Reisebericht

Reisebericht: Antalya und Umgebung - Tagesfahrt mit Taxifahrer Zeki Sahin

 
 
 
 
 
Reisebericht: Antalya und Umgebung - Tagesfahrt mit Taxifahrer Zeki Sahin

Auch heute möchte ich wieder mit Zeki unterwegs sein. Der Preis für eine Tagestour ist angemessen – teurer als eine geführte Busfahrt, doch ich kann entscheiden, wo angehalten wird und wie lange. Andererseits kann mir auch Zeki gute Hinweise auf sehenswerte Dinge am Rand der Tour geben. So auch heute – er empfiehlt mir den Besuch bei einer Goldmanufaktur den

Perge Jewels.

Ich hatte bereits eine so genannte Goldmanufaktur als ‚Pflichtbesichtigung’ hinter mir, bei der sich herausgestellt hatte, dass es nur um den Verkauf ging, man noch nicht einmal fotografieren konnte. Zeki meinte aber, dass es hier anders sei und ich willigte ein. Und es war auch so – man konnte bei der Schmuckherstellung zusehen und auch die schönen Sachen fotografieren – das wichtigste – man wurde nicht zum Kauf gedrängt.
Wieder einmal stand ein Wasserfall auf der Liste der zu besichtigenden Sehenswürdigkeiten, der



Manavgat Selalesi.

 
 
 
 
 

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Wasserfälle sind immer interessant – wie die Wassermassen herabstürzen. Wenn auch hier die Fallhöhe nicht so hoch ist, ist der Hauptfall doch imposant. Auch die kleinen Nebenfälle sind zur guten Sichtbarkeit über Wege und Stege erreichbar.
Lt. Reiseführer ist auch eine Promenade in Manavgat entlang des Flusses sowie eine Schifffahrt interessant. Mein Hauptziel waren heute aber die Orte



Side / Selimiye

 
 
 
 
 

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mit ihrem antiken Ruinenfeld. Das Ruinenfeld ist von einer gut erhaltenen Stadtmauer gegenüber dem übrigen Land abgegrenzt, obwohl sich auch außerhalb noch teilweise gut erhaltene und noch nutzbare Gebäude und Ruinen befinden. Kolonnen- bzw. Säulenstraßen führen zum einen zur Basilika und zum Bischofspalast, zum anderen zu den Thermen, jetzt als Museum genutzt, dem sehr gut erhaltenen Theater und zum Strand mit einer weiteren Basilika. Besonders schön anzusehen ist der noch vorhandene Eck-Bereich des Apollon-Tempel mit 5 Säulen aus weißem Marmor. Das interessanteste ist aber, wie sich der Ort Selimiye in diese Ruinenlandschaft einfügt und die Ruinen für eigene Belange mit nutzt. Seit 1895 wird diese Stätte wieder von aus Kreta weggezogenen Türken besiedelt. Bestimmt haben sie auch das Trümmerfeld als Baumaterial für die eigenen Häuser genutzt, andererseits aber auch aus Ruinen wieder bewohnbare Häuser erstellt. Jetzt wird der kleine Ort auch außerhalb der Saison von den Touristen besucht, entsprechend kann man in ausgebauten Ruinen Souvenirs kaufen oder – wie das nebenstehende Bild zeigt – essen und trinken. Das ist der besondere Reiz dieses Ortes – keine tote rekonstruierte Ruinenstadt, sondern Lebendigkeit, als hätte das Leben dort nie still gestanden.
Als Abschluss unserer gemeinsamen Fahrten entführte mich Zeki zu einer besonderen ‚Gaststätte’, der



'Freiluftgaststätte' einer niedergelassenen Nomadin.

 
 
 
 
 

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Statt der ehemaligen Zelte stehen hier ein kleines Kochhäuschen und das Wohnhaus der Familie, doch wird auf alt hergebrachte Weise der gefüllte Fladen hergestellt. Die Füllung kann ganz nach Geschmack gestaltet werden, besteht aber vorrangig aus verschiedenen wohlschmeckenden Kräutern und Gemüse, wie Tomaten und Gurken etc.
Es war ein guter Abschluss meiner drei Tage mit Zeki, dem Taxifahrer. Ich habe die Kosten nicht bereut, habe ich doch mehr und intensiver gesehen, als es mit einer geführten Busfahrt möglich gewesen wäre. Dafür möchte ich bei meinem Chauffeur Zeki Sahin recht herzlich bedanken.



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