Das Coco Lezzone : Das erlebten unsere Mitglieder
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Die älteste Trattoria in Florenz
Ein Küchenreisetip: Das Coco Lezzone in Florenz
Wenn man wie wir im Herbst die Rennaisance-Stadt Florenz als Reiseziel gewählt hat und sich durch das ein oder andere Museum und den imposanten Bauwerken in die stolze Vergangenheit der Stadt geträumt hat,laden zahllose Cafes und Trattorien zum Wärmen und Stärken ein.
Im historischen Zentrum,an der Kreuzung von Via del Parioncino und Via del Purgatorio liegt die wohl älteste Trattoria von Florenz - das Coco Lezzone.
Ihr Koch und Inhaber Gianluca Paoli versucht dort das Aroma und die kulinarische Tradition von dem Florenz zu bewahren,welches vor über 100 Jahren existierte.
Hier kocht er auf seinem rund 200 Jahre altem Holzofen für ortsansässige Geschäftsleute,seine Stammgäste und für jene Touristen die auf der Suche nach der typischen florentinischen Küche sind.
Morgens um 6 Uhr zündet Paoli das Eichenholz in dem schmiedeeisernen Ofen an, um den Arista (Schweinebraten) anzubraten, damit er bis zum Mittagessen fertig ist. Das Wochenmenue des Coco Lezzone hängt an der Eingangstür aus und scheint auf einer alten Olivetti mit defektem Typrad gefertigt zu sein. Das Erscheinungsbild der Menuekarte passt sich den Gerichten an:
Pappa al pomodoro
Trippa alla fioerentina
ribolita (Wiederaufgekochtes)
und natürlich das berühmte bistecca alla fioerentina.
Am späten Nachmittag geht es in der Trattoria geschäftig zu. Paolis Mutter ist angekommen mit Früchten aus dem eigenen Garten.
Seine Mutter ist sonst nur für den Empfang und die Abrechnung zuständig, denn in seiner Familie kochen die Männer- nicht die Frauen und das seit Generationen..
Das Coco Lezzone umgibt eine einfache, unaufdringliche Schönheit. In zwei kleinen Räumen im vorderen Bereich befinden sich dicke, weiße Kacheln und vergilbte Fotos illustrer Gäste. Im hinteren Raum stehen Tische, die so groß sind, dass ganze Familien daran Platz nehmen können. Rot karierte Tischtücher und weiße Servietten schmücken die Tische zusammen mit frischen Blumen. Die Wände sind im typischen "toskanischen Ocker" gestrichen.
Der Ort hat den Reiz längst vergangener Zeiten. Man fühlt sich hier geborgen und getragen. Hektik und Fortschritt sind hier so unwillkommen wie Handys und Kreditkarten.Auch Kaffee gibt es nicht.
Das Essen war perfekt - ein willkommendes Pendent zur abgehobenen modernen"Inküche."
Beim Verlassen durfte ich die winzige Küche mit ihrem mächtigen Ofen fotografieren.
Jedoch habe ich die Aufnahmen total verwackelt.
Ich weiß nicht ob es an meiner Aufregung oder am Chianti classico lag :-)
Gianluca Paolis Autogramm krönt jetzt sein Rezept der Tomatenbrotsuppe.
Ich halte es in Ehren und werde wiederkommen.
ciao Markus
Pappa al pomodoro - Tomaten- und Brotsuppe
(Für 6-8 Personen)
250 ml Olivenöl
3 zerkleinerte Knoblauchzehen
3 fein geschnittene Lauchstangen
1 l Bratensoße (Rind und Huhn)
2 l pürierte, italienische Dosentomaten
500 g grob geschnittenes Brot vom Vortag
1 gute handvoll zerkleinerte Basilikumblätter
Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer
Olivenöl und Knoblauch in einem mittelgroßen Kochtopf erhitzen. Wenn der Knoblauch leicht gebräunt ist, den Lauch dazu geben und 20 Minuten weitergaren.
Falls nötig Wasser hinzufügen, damit das Gemüse nicht anbrennt.
Die Bratensoße und die pürierten Tomaten dazurühren, alles aufkochen lassen und bei red. Hitze 30 Minuten leicht köcheln lassen.
Das Brot hinzufügen, Basilikum unterrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
30 Minuten ruhen lassen,danach solange durchrühren, bis eine breiige Konsistenz besteht. Eventuell nachwürzen und mit bestem Olivenöl servieren.Bilder von omafrieda zu Das Coco Lezzone
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