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Reisebericht: Kairo - der Pharao ruft
Eine Woche waren wir teils mit Führer teils auf eigene Faust in Kairo unterwegs, um die 5000 Jahre alte Geschichte des Landes greifen zu können.
- Warum Kairo?
- Ankuft in Kairo
- Bei einer ägyptischen Familie....
- Nun ging es los....
- Sandsturm und Stromausfall
- Memphis - die alte Hauptstadt
- Sakkara
- Pharaonisches Dorf
- Hotel 'Le Meridien Pyramids'
- Gizeh-Plateau
- Cheops-Pyramide
- Chephren-Pyramide
- Mykerinos-Pyramide
- Der Taltempel
- die/der Sphinx?!?
- Abschied nehmen....
- Sonstiges.....
Warum Kairo?
Wir waren schon öfter in Ägypten und lieben die alte, pharaonische Kultur. Das Schönste ist es, das Land per Nilkreuzfahrt kennenzulernen. Dort erlebt man die ganzen alten Tempel entlang des Nils und man kann in diese unbeschreibliche Hochkultur von damals einblicken. Dort gibt es so viel zu sehen, aber das schreiben wir in einem anderen Reisebericht.
Wenn man Ägypten besucht und sich für die Kultur interessiert, dann kommt man nicht an Kairo vorbei, denn hier stehen die Pyramiden und hier ist wohl das faszinierndste Museum, was wir je gesehen haben: das Ägyptische Museum, Kairo.
Da Kairo immer nur als 2-3 Tage-Programm angeboten wird, mussten wir also selber planen. Wir hatten von unseren letzen Nilkreuzfahrt einen sehr netten Reiseführer kennengelernt und haben über die Zeit Kontakt gehalten. Er spricht perfekt deutsch und wie der Zufall es noch wollte, wohnt er in Kairo. Also nahmen wir mit ihm, sein Name ist Sameh, Kontakt auf und fragten, ob wir ihn buchen können. So fanden wir einen gemeinsamen Termin. Nun sollte es also losgehen. Eine Woche Kairo vom 01.02. - 08.02.2007.
Ankuft in Kairo
Von Hamburg aus flogen wir direkt nach Kairo. Hier sollte uns Sameh abholen. Die Flugzeiten wurden vorher noch schnell per mail zugeschickt. Hoffentlich klappt alles.
Wir hatten ja nur flüchtigen e-mail-Kontakt und hatten ihn auch schon ein Jahr nicht mehr gesehen. In Kairo gelandet schnell das Visum bezahlt, durch die Passkontrolle und das erste Geld umgetauscht, damit man auch ägytische Pfund bei sich hatte.
Nun kommt man also aus dem chaotischen Flughafen hinaus, die Sonne blendet eimem ins Gesicht und überall schreien, rufen und blabbeln Ägypter. Nun waren wir in einer arabischen Welt - laut, chaotisch und für uns Europäer total konfus.
Nach einer halben Stunde hatten wir uns dann gefunden. Das war echt reine Glückssache bei dem Gewusel. Herzliche Begrüssung und dann ab ins Auto. Wir hatten uns für die Woche ins Hotel 'Le Meridien Pyramids' eingebucht. Ein super Hotel, welches direkt bei den Pyramiden lag. Leider liegt der Flughafen genau auf der anderen Seite von Kairo. Also: ab durch die 21 Mio-Metropole. Der Verkehr in Kairo ist der Wahnsinn. Hupen, rufen, drängeln sind noch die höflichen Umgangsformen im Strassenverkehr. Ampeln werden nicht beachtet und auch die Fussgänger laufen einfach über die Strasse. Es ist ein Wunder, dass es nur so wenige Unfälle auf Karios Strassen gibt. Teilsweise fahren sie in 3-4 Spuren, obwohl nur zwei zugelassen sind. Auf den Weg durch das Großstadtchaos bekommt unser Freund Sameh einen Anruf von seiner Frau - sie würde uns gerne kennenlernen und uns zum Essen einladen. Wie war das noch gleich in der arabischen Welt??? Bloss keine Einladungen ablehnen!!! Obwohl wir nur noch ins Hotel wollten und sehr müde waren, stimmten wir der Einladung zu.
Bei einer ägyptischen Familie....
Zum Glück waren wir gut vorbereitet und wussten, dass unser Reiseführer Sameh drei Kinder hatte. Das hatten wir uns von unserer letzten Reise gemerkt, als er das erzählt hatte. So hatten wir für alle drei Kinder ein kleines 'Mitbringsel' im Koffer. Das Heiligste eines Ägypters ist sein Stolz und seine Kinder. So fuhren wir in ein Stadtteil, der komplett neu entsteht. Es war noch viel Baustelle, aber Sameh war stolz auf seine Wohnung. Für einen Ägypter wohnte die Familie sehr, sehr gut. Als erstes zeigte er uns den Keller. Hier lebte sein 'Wächter' , der gerade frisches Brot gebacken hatte. Traumhaft, dieser noch warme Brotfladen. Danach zeigte er uns ganz stolz seine Familie. Seine Frau tradionell in Kopftuch, die Kinder ganz mondern. Die Kinder 17, 13 und 8 Jahre alt, besuchten internationale Schulen und konnten daher arabisch, englisch und teilweise deutsch reden. Die Frau nur arabisch. Nachdem die Gastgeschenke verteilt waren und die Freude gross war, wurde uns die Wohnung gezeigt. Natrülich muss man die Schuhe ausziehen und läuft dann durch eine mit Teppichen ausgelegte Wohnung auf Strümpfen umher. Die Wohnstube sah aus wie ein Museum. Alle Möbel sahen unbenutzt aus. Hier durfen wir uns auch nicht lange aufhalten. Die restlichen Zimmer waren eher normal und teilweise mit europäischen Zimmern zu vergleichen.
Nun ging es aber zum Essen: Von Besteck keine Spur. Ob Reis, Brot oder Fisch - alles stand auf der Mitte des Tisches und jeder grabschte mit seinen Händen danach. Es dauerte ein wenig, bis wir uns an die ungewöhnliche Essenart ranmachten. Es erinnerte mich an die Römer oder an ein Räubermahl. Das Essen war sehr lecker, doch ich hatte Angst, dass der europäische Magen u.a. diesen scharf angebratenden Fisch nicht verdauen konnte.
Nach dem Essen ging es weiter mit der Gastfreundschaft. Uns wurde ein Schlafplatz angeboten. Nun blieben wir aber hart und wollten nur noch ins Hotel. So wurden wir ins Hotel gebracht und wir steuerten gleich die Bar an. Auch wenn es noch so teuer sein möge, zur Nacht musste noch ein hochprozentiges Getränk ins Innere des Körpers. Nach diesem Desinfektions- und Verdauungsgetränk ging es dann endlich zu Bett. Und? Wir sollten recht haben. Wir kämpften uns beide durch die unruhige Nacht und wechselten uns bei den Toilettengängen ab.
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Guten Tag
Ich finde Kairo ebenso faszinierend wie Sie - aber nicht das alte Aegypten, sondern das heute gelebte Kairo. Insbesondere würde ich Ihnen dringend empfehlen, das moderne und das religiöse Kairo zu besuchen. Es hat so wunderschöne und faszinierene Moschen in Kairo, oder auch die Kirchen im Koptenviertel sind einen Besuch wert. Wenn wir Ägypten auf seine Altertümer reduzieren, verpassen wir das beste, das das Land zu bieten hat . Auch die Begegnungen mit den Aepyptern werden Sie nie so geniessen können, wenn Sie sich auf die Touristenplätze beschränken. Begegnungen finden an anderen Orten - in Cafés, auf den Plätzen vor der Mosche, in der Mosche, in Läden, beim Bäcker und unter Umständen auch im Souk statt. Wir waren diesen Frühling zu sechst - 3 Erwachsene und 3 Kinder - in ganz Aegypten (Kairo - Red Sea - Luxor - Oase Dahla - Oase Bahariya) unterwegs - zum Teil mit ÖV (Überlandbus) - zum Teil mit gemieteten Vans mit Chauffeur. Ägypten ist sehr unkompliziert zum Reisen - die Verkehtsmittel funktionieren gut - die Menschen sind extrem freundlich und sehr hilfsbereit. Probleme hatte wir nicht eines - wunderbare Eindrücke und Begegnungen viele. Wie gesagt - wenn Sie Ägypten auf seine Altertümer einschränken, verpassen Sie das beste, was das Land und seine Menschen zu bieten haben - nicht nur in Kairo. Die beiden Bücher von Wil Tondok können Ihnen dabei behilflich sein. Ich wünsche Ihnen eine wunderbare weitere Reise in Ägypten - denn der Virus ist unheilbar. -
ein guter und sehr lesenswerter Bericht, nicht nur für Ägyptenfreunde.. .! Da war Vieles von dem enthalten, was ich auch erlebt habe.
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