Reisebericht

Reisebericht: Mount Fuji

 
 
 
 
 
Reisebericht: Mount Fuji

Von Tokyo auf den Fuji und zurück

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Zusammenfassung der Reise

Zunächst einige Vorinformationen:
Der Fuji ist in 10 Stationen unterteilt. Man kann mit dem Bus bis zur 5. Station fahren und von da aus auf den Gipfel steigen. Ich bin allerdings morgens um 5 Uhr aus Tokyo los und bin dann um 10 Uhr vom Fuß des Fuji losgegangen.

1.Tag

Nachdem ich mittags in Japan angekommen bin, habe ich mir erst ein Hotel gesucht und anschließend in Tokyo relaxt. Kleiner Tipp: Die Tourist Offices sind wirklich sehr hilfreich. Dort kann man immer noch aktuelle Informationen erfahren.

2. Tag

Mithilfe des Jetlags war ich schon um 3 Uhr morgens wach. Also hab ich mich um 6 Uhr morgens mit dem Zug von Shinjuku Station nach Osuki aufgemacht. Nach einer einstündigen Fahrt konnte man auch langsam erkennen, dass die Agglomeration Tokyo langsam zu Ende geht. In Osuki musste ich dann nochmal umsteigen und den Zug nach Fujishoida nehmen. Die Fahrt hat nochmal eine Stunde gedauert.
Da kam ich gegen 8 Uhr morgens dann auch an. Dort sollte man sich übrigens mit 2 Litern Flüssigkeit ausrüsten, weil man am Fuji erst ab der 5. Station wieder Wasser kaufen kann. An der S-Bahn-Station kann man auch das Tourist-Office besuchen und von da aus eine Hütte reservieren.
Von Fujishoida aus muss man ein Taxi nehmen um nach Umagaeshi zu fahren. Egal, was die Japaner sagen. Man muss ein Taxi nehmen. Das kostet ca. 20€. Den Preis ist es aber wert, weil man sich so ca. 4 Stunden Fußmarsch erspart. Umagaeshi liegt auf 1400m und es gibt nicht viel außer einigen kleinen Pagoden. Allerdings kann man von da aus sehr gut starten.
Ich bin bis ca. 17 Uhr aufgestiegen und konnte dann in der vorher reservierten Hütte schlafen und auch ein Abendessen verputzen. Es war zwar nicht sonderlich lecker, aber man konnte es runterkriegen.

An dieser Stelle einige Informationen:
Ich habe eine Hütte in ca. 3000m Höhe ausgesucht zwischen der 7. und 8 Station. Ich würde denjenigen, die das ähnlich machen wollen, raten am ersten Tag nicht höher als dorthin zu klettern. Ich bin dort um 17 Uhr angekommen und ziemlich kaputt gewesen. Obwohl ich eigentlich ziemlich sportlich bin und erst 23 Jahre jung. Das hat schon geschlaucht.

3. Tag:
Ich bin gegen Mitternacht wieder aufgebrochen. Allerdings war das viel zu früh.
Dadurch hatte ich sehr viel Zeit übrig und wusste nicht genau, was ich allein an dem Berg machen sollte. Außerdem wehte ein ziemlich starker, kalter Wind.
Deshalb habe ich mich dazu entschieden für eine Stunde in einer Hütte oberhalb der 8 Station zu sitzen. Allerdings haben die Japaner einen leichten Schatten. Man muss 1000 Yen ( 6€ )pro Stunde bezahlen und darf auf keinen Fall einschlafen, wenn man in der Hütte sitzt.
Dort habe ich auch die erste Japanerin gesehen, der es nicht mehr gutging. Sie ist ihrem Freund hinterhergelaufen und hat sich dabei verausgabt. Die Folge: Höhenkrankheit mit Erbrechen und weißem Gesicht. Glücklicherweise kann man überall Sauerstoff in Flaschen kaufen, den die Japaner zum Besteigen des Fuji nehmen ( Der Fuji ist 3800m hoch. Sauerstoff ist da eigentlich total hirnverbrannt )
Jedenfalls konnte sie den Sauerstoff dort gut gebrauchen. Allerdings musste sie danach absteigen.
Ich bin also nach einer Stunde in der Hütte weiter bergauf gegangen und habe unterwegs noch einen weiteren Deutschen getroffen, der es etwas anders gemacht hat, als ich. Dazu später mehr.
Wir kamen gegen halb 3 am Krater an und uns war ... kalt. Der Wind war schon während des Aufstiegs stark, aber am Gipfel hat er nochmal eine Schippe draufgelegt. Die Hütten am Kraterrand waren bereits alle belegt, aber glücklicherweise gab es einen Schuppen, in den man kam, wenn man eine Mauer überklettert. Dort war ein Generator, der zumindest ein wenig Abwärme produzierte. Dort haben wir dann gesessen bis ca. 4 Uhr. Dann sind wir raus um den Sonnenaufgang zu sehen.
Der ist übrigens wirklich phantastisch.
Anschließend sind wir noch um den Krater rumgewandert und haben uns dann an den Abstieg gemacht.
Der Abstieg zieht sich bis ins Unendliche und ist wahnsinnig kraftraubend. Wir haben 4 Stunden gebraucht um bis zur 5 Station zu gelangen. Von dort aus habe ich dann den Bus nach Tokyo genommen.

Der schnelle Trip:
Der Kollege, den ich am Fuji getroffen hab, hat es etwas anders gemacht.
Er ist gegen 8 Uhr abends aus Tokyo ( Shinjuku Station ) mit dem Bus zum Fuji gefahren und kam dort gegen 22 Uhr an der 5 Station an. Von dort ist er dann die Nacht durch hochgewandert und kam gegen 3 Uhr am Gipfel an.
Für genauere Informationen muss man einfach mal zu einem Tourist Center gehen.

Viel Spaß beim Bergsteigen...



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Mount Fuji 3.50 2