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Reisebericht: Mit Auto, Zelt und Zeit durch Nord-Kalifornien. Teil 1
Ankunft, Golden Gate
Ende Juli 2012 war es dann soweit: Eine Auszeit, zwei Monate Kalifornien, das ganz große Abenteuer. Grob geplant war eine Runde durch die dünn besiedelte nördliche Hälfte Kaliforniens, mit Zielen abseits der klassischen Routen und viel Zeit für spontane Aktivitäten. Wenig Fahren und viel Wandern. Nationalparks satt! Ohne Hektik und ohne Stress. Einfach mal treiben lassen.
Das Abenteuer begann bereits am Flughafen. Die Fluggesellschaft versorgte mich vor Reisebeginn mit nützlichen Informationen: Sein Sie bei Flügen in die USA unbedingt vier (!) Stunden vor Abflug am Flughafen. Ziehen Sie unbedingt vor der Gepäckaufgabe die Bordkarte am Computerterminal.
Und dann die Realität: Nachdem das Identifizieren am Computer weder mit Reisepass, Buchungsnummer oder Kreditkarte funktionierte, erfuhr ich am Schalter, daß das Einchecken bei Flügen in die USA grundsätzlich nur am Schalter möglich ist. Allerdings nicht an diesem, sondern an dem da hinten. Aber der öffnet erst in einer Stunde… Kurios fand ich auch, daß ein zweites Gepäckstück mit weiteren 23 kg 50,- € kostet, während für ein kg Übergewicht des ersten Gepäckstücks bereits 100,- € fällig würden. Naja.
Jedenfalls fuhr ich irgendwann später im Mietwagen auf dem Highway 101 durch San Francisco über die Golden Gate Bridge nach Norden, und da war es dann, das breite Grinsen, welches über zwei Monate anhalten sollte.
Die Golden Gate Bridge fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Die Aussichtspunkte nördlich der Brücke sind schon klasse, aber diesmal habe ich die Brücke zu Fuß überquert. Knapp sechseinhalb Kilometer, hin und zurück. Gigantisch!!!
Ca. 60 m über dem Wasser sieht man von kleinen Segelbooten bis zu riesigen Containerschiffen alles Mögliche unter sich durch ziehen, mit etwas Glück auch einen Hubschrauber oder einen Delphin. Überrascht hat mich ein unerschrockener Kite-Surfer mitten in der Bucht, welcher die Strömungen, den regen Schiffsverkehr und die Weißen Haie ignorierte.
Die Lage von San Francisco auf ca. der Höhe von Neapel darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß man auf der Brücke auch im Juli oft ein Fleece unter der winddichten Jacke braucht. Der Wind ist eiskalt!
Zwei komplette Tag verbrachte ich im Marin County: Im Nobeldorf Tiburon wurde ich kritisch von der Polizei beobachtet, an der Westküste beobachtete ich kritisch Surfer in der Brandung, an der Ostküste schien wenigstens ab Mittag die Sonne und auf den Rundwegen der Muir Woods (ein Mammutbaum-Wald) war es naß, kalt und voll. Dort helfen etwas längere Wege wie der Ben Johnson- oder Dipsea-Trail auch am Wochenende, den Massen zu entfliehen.
Begeistert hat mich das Marine Mammal Center (Eintritt frei, Spende erwünscht), wo verletzte, verlassene und angeschossene Seehunde, -löwen und –elefanten gepflegt und später, wenn möglich, wieder freigelassen werden.
Wer es mag, kann sich noch eine Museums-Raketenstellung aus dem Kalten Krieg anschauen.
Nach vier Tagen ging es dann weiter nach Norden. Allerdings waren es nur wenige Meilen zum nächsten Ziel: Point Reyes Sea Shore…
Fortsetzung folgt.
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