werden. Hochbeete lassen sich zum Beispiel ideal mit dem Strauchschnitt (aus Aufgabe 3) oder den Überresten des Tannenbaums (aus Aufgabe 6) füllen.

10. Keimproben durchführen

Der Januar ist der ideale Zeitpunkt, Keimproben durchzuführen. Damit testen Sie, ob altes Saatgut aus dem vergangenen Jahr noch keimfähig ist. Geben Sie dazu von jeder Sorte einen Samen in ein kleines Töpfchen mit Anzuchterde und stellen Sie es auf die Fensterbank. Keimt es, können Sie das Saatgut getrost für diese Saison verwenden. Zeigt sich hingegen nach mehreren Tagen kein Pflänzchen, sollten Sie rechtzeitig neues Bio-Saatgut einkaufen.

11. Gemüsebeet: Aussaat und Ernte im Januar

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Ein paar robuste Gemüsesorten können Sie im Januar bereits vorziehen, aussäen oder ernten, falls Sie im vergangenen Jahr vorgesorgt haben:

Im Gewächshaus oder Frühbeet: Rucola, Radieschen, Pflücksalat, Feldsalat, Spinat

Auf der Fensterbank vorziehen: Paprika, Kohlrabi, Brokkoli, Chili

Ernten aus dem Vorjahr: Porree, Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Schwarzwurzel, Feldsalat, Spinat

Weitere Tipps und einen Überblick über das ganze Jahr finden Sie in unserem großen Aussaat-Kalender für Gemüse, Salat & Co.

12. Gemüsebeet-Plan für das neue Jahr erstellen

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Möchten Sie in diesem Jahr ein Gemüsebeet anlegen, gehört dessen Planung zu einer der wichtigsten Gartenarbeiten im Januar. Dabei gibt es einiges zu bedenken. Denn nicht alle Gemüsesorten werden gleichzeitig ausgesät und abgeerntet. Um Lücken zu vermeiden und so viel Ernte wie möglich aus Ihrem Beet herauszuholen, hilft ein Jahresplan mit einer entsprechenden Abfolge. Dabei müssen Sie auch beachten, welche Beetnachbarn sich gut vertragen.

13. Neue Beete schonend anlegen

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Eingangs haben wir darauf hingewiesen, dass große Projekte wie Umgrabungen besser nicht im Januar durchgeführt werden, um das Bodenleben zu schützen. Neue Gemüse- und Blumenbeete oder Blühstreifen können Sie dennoch im Januar vorbereiten und anlegen. Und zwar ohne zu buddeln.

Legen Sie dazu Abdeckvlies oder eine Plane auf dem Rasen aus und beschweren Sie das Ganze mit Steinen, Dachlatten oder anderen schweren Gegenständen. Wichtig: Die Abdeckung sollte blickdicht und für Unkraut beziehungsweise Gras undurchlässig sein. So kann das Gras unter der Plane nicht wachsen und stirbt nach einer Weile ab. Hat sich der Rasen gelb verfärbt, können Sie das Vlies oder die Plane entfernen und eine dicke Mulchschicht und zum Schluss Erde auftragen. Die Schicht muss so dicht sein, dass kein Licht durchdringen kann – ansonsten wächst das Gras einfach hindurch.  

14. Erdbeerpflanzen pflegen

Wer im Spätsommer seine Erdbeerpflanzen vermehrt hat, sollte im Januar nach dem Rechten sehen. Denn die kleinen Pflänzchen werden leicht vom Frost aus dem Boden herausgedrückt. Den Wurzelballen sollten Sie zügig zurück in die Erde drücken, damit die Pflänzchen wieder Halt finden und den nächsten Frost überstehen.

15. Eingekochtes, Lagerware und Werkzeug kontrollieren

Und wenn es wie aus Eimern schüttet? Dann gibt es im Januar immer noch indirekte Gartenarbeiten zu erledigen. Gartenwerkzeuge sollten kontrolliert und gegebenenfalls repariert werden. Bei der Lagerung und Pflege von Gartenwerkzeugen können übrigens auch Silica-Gel-Tütchen behilflich sein! Wussten Sie nicht? Wir verraten Ihnen hier, wie Sie die kleinen weißen Beutel clever nutzen können.

Selbstversorgerinnen und Selbstversorger nutzen den Jahresbeginn, um eingekochte Speisen und Lagerware zu kontrollieren und im Zweifel auszusortieren. Zu guter Letzt findet sich in der Werkstatt oder im Gartenhaus sicherlich die eine oder andere Ecke, die mal wieder aufgeräumt werden könnte. Gartenarbeiten im Januar gibt es für ungeduldige Gärtnerinnen und Gärtner also genug.

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