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Reisetipp: die Villa Hügel - das Krupp´sche Anwesen über dem Baldeney-See die Villa Hügel - das Krupp´sche Anwesen über dem Baldeney-See: 5 Sterne bei 1 Bewertung

die Villa Hügel - das Krupp´sche Anwesen über dem Baldeney-See: Villa Hügel - das Anwesen
 
 
 
 
 

die Villa Hügel - das Krupp´sche Anwesen über dem Baldeney-See: Das erlebten unsere Mitglieder

  • die Villa Hügel - das Krupp´sche Anwesen über dem Baldeney-See: Bewertet mit 5 Sternen
    hape35 09.02.11

    Villa und Park sind ein Highlight im Essener Süden

    Mit dem Bau der Villa Hügel setzte sich Alfred Krupp (1812-1887) selbst ein Denkmal. Der Hügel-Park wurde von ihm nach Vorbildern der englischen Landschaftsgärten mit seltenen Bäumen und Gehölzen selbst entworfen.

    Der schlossartige Bau, der im Grundbuch allzu bescheiden als "Einfamilienhaus" eingetragen ist, verfügt auf über 8.000 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche über 269 Zimmer und gilt als Symbol des wirtschaftlichen Erfolges der Familie Krupp.
    Bauherr war 1873 Alfred Krupp, der nach eigenen Entwürfen inmitten eines weitläufigen Landschaftsparks Haupthaus und Logierhaus nebst verbindenden Galerien errichtete. "Um die Luft und den Blick rein zu halten und künftige Ausdehnung des Besitzes zu ermöglichen", erwarb er gleich jede Menge Umland mit. In dem Besitz gingen Unternehmer aus aller Welt, Politiker und Regierungschefs vieler Nationen ein und aus; sogar der Kaiser stattete dem an einen Renaissancepalast erinnernden Gebäudekomplex einen Besuch ab.
    Die 1873 fertiggestellte Villa Hügel im vornehmen Ortsteil Bredeney diente der Familie Krupp drei Generationen lang als Wohnung und Repräsentationsgebäude; seit 1953 finden in den pompösen Räumen des feudalen Anwesens hoch über dem Baldeney-See Kunstausstellungen und Konzerte statt.

    Fast ehrfürchtig betritt man die mächtige, eichenvertäfelte Eingangshalle, an die sich die Bibliothek mit Blick in den Garten anschließt. Die einzigartige Dachkonstruktion, das weithin sichtbare Belvedere, diente dazu, die fensterlose obere Halle mit Licht zu versorgen. Hier kann man einige der Privaträume besichtigen und dabei einen kleinen Einblick in das Leben eines vermögenden Stahlmagnaten gewinnen. Beim Einzug von Alfred und Bertha Krupp (1873) wurde die Villa noch als einfach und schlicht ausgestattet beschrieben; die nächste Generation aber, Friedrich Alfred und Margarethe Krupp, gestaltete 1888 das Innere deutlich prächtiger und komfortabler. Margarethe legte außerdem den Grundstock zu einer Kunstsammlung und einer herausragenden Kollektion flämischer Wandteppiche. Ihre einzige Tochter Bertha wurde nach dem frühen Tod des Vaters 1902 die Erbin des Weltunternehmens.

    Bertha heiratete Gustav von Bohlen und Halbach und bekam sieben Kinder. Das Paar gab umfassende Umbauten in Auftrag und ergänzte die bestehenden Kunstsammlungen. Über 600 Mitarbeiter bewirtschafteten zu Beginn des Ersten Weltkrieges das Anwesen. In den dreißiger Jahren zog die Familie in das Kleine Haus, da die Betriebskosten ins Unermessliche wuchsen und kaum noch tragbar waren. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach sollte das letzte Familienmitglied sein, das am Stammsitz wohnte: Im April 1945 beschlagnahmten die Amerikaner den gesamten Komplex; erst 1952 wurde es der Familie zurückgegeben. Alfried und seine Mutter Bertha stellten das Haus der Allgemeinheit zur Verfügung und favorisierten dabei eine Nutzung im Sinne von Kunst und Kultur.

    Seither finden hier hochkarätige Ausstellungen statt; außerdem dient die Villa zu Repräsentationszwecken des Unternehmens. In der oberen Halle, in der auch eine Orgel vorhanden ist, werden Konzerte des Folkwang Kammerorchesters veranstaltet; im "Kleinen Haus", das derzeit restauriert wird, informieren zwei Ausstellungen über die Geschichte des Unternehmens und der Familie.

    Die Villa Hügel steht seit 1986 unter Denkmalschutz. Auch bei der Planung des Parks hatte der Bauherr feste Vorstellungen: „einen Wald von Bäumen“ wünschte er sich, und deshalb wurden ausgewachsene Bäume herbeigeschafft. Bereits zehn Jahre nach dem Einzug war die Villa von einem dichten Wald umgeben. Anläßlich des 150. Firmenjubiläums erhielt der Hügelpark 1961 seine heutige Ausgestaltung nach dem Vorbild eines englischen Landschaftsgartens, von dem aus sich ein herrlicher Blick auf den Baldeney-See bietet. Der Hügelpark ist seither ein anziehendes und beliebtes Ausflugsziel für die Essener.

    Weiteres findet Ihr unter meinen Bildern:
    Villa Hügel - das Anwesen
    Villa Hügel - der Park

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