Pico del Teide: Das erlebten unsere Mitglieder
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Tagestour: Aufstieg zum Pico del Teide
„Tagestour“ ist wörtlich zu nehmen: anders, als in vielen Berichten beschrieben, haben wir die Tour am Tag gemacht.
Geparkt haben wir an der Canada-Straße TF-21, am Parkplatz „Montana Blanca“. Sollte dieser voll sein, dann gibt es ca. 1,5 km westlich einen weiteren Parkplatz, sowie einen am Fuße der Teleferico (Seilbahn).
Vom Parkplatz „Montana Blanca“ aus geht es gemächlich knapp anderthalb Stunden, vorbei an den Teide-Eiern, zum Abzweig zur Montana Blanca. Wer Lust und Zeit hat, kann einen Abstecher machen.
Ab jetzt geht es steil bergan. Eine weitere gute Stunde später haben wir das Refugio Alta Vista erreicht und eine Pause eingelegt. Das Refugio ist tagsüber immer geschlossen, es gibt keinerlei Schutzraum, nicht mal einen Papierkorb. Das Refugio wird erst abends geöffnet für diejenigen, die in der Nacht den Aufstieg zur Spitze machen.
Vom Refugio Alta Vista brauchten wir wieder eine gute Stunde, dann standen wir an der Teleferico.
Nach insgesamt reichlich viereinhalb Stunden hatten wir den Gipfel erreicht.
Für den Abstieg haben wir die knieschonende Teleferico-Variante gewählt: für 12,50 € wurden wir in wenigen Minuten tausend Meter tiefer zur Canada-Straße gebracht. Von da aus sind es bis zum Parkplatz „Montana Blanca“ nochmals ca. 3 km zu laufen (ziemlich öde und auch nicht ungefährlich, da es keinen Fußweg gibt); Bus fährt leider nur zwei Mal am Tag – ist also auch keine Alternative…
Der Zugang zur höchsten Spitze ist aus Gründen des Naturschutzes reglementiert: Wer keinen Permit hat, kommt zwischen 09:00 Uhr und 17:00 Uhr (Betriebszeiten der Teleferico) von der Berstation der Seilbahn nicht weiter zur Spitze. Wir wurden streng kontrolliert, sowohl hoch als auch runter! Der Permit ist personengebunden, also Personalausweis unbedingt mitnehmen, und gilt nur an einem bestimmten Tag zu einer festgelegten Zeitspanne.
Den Permit kann man sich leicht übers Internet besorgen:
http://www.reservasparquesnacionales.es
Keine Plätze am Wunschtag mehr frei? Es gibt auf Teneriffa Anbieter von „Gruppentouren“, die eigene Kontingente haben. Hierzu kann ich aber keine Adresse liefern.
Sonnenaufgang am Teide:
Wer sich für eine Tour über zwei Tage entscheidet, muss daran denken, dass so ein Nachtaufstieg per se schwieriger ist. Es ist kälter (Frost nicht ungewöhnlich) und schon tagsüber der „Weg“ manchmal kaum zu erkennen. Belohnt wird man mit einem tollen Naturschauspiel (vorausgesetzt der Gipfel ist nicht komplett in Wolken verpackt). Wir haben an anderen Bergen schon Nachtaufstiege gemacht.
Nun gilt es, sich für eine der beiden Varianten zu entscheiden – viel Glück bei der Besteigung!Bilder von muehle64 zu Pico del Teide
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